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Formel 1 2005 - 17. von 19 Läufen
17. von 19 Läufen
Brasilien
Rennen
1. Montoya 1:29.20.574"
2. Raikkönen 2.527
3. Alonso 24.840
4. M. Schum. 25.668

5. Fisichella

40.218
6. Barrichello 1.09.173
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16 von 19 Läufen
Fahrer
1 Alonso
111
2 Raikkönen
86
3 M. Schumacher
55
4 Montoya
50
5 Trulli
43
6 Fisichella
41
7 R. Schumacher
37
8 Barrichello
35
9 Button
30
10 Webber
29
11 Heidfeld
28
12 Coulthard
21
13 Villeneuve
9
14 Massa
8
15 Monteiro
7
16 Wurz
6
17 Karthikeyan
5
18 Klien
5
19 De La Rosa
4
20 Albers
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3
22 Pizzonia
2
23 Liuzzi
1
24 Sato
1
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F 1

71 Runden = 305,909 km

Der Formel 1-Klassiker in Brasilien
im Visier eines jungen
Motorsport-Fans:


Der Prinz wird gekrönt


"Fernando Fantastica" hallte es aus Wohnzimmern in ganz Spanien, als nach 71 Rennrunden beim GP von Brasilien in Interlagos Fernando Alonso als Dritter und somit als neuer und vor allem neuer jüngster Formel 1-Weltmeister aller Zeiten die Ziellinie überfuhr. Nach fünf Jahren der Dominanz von Michael Schumacher und Ferrari ist Renault mit dem jetzigen "König von Asturien" der erste Weltmeister im neuen Jahrtausend, der eben nicht in "Ferrari Rosso" daherkommt. Die Startnummer 1 wandert also weiter zu den Hellblau-Gelben, doch in der Konstrukteurs-WM ist noch alles offen.

Durch den Doppelsieg von McLaren-Mercedes wurde Renault um ganze zwei Punkte von der Spitze in der Markenweltmeisterschaft verdrängt. Der fahrerische Zieleinlauf in Interlagos war derselbe wie im vergangenen Jahr: Montoya vor Räikkönen. Macht aber nix, da die teaminterne Reihenfolge bei McLaren-Mercedes schon vor dem Rennen entschieden war. Mit mehr als 30 Punkten Unterschied war Kimi Räikkönen bereits als Vize-Weltmeister fix, Montoya kämpft dagegen noch mit Michael Schumacher, der starker Vierter in Brasilien wurde, um Platz drei.

Es war, wie erwartet, ein turbulentes Rennen: Gleich am Start klemmten die BMW-Williams Piloten Mark Webber und Antonio Pizzonia, der den angeblich noch immer oder wieder verletzten Nick Heidfeld auch in Brasilien ersetzte, den bombastisch gestarteten David Coulthard ein, sodass gleich in Runde eins schon drei Autos aus dem Rennen waren.

Ohne Kollision musste "Mr. Reliability" Tiago Monteiro ausscheiden. Ein technischer Defekt verhinderte die 17. Zielankunft im 17. Rennen seiner Karriere! War der Jordan das hohe Tempo vielleicht nicht gewohnt, dass der Portugiese mit dem sonst so unterlegenen Material gehen konnte? Denn objektiv betrachtet war Tiago Monteiro nicht nur DER Neueinsteiger der Saison für mich, sondern auch der Mann des Rennens in Interlagos! In der Qualifikation Platz 13 erreicht, zugegebenermaßen mit Gewichtsvorteil, denn nach der Aufwärmrunde fuhr er bereits zum Sprit nachfassen, aber die Performance im Rennen konnte sich auch sehen lassen. Denn trotz dieser "Taktik" fuhr Monteiro seinem hochgelobten Teamkollegen Narain Karthikeyan um die Ohren, ehe ihn 16 Runden vor Schluss der Defekt ereilte. Vielleicht steht dem mittlerweile auch schon 29 Jahre alten Portugiesen noch eine große Zukunft in der Formel 1 bevor!

Als nächstes geht es auf den Racetrack von Suzuka. Die von Honda zu Testzwecken gebaute Rennstrecke ist gespickt mit schwierigen Strecken-abschnitten und, das finde ich sehr gut, es gibt kaum asphaltierte Auslauf-zonen. Hier ist nicht nur Schnelligkeit sondern auch Köpfchen und eine saubere Technik gefragt. Der technisch anspruchsvolle Kurs verzeiht kaum Fehler und wird deshalb nicht zu Unrecht oft mit Spa-Francorchamps verglichen. In der ultraschnellen "130R", vergleichbar mit der Blanchimont in Spa, werden über 5g Querbeschleunigung erreicht. Nicht ganz zufällig gewann deshalb auch im vergangenen Jahr Michael Schumacher in Suzuka. Die Wiederholung dieses Sieges ist aber nahezu ausgeschlossen, es müsste schon ein Wunder geschehen - oder regnen! Also: Früh aufstehen am 9. Oktober!

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/

 
 
 
 
 
 
 
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