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Formel 1 2005 - 8. von 19 Läufen
8. von 19 Läufen
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70 Runden = 305,270 km
Die Formel 1 im Visier eines
jungen Motorsport-Fans:


Der Grand Prix der
zerplatzten Träume

Der erste Traum des GP schien schon am Start zu platzen. Michael Schumacher fiel von seiner zweiten Startposition gleich mal auf Rang 6 zurück und Rubens Barrichello, der voll getankt aus der Box nachgestartet war, hatte wohl auch kaum Chancen, den Tifosi den langersehnten ersten Saisonsieg zu schenken. Also wieder ein Katastrophen-Grand Prix für Ferrari? Mehr dazu später.

Die Renaults konnten nach ihrem Raketenstart aus der zweiten Startreihe schon vor der ersten Kurve die Plätze eins und zwei einnehmen. "Puffer" Jenson Button, der auf der Pole Position stand, hielt die Verfolger in Form von McLaren-Mercedes auf Platz drei liegend auf. Giancarlo Fisichella und Fer-nando Alonso konnten sich im Formationsflug schnell vom restlichen Feld absetzen. Michael Schumacher hielt den Anschluss zu den vor ihm fahren-den McLarens derweil nicht.

Doch gegen Rennhälfte ging das Favoritensterben los. Jenson Button war durch seinen Boxenstopp auf Platz fünf zurückgefallen, die beiden Renaults führten vor den McLarens, wobei die Silberpfeile etwas schneller zu sein schienen. Beim Führenden Giancarlo Fisichella fiel plötzlich der Hydraulik-druck ab, sodass er vorzeitig aufgeben musste. Als wenige Runden später Fernando Alonso mit der Hinterachse gegen die Streckenbegrenzung krachte und mit gebrochener Radaufhängung an die Box fuhr, war der sonst so fern vom Trauerwasser gebaute Flavio Briatore den Tränen ganz nah, der erste Doppelausfall und das auch noch bei einer Doppelführung.

Nun lagen die zwei Silbernen vorne. Jenson Button parkte kurz nach dem Doppelausfall der Renaults seinen BAR-Honda auf der Zielgeraden, nachdem er sich an der "Wall of Champions", unter Druck von Michael Schumacher, das rechte Vorderrad abgerissen hatte. Das Safety Car kam heraus und Profiteur davon war Kimi Räikkönen, der durch einen klüger gewählten Zeitpunkt seines Boxenstopps Teamkollege Montoya überholen konnte. Letzterer bekam wegen Ausfahrt aus der Boxengasse bei roter Ampel die schwarze Flagge gezeigt. Auch der Traum vom silbernen Doppelsieg war damit zerplatzt.

Nun war Kimi Räikkönen der Führende und dahinter, siehe da, der Ferrari von Michael Schumacher! Und auf Platz vier schon sein Teamkollege Rubens Barrichello. Die beiden "Roten" trennte nur der Toyota von Jarno Trulli, der auf Podiumskurs lag. Doch auch sein Traum von einer weiteren Champagner-dusche platzte zusammen mit der Bremsscheibe seines Toyota.

Bei Nick Heidfeld hielt das BMW-Aggregat dessen zweites Rennen nicht mehr durch, sodass am Ende drei Ferraris unter den Top 4 des Endklasse-ments zu finden waren; zwei "richtige" von der Scuderia und einer unter dem Namen Sauber-Petronas, pilotiert von Felipe Massa. BAR ging wieder mal leer aus, immer noch null Punkte für den Vizewelt-meister von 2004!

Sieger wurde zum dritten Mal in dieser Saison Kimi Räikkönen, damit konnte der den Rückstand auf den diesmal punktlosen Fernando Alonso auf 32 Punkte verkürzen. Mercedes-Sportchef Norbert Haug sagte nach dem Rennen: "Warm anziehen, jetzt kommt der Iceman". (RTL) Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen! Im "Home of Motorsports", auf dem Brickyard von Indianapolis wird sich zeigen, ob diese "Drohung" wahr wird!

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/

 
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