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Formel 1 2005 - 19. von 19 Läufen
19. von 19 Läufen
China
Rennen
1. Alonso 1:39.53.618"
2. Raikönnen 4.015
3. R. Schum. 25.376
4. Fisichella 26.114

5. Klien

31.839
6. Massa 36.400
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WM-Endstände nach
19 Läufen
Fahrer
1 Alonso
133
2 Raikkönen
112
3 M. Schumacher
62
4 Montoya
60
5 Fisichella
58
6 R. Schumacher
45
7 Trulli
43
8 Barrichello
38
9 Button
37
10 Webber
36
11 Heidfeld
28
12 Coulthard
24
13 Massa
11
14 Villeneuve
9
15 Klien
9
16 Monteiro
7
17 Wurz
6
18 Karthikeyan
5
19 Albers
4
20 De la Rosa
4
21 Friesacher
3
22 Pizzonia
2
23 Liuzzi
1
24 Sato
1
Marken
1 Renault
191
2 McLaren
182
3 Ferrari
100
4 Toyota
88
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20
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12
10 Minardi
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56 Runden = 305,066 km
Das Formel 1-Finale in China
im Visier eines jungen
Motorsport-Fans:


Tag der Abschiede


Mit dem heutigen Grand Prix von China gehen einige Teile der modernen Formel 1 zu den Akten.

Die langjährige Verbindung zwischen BMW und dem Team WilliamsF1 löst sich auf. Das Team von Frank Williams wird ab dem kommenden Jahr Motoren von Cosworth bekommen, BMW steigt als komplettes Werksteam beim Team von Peter Sauber ein. Nach über zehn Jahren des Bestehens wird damit auch das Sauber-Team aus der Formel 1 verschwinden, zumindest namentlich.

Nach sieben Saisons wird das Team BAR ab 2006 zum Honda-Werksteam, Minardi wird ebenfalls zur nächsten Saison nicht mehr als Bewerber in den Starterlisten stehen, da Red Bull das Team aufgekauft hat. Es steht noch in den Sternen, ob der bisherige Minardi-Eigner und Teamchef Paul Stoddart mit einem neuen, eigenen Team 2006 wieder an den Start geht.

Endgültig umbenannt wird auch das Team Jordan. Nachdem Teamgründer Eddie Jordan bereits zur Saison 2005 sein Team an den russischen Ölmilliar-där Alex Shnaider verkaufte, wird ab dem kommenden Jahr auch das Team "Jordan" in "Midland F1" unbenannt.

Ebenfalls "goodbye" sagen die treuen Formel 1-Anhänger den lieb gewonnenen V10-Saugmotoren mit 3 Litern Hubraum. Ab dem Jahr 2006 werden diese durch nur noch 2,4 Liter große V8-Motoren ersetzt.

Aber es fand ja heute auch noch ein Rennen statt. Vor eben diesem letzten Lauf zur Formel-Weltmeisterschaft 2005 standen noch zwei Entscheidungen aus: Die um den Titel des Kontrukteurs-Weltmeisters und die um den dritten Platz in der Fahrer-WM. Und beide Entscheidungen wurden von einer unsau-beren Schweißnaht an einem Gully getroffen. Hinter seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen fahrend übersah Juan-Pablo Montoya einen aus dem Boden ragenden Gullydeckel und beschädigte sich sein Auto.

Gullys? Shanghai? War da nicht mal was? Stimmt! Im vergangenen Jahr fuhr die DTM auf einer Stadtstrecke in Shanghai ein Einladungsrennen und auch hier ragte ein Gullydeckel aus dem Boden, den - jetzt wird's kurios - ausge-rechnet Bernd Mayländer übersah. Im letzten Jahr bedeutete ein heraus-ragender Gullydeckel in Shanghai, dass Bernd Mayländer nicht weiterfahren konnte, heute bedeutete er, dass Bernd Mayländer zum Fahren kam, als Fahrer des Safety Cars nämlich.

Sachen gibt's… Durch den Ausfall Juan-Pablo Montoyas war die Vorent-scheidung im Kampf um den Konstrukteurs-Titel gefallen. Die um den dritten Platz in der Fahrer-WM sowieso, da "JPM" hätte punkten müssen, um Michael Schumacher diesen Platz noch hätte wegschnappen können.

Auch Michael Schumacher erwischte es. In einem kuriosen Zwischenfall auf dem Weg zur Startaufstellung mit Christijan Albers standen auf einmal zwei Wracks neben der Strecke. Der seine Reifen aufwärmende Michael Schumacher übersah beim Ansetzen zum Zick-Zack-Fahren den heran-brausenden Holländer und die beiden Wagen krachten ineinander. Michael Schumacher startete dann, wie Albers, im T-Car und fiel durch Eigenver-schulden - ein Dreher in einer Safety Car-Phase, sieht man auch nicht alle Tage von einem siebenmaligen Weltmeister - aus. Aber das konnte ihm ja egal sein.

Oder nicht? Giancarlo Fisichella war ja noch im Rennen und er lag vor dem letzten Lauf nur neun Punkte hinter Schumacher. Ein bisschen Team-Taktik (Renault hatte ja eine Doppelführung) und schon hätte "Fisico" den dritten Platz inne. Der zweite Boxenstopp, während der zweiten Safety Car-Phase, brachte dann aber die Entscheidung, und zwar im doppelten Sinne. Zum einen überholte Kimi Räikkönen durch einen schnelleren Stopp Fisichella sowieso schon in der Boxengasse, zum anderen bekam der Römer dann eine Durch-fahrtsstrafe wegen Aufhaltens anderer Autos in der Boxeneinfahrt. Nutznießer war der stark fahrende Ralf Schumacher, der den dritten Platz von Fisichella erbte. Dieser wiederum kam unmittelbar vor Christian Klien ins Ziel, der seinen RBR-Cosworth auf den wirklich tollen fünften Platz fuhr und sein Punktekonto von fünf auf neun verbessern konnte.

Jetzt steht die lange Winterpause an, die schrecklichste Zeit des Jahres für jeden Formel 1-Fan. Die nächste Saison wird traditionsgemäß im März in Melbourne starten, da heißt es dann wieder 4 Uhr aufstehen, aber das tut man doch gerne, oder?

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/

 
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