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Formel 1 2005 - 12. von 19 Läufen
12. von 19 Läufen
Deutschland
Rennen
1. Alonso
2. Montoya 22,5
3. Button 24,4
4.Fisichella 50,5

5. M. Schum.

51,6
6. R. Schum. 52,2
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12 von 19 Läufen
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4 Montoya
34
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31
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31
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30
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67 Runden = 306,458 km
Der GP von Deutschland
im Visier eines jungen
Motorsport-Fans:


Schleichwerbung


Ab dem 31.7. 2005 gilt in Europa das Tabakwerbeverbot, d.h. nach dem GP von Ungarn wird bei den europäischen Rennen der Formel 1 sämtliche Tabakwerbung von den Formel 1-Autos verschwinden. Im Vorfeld des GP von Hockenheim kursierte dann ein Wortspiel durchs Fahrerlager, dabei ging es um Schleichwerbung: Der Tabakkonzern "Philipp Morris" macht derzeit auf den F1-Boliden von Ferrari Werbung für ihr Produkt "Marlboro", doch der Sponsorenvertrag mit "Philipp Morris" läuft über die Zeit nach dem 31.7. 2005 hinaus.

Allerdings gehört das Unternehmen "Kraft" (Lebensmittel) auch zum "Philipp Morris"-Konzern, jedoch unter anderem Namen ("Altria"). Ab August könnte es also sein, dass man z.B. lila Ferraris durch die Gegend kurven sieht, im-merhin gehört auch "Milka" zum Kraft-Konzern.

Nein, keine Angst, die Ferraris bleiben rot, aber auf diesem "Umweg" macht man auch Werbung für den "Philipp Morris"-Konzern, was also eine Schleich-werbung bedeutet.

Nun kam von ein paar ganz lustige Kerlchen der Kommentar "Der Ferrari macht doch sowieso schon "Schleich"-Werbung". Nunja, das Amusement über dieses Wortspiel hielt sich Ferrari-intern doch etwas zurück!

Damit wären wir beim Renngeschehen von Hockenheim, denn die Vorstellung von Ferrari war nicht sehr glanzvoll. Aber von vorne: Wie gewohnt ging es auch bei diesem Großen Preis von Deutschland turbulent zur Sache. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve sah man in der Anfangsphase nur selten auf dem asphaltierten und von zwei weißen Linien eingeschlossenen Teil der Rennstreckenanlage. Gleich drei mal war er in das eine oder andere Schar-mützel verstrickt, wobei er sich am Heck vom wieder mal die komplette Renndistanz absolvierenden Tiago Monteiro (immer noch kein Ausfall in seiner nun doch schon zwölf Rennen dauernden Karriere) sogar seinen kompletten Frontspoiler samt Nase abfuhr.

Ausfälle waren aber gerade mal zwei dabei. Jarno Trulli schied kurz vor Schluss aus, wurde aber noch als 14. gewertet, noch vor Jacques Villeneuve. Den anderen Ausfall brauche ich wohl gar nicht zu erwähnen. Wieder mal traf es, wieder klar führend, den WM-Zweiten Kimi Räikkönen, bei dem die Technik sicher von einem ehemaligen Renault-Techniker gewartet wird.

Was nutzt das schnellste Auto und der beste Fahrer, wenn das Material nicht hält? Da ist er wieder, der "Hätte,- Wäre-, Könnte-Kimi"… Ebenfalls nicht gewertet wurde Mark Webber, der nach langer "Richtpause" zu Beginn des Rennen nichtmehr die geforderten 90% Renndistanz schaffte, um gewertet zu werden.

Nach Dreher im Qualifying und somit Startplatz 20 startete Räikkönens Teamkollege Juan-Pablo Montoya eine Aufholjagd, die ihn am Ende sogar auf Platz zwei spülte. Dritter wurde einigermaßen überraschend der von Platz zwei gestartete Jenson Button, der seinen zugegebenermaßen etwas glücklosen Teamkollegen Takuma Sato (der neben Neuling Robert Doornbos der einzige Fahrer ohne Punkt bleibt) wieder klar im Griff hatte.

Analog zu seiner Startposition kam nach langem aber doch verlorenen Kampf gegen Giancarlo Fisichella Weltmeister Michael Schumacher auf Position fünf ins Ziel. Dabei konnte er seinen Bruder Ralf Schumacher und Red Bull Racing-Piloten davis Coulthard nur knapp in Schach halten. Den letzten Punkt sicherte sich Felipe Massa im Sauber. Gerade noch in den Top 10 kam der völlig enttäuschende Rubens Barrichello hinter dem zweiten RBR von Christian Klien ins Ziel.

Was bleibt festzuhalten? Der WM-Vorsprung von Fernando Alonso steigt um 10 Punkte auf nun 36 vor Kimi Räikkönen an. Bei noch sieben ausstehenden Rennen ein kaum verlierbarer Vorsprung des noch 23jährigen Fernando Alonso, der der jüngste F1-Weltmeister aller Zeiten werden könnte.

Des weiteren muss man bei BMW-Williams trotz Startplatz sechs und sieben einsehen, dass man das Tief nicht überwunden hat. Wenn bei nur zwei Aus-fällen Red Bull Racing und Sauber in die Punkte fahren, während wieder kein BMW-Williams in den Top 10 zu finden ist, muss man bei BMW fast schon froh über den Neuanfang im kommenden Jahr sein.

Bereits in einer Woche startet auf dem Hungaroring der 13. Lauf zur Formel 1 2005. Sollte dieses Mal alles glatt laufen, dürften die "Silberpfeile" kaum zu schlagen sein. Fernando Alonso feierte kurz nach seinem 22. Geburtstag im Jahr 2003 seinen ersten Grand Prix-Sieg seiner Karriere auf eben diesem Hungaroring. Er wird alles daran setzen, wieder das Podium erklimmen zu können. Aber heute hat man wieder gesehen, die Formel 1 ist unberechen-bar, also seien wir mal gespannt, was uns in Ungarn erwartet.

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/

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