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Formel 1 2005 - 11. von 19 Läufen
11. von 19 Läufen
Großbritannien
Rennen
1. Montoya 1:29.29.588"
2. Alonso 2.739
3. Raikkönen 14.436
4. Fisichella 17.914

5. Button

40.264
6. R. Schum. 1.15.322
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11 von 19 Läufen
Fahrer
1 Alonso
77
2 Raikkönen
51
3 M. Schumacher
43
4 Barrichello
31
5 Trulli
31
6 Montoya
16
7 Fisichella
25
8 Heidfeld
25
9 R. Schumacher
23
10 Webber
22
11 Coulthard
17
12 Button
9
13 Massa
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60 Runden = 308,355 km
Der GP von Großbritannien
im Visier eines jungen
Motorsport-Fans:


Well he or won't he?


Kennen Sie schon Bob McKenzie? Nein? Macht nichts! Bob McKenzie ist englischer F1 Journalist für den "Daily Express" und neben-beruflicher aber dennoch professioneller Flitzer, zumindest seit heute! Der Hintergrund der Geschichte: Im vergangenen Jahr, als beim Team McLaren-Mercedes nicht viel voran ging und an Siege kaum zu denken war, sagte dieser Bob McKenzie in einem Anfall jugendlichen Leichtsinns "If Mclaren team win a race in 2004 I will run naked around Silverstone", zu deutsch: "Wenn das Team McLaren ein Rennen im Jahr 2004 gewinnt, werde ich nackt um die Rennstrecke von Silverstone laufen".

Kimi Räikkönen gewann nach dieser Äußerung für eben dieses Team McLaren in Spa-Francorchamps. Pech gehabt, Mister McKenzie! Und wo könnte man diese Wettschuld besser einlösen als vor ausverkauftem Haus beim F1-Grand Prix? So umrundete der besagte Journalist heute parallel zur Fahrerparade (fast) nackt mal joggend und mal gehend und schnaubend den Kurs. Natürlich stand dabei aber nicht nur der Spaß im Vordergrund, Bob McKenzie half mit dieser Aktion der "Tommy's the baby charity".

Nun aber zum Renngeschehen. So langsam etabliert sich in der Formel 1-Szene der Ausdruck des "Hätte-Wäre-Könnte-Kimis". Gemeint ist natürlich der so oft vom Pech verfolgte Kimi Räikkönen, der gerne sein Leben im Kon-junktiv realisiert sehen würde. Am Samstagmorgen hingen bei McLaren nicht nur der Terroranschläge in London wegen die Fahnen auf Halbmast, auch war mal wieder etwas an ausgerechnet Kimi Räikkönens Motor kaputt gegangen, was einen Motorwechsel unumgänglich machte.

Und selbst der "Iceman" kommentierte den Zwischenfall mit "That's shit!". Der haushohe Favorit McLaren-Mercedes schien schon vor dem Qualifying geschlagen: Juan-Pablo Montoya musste im Qualifying aufgrund seines Hydraulikdefekts in Magny-Cours bereits als Fünfter auf die Strecke, Kimi Räikkönen musste so oder so zehn Plätze weiter hinten starten als von der herausgefahrenen Position.

Da erstaunt es umso mehr, dass Ron Dennis nach der Siegerehrung gleich drei neue Pokale für seine Privatsammlung entgegennehmen konnte. Den für den Sieger (Montoya), für den Dritten (Räikkönen) und der für den "Winning Constructor", McLaren-Mercedes. Lediglich der WM-Spitzenreiter Fernando Alonso verunstaltete mit Platz zwei den Traum in Silber. Der schnellste Mann des Feldes war Kimi Räikkönen, der in der letzten Runde (gab es das schon Mal?) die schnellste Rennrunde drehte! Leider verlor er aber im ersten Renndrittel zu viel Zeit hinter den "Bremsklötzen" Jarno Trulli und Michael Schumacher, als dass er ernsthaft die Führenden, Juan-Pablo Montoya und Fernando Alonso zum Schluss noch hätte gefährden können.

Und zum wohl ersten Mal in dieser Saison stellte sich auch bei Kimi Räikkönen so etwas wie "Glück" ein. Beim letzten Stopp des Drittplatzierten Giancarlo Fisichella funktionierte die Launch Control nicht, sodass der Motor abstarb und "Fisico" durch dieses Malheur rund zehn Sekunden verlor. Andererseits hätte (da ist wieder der Konjunktiv) Kimi im Rennen nie etwas mit Fisichella zu tun gehabt, wären (und wieder!) die Probleme am Motor nicht aufgetaucht.

"Best of the rest", also Erster der Nicht-Renault-und-McLaren-Wertung wurde Jenson Button, den von Startplatz zwei aus ins Rennen gegangen war. BAR verlässt mit jetzt insgesamt neun Punkten erstmals in dieser Saison den letzten Platz in der Konstrukteurs-WM und schiebt sich auf Platz 9, zwi-schen Jordan und Minardi.

Der nächste Lauf findet in zwei Wochen in Hockenheim statt, wo sich im Motodrom wieder viele Fans mit Tröten, Pfeifen und Fahnen versammeln werden, um von der riesigen Haupttribüne aus die Fahrer anzufeuern. Im vergangenen Jahr konnte Michael Schumacher von der Pole Position aus das Rennen gewinnen. Bei Pechvogel Kimi Räikkönen brach 2004 in Runde 13 der Heckflügel. Hoffentlich bleiben uns dieses Jahr solche Szenen erspart.

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/


 
 
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