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Formel 1 2005 - 18. von 19 Läufen
18. von 19 Läufen
Japan
Rennen
Raikkönen 1:29.02.212"
2. Fisichella 1.633
3. Alonso 17.456
4. Webber 22.274

5. Button

29.507
6. Coulthard 29.507
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F 1

53 Runden = 307,573 km

Der Formel 1-Lauf in Japan
im Visier eines jungen
Motorsport-Fans:


Von 17 auf 1 in 53 Runden


Motorschaden im freien Training, das ist ja nichts Neues für Kimi Räikkönen. Auch Aufholjagden ist er gewohnt. Von 12 auf 2, von 11 auf 2, alles schon gehabt in dieser Saison! Aber von Startplatz 17 einen Sieg einzufahren, das ist nun wirklich eines Champions würdig.

So geschehen beim vorletzten Formel 1-Lauf der Saison 2005 in Suzuka. Kimi Räikkönen, doppelt bestraft durch Defektteufel im freien Training und Regenpech im Qualifying, fuhr das wohl beste Rennen seiner Karriere, über-holte Michael Schumacher und setzte seiner Show in der letzten Runde selbst die Krone auf, als er Rad an Rad bei 300km/h mit dem bis dahin führenden Giancarlo Fisichella die Start/Ziel-Gerade herunterfuhr und bei der Einfahrt zur ersten Kurve außen am Römer vorbeizog. Die Zielschikane wurde dann noch einmal zur Zitterpartie, schließlich stand Takuma Sato zur Über-rundung an. Der Japaner hatte sich vor und während des Rennens nicht ge-rade positiv in die Notizbücher seines Arbeitgebers Honda geredet und ge-fahren. Doch wenigstens Kimi Räikkönen ließ Takuma-San relativ problemlos passieren.

Die erste Eskapade leistete sich Takuma Sato unter der Woche, als er sich mit dem Satz "Ich werde im kommenden Jahr bei Honda fahren" verplapperte. Dadurch kam ans Licht, dass Honda (die den BAR-Rennstall ab 2006 zu 100% übernehmen) ein zweites Team, so etwas wie ein Junior-Team à la Red Bull Racing, ab 2006 plant. Dabei sollen Takuma Sato und Antony Davidson schon als Fahrer für das B-Team feststehen.

Positiv für Bernie Ecclestone: Mit dem zweiten, komplett neuen Honda-Team, kommt er seinem Traumziel, 24 Autos im Starterfeld zu haben, schon mal um zwei Autos näher! Zweiter negativer Höhepunkt der Woche von Takuma Sato war ein aussichtsloser Überholversuch an Jarno Trulli im Toyota. Bei der Einfahrt zur Zielschikane fuhr der Japaner dem Italiener brutal in die Seite, was das Aus für Trulli bedeutete. Takuma Sato hingegen wurde nicht durch einen Ausfall bestraft, belegte aber am Ende nur einen wenig glanzvollen 13. Platz, wo doch Teamkollege Jenson Button auf Platz fünf ins Ziel kam.

Der Sieg von Kimi Räikkönen ist der absolute Gegenpol zu der Vorstellung Juan-Pablo Montoyas. Der Kolumbianer fiel bereits früh durch eine Kollision aus und erwies damit dem Team McLaren-Mercedes einen Bärendienst im Kampf um die Konstrukteurs-WM. Denn auch der Sieg vom "Iceman" ver-hindert nicht, dass Renault durch die Plätze zwei und drei die WM-Führung wieder um zwei Punkte von McLaren-Mercedes übernehmen. Montoya selbst verliert durch seinen Ausfall und den gleichzeitigen siebten Platz von Michael Schumacher die dritte Position in der Fahrer-WM. Auch Giancarlo Fisichella liegt nur noch sieben Punkte hinter dem Kolumbianer.

Beim Saisonfinale in Schanghai stehen also noch immer zwei Entschei-dungen aus: Der um den Sieg in der Konstrukteurs-WM und der um den dritten Platz in der Fahrerwertung. Spannung pur also, wenn bereits in einer Woche der GP von China startet!

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/

 
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