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Formel 1 2005 - GP von Malaysia - 2. von 19 Läufen
2. von 19 Läufen
Malaysia
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3. Heidfeld 32,1
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Die Formel 1 im Visier eines jungen Motorsport-Fans:



"Formel Renault"
oder doch nicht?


"Formel Renault"… …oder so ähnlich könnten Pessimisten die Formel 1 in der Saison 2005 schon bezeichnen. Wie schon beim ersten Rennen Pole und Start-Ziel-Sieg eines Fahrers vom Team um Flavio Briatore. Alles beim Alten also? Ein Team das dominiert und der Rest fährt wie an der Perlenkette hinterher?

Betrachtet man das GP-Wochenende von Malaysia mal genauer, kommt man zu einem anderen Schluss. Und es wird auch wieder überholt! Nehmen wir zum Beispiel Nick Heidfeld. Nur von Platz 10 gestartet konnte er am Ende bei der Hitzeschlacht in Sepang sogar das "Stockerl" besuchen.

Begünstigt war dieses Ergebnis aber durch eine Rennszene, die an den Kart-sport in der Bambini-Klasse erinnert. In Runde 36 waren es die Herren Fisichella und Webber, die sich vehement um den letzten Platz auf dem Podest bekriegten. Vor der Zielkurve setzte Fisichella einen Bremspunkt, der jenseits von Gut und Böse lag, und schoss den auf der Kurvenaußenseite befindlichen Australier (und sich selber) in die Boxenzufahrt, das Aus für beide. Eine Binsenweisheit sagt: "Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte." In diesem Fall der Dritte Nick Heidfeld.

Es ist also wieder Action angesagt in der Königsklasse. Das Rennen in Bahrain verspricht einiges, vor allem wenn Ferrari den F-2005 an den Start bringen sollte. Das Weltmeisterauto von 2004 war in Malaysia hoffnungslos unterlegen, sodass man sich in Maranello nach dem neuen Wunderauto samt Wundergetriebe sehnt.

Im Ölstaat muss dann auch Toyota beweisen, dass die Plätze 2 und 5 beim GP in Kuala Lumpur kein Zufall waren und McLaren muss zusehen, dass sie ihre erste Podiumsplatzierung des Jahres erreichen.

Achja, McLaren, das "Irgendwas-is-immer"-Team. Wie so oft traf es auch diesmal wieder Kimi Räikkönen. Der glücklose Finne hatte diesmal zwar eine funktionierende Elektronik an Bord, aber das Ventil des rechten Hinterreifens zeigte nach dem ersten Boxenstopp eine gewisse Lustlosigkeit, das Rennen überstehen zu wollen, Folge: Reifenschaden und Zusatzstopp. Wieder keine Top-Platzierung für den Vize-Weltmeister von 2003, ja nichtmals für Punkte reichte es diesmal.

Am ersten April-Wochenende geht es also in Bahrain weiter. Lassen wir uns überraschen, ob die "Formel Renault" fortbesteht.

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/

   
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