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F 1

70 Runden = 306,663 km
Ungarn
03. - 05.08.2007

Qualifying / Live
1. Alonso 1.19,674"
2. Hamilton 1.19,781
3. Heidfeld 1.20,322.
4. Räikkönen 1.20,410

5. Rosberg

1.20,632
6. Schumacher 1.20,714
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Weltmeister Alonso klaut Hamilton die Pole
* Heidfeld starker Dritter
* Rosberg auf Rang fünf vor Schumscher

Durch einen ungewöhnlich langen Boxenstopp hat Fernando Alonso seinen Teamkollegen Lewis Hamilton ausgebremst und sich vor dem WM-Primus die zweite Pole-Position der Formel-1-Saison gesichert. Doch Teamchef Ron Dennis sprach den Spanier vor dem Großen Preis von Ungarn an diesem Sonntag in dem ohnehin brisanten Teamduell umgehend von jeder Schuld frei.

"Wir haben als Team nicht das getan, was wir hätten tun müssen", sagte der Brite, nachdem Alonso am Samstag auf dem Hungaroring in Budapest seinen wartenden Partner rund zehn Sekunden aufgehalten hatte und dieser Alonsos schnellste Runden nicht mehr kontern konnte. Es habe sich um eine Entscheidung eines Renningenieurs gehandelt, der die Startfreigabe runterzähle, sagte Dennis, der den Vorfall auch vor den Rennkommissaren hatte erklären müssen.

"Es hat für Lewis um eine oder zwei Sekunden nicht gereicht", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Es ist gut Feuer in der Partie." Auch er hatte Alonso keine Absicht unterstellt.

Im Schatten der beiden Titelrivalen, die auch die schwächelnde Ferrari-Konkurrenz vorführten, fuhr Nick Heidfeld im BMW- Sauber zum dritten Mal in diesem Jahr auf den dritten Startplatz und lag noch vor Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. "Ich denke, wir haben eine gute Chance, diesen Platz zu halten", meinte der Mönchengladbacher. "Ferrari scheint hier nicht so stark zu sein wie auf den letzten Strecken." BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen lobte seinen Fahrer: "Das ist ein tolles Ergebnis für Nick."

Auch Nico Rosberg (Williams- Toyota) als Fünfter und Ralf Schumacher (Toyota) als Sechster durften hochzufrieden sein. Sebastian Vettel wurde in seiner ersten Qualifikation für Toro Rosso 20., Adrian Sutil im Spyker 21.

Trotz der ersten Startreihe in Silber wart Teamchef Dennis in Rage geraten. Wütend warf er seine Kopfhörer von sich, ehe er auf Alonsos Physiothera-peuten einredete, der die Zeittafeln hochhielt. "Das Team hat mich zurück-gehalten", rechtfertige Alonso die zusätzliche Wartezeit, während er im Rückspiegel seinen Rivalen sehen konnte.

"Ich bin nicht böse, aber ich bin sehr neugierig, was da passiert ist", sagte dieser. Wie gewohnt hielt sich der 22-jährige Hamilton mit scharfen Kom-mentaren zurück. "Jeder will den anderen schlagen, wir lassen das zu, so-weit es geht, aber ich möchte nicht, dass es zu irgendwelchen Berührungen kommt"», kommentierte Haug den Konkurrenzkampf.

In Ungarn kann Alonso am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere) die Füh-rung in der Gesamtwertung von seinem jungen Teamkollegen übernehmen. Vor dem elften von 17 Rennen führt Saisonaufsteiger Hamilton mit 70 Zählern vor Alonso (68). Das Ferrari-Duo Felipe Massa (59) und Räikkönen (52) liegt auf den Plätzen drei und vier, Fünfter ist Heidfeld (36).

Die Scuderia, die sich fernab der Strecke einen erbitterten Briefwechsel und Kampf mit McLaren-Mercedes in der Spionage-Affäre um geheime Unterlagen sowie um einen angeblichen illegalen Ferrari-Sieg in Australien leistet, er-lebte in Budapest ihr schlechtestes Qualifikation-Ergebnis in diesem Jahr. Räikkönen schaffte es zwar noch auf Platz vier, doch Massa schied bereits im zweiten Qualifikations-Durchgang als 14. aus.

Für das deutsche Talent Vettel kam das Aus bereits nach der ersten Zeiten-runde. Er blieb damit im teaminternen Duell hinter Vitantonio Liuzzi. Der Italiener schaffte den Sprung in die zweite Runde und wurde 16. Den Grund für sein frühes Ausscheiden suchte der 20-jährige Heppenheimer bei sich: "Es hätte locker reichen müssen. Aber ich hatte einen großen Fehler. Das war nicht die perfekte Runde"

   
 
 
 
 
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