Qualifying
Vettel
zieht Niete bei Wetter-Lotterie in Spa
Sebastian Vettel hat bei der Wetter-Lotterie von Spa eine
Niete gezogen. Mit Startplatz vier für den Großen Preis von
Belgien fuhr der Formel-1-Titelanwärter aus Heppenheim sein
schlechtestes Qualifikations-Ergebnis in dieser Saison ein.
«Es war sehr eng. Bei dem Wetter hätte alles rausspringen
können. Im Rennen ist wieder alles drin», meinte der WM-Dritte.
Die Pole Position schnappte sich zum fünften Mal in diesem
Jahr sein Red-Bull-Teamgefährte Mark Webber. «Ich wusste erst
nicht, ob es reicht. Das Wetter hat es ziemlich schwierig
gemacht», sagte der WM-Spitzenreiter. Der Australier benötigte
bei wechselhaften Bedingungen für die 7,004 Kilometer lange
Runde 1:45,778 Minuten. Vor dem 13. von 19 Saisonrennen führt
der 34-Jährige die Gesamtwertung mit 161 Punkten an.
Zweiter mit 0,085 Sekunden Rückstand wurde sein ärgster Verfolger
Lewis Hamilton, der damit beste Chancen auf seinen ersten
Erfolg in den Ardennen hat. «Es wäre eine Ehre, sich hier
in die Siegerliste eintragen zu können», erklärte der britische
McLaren-Mann. Auch der Pole Robert Kubica ließ im Renault
überraschend Vettel noch hinter sich. Zumindest die beiden
anderen Titelrivalen Jenson Button und Fernando Alonso konnte
der Deutsche in Schach halten. Button wurde im McLaren Fünfter,
Ferrari-Star Alonso nur Zehnter. Ein erneutes Debakel erlebte
Mercedes.
Rekordchampion Michael Schumacher kehrte als Elfter an die
Box zurück. Zudem muss der 41-Jährige wegen seines Rüpel-Manövers
gegen Rubens Barichello in Ungarn beim Rennen zehn Plätze
weiter hinten starten. Auch sein Teamgefährte Nico Rosberg
scheiterte vorzeitig und wurde Zwölfter. «Die Neuerungen haben
nicht so funktioniert», erklärte der Wiesbadener. Wegen eines
Getriebewechsels wird er um fünf Plätze strafversetzt. «Keine
gute Ausgangsbasis - aber wir wissen ja, dass in Spa bei der
Wetter-Lotterie alles möglich ist», befand Mercedes- Motorsportchef
Norbert Haug. Auch seine beiden Fahrer hoffen auf Regen. «Die
Wetterkapriolen müssen zum richtigen Zeitpunkt stattfinden»,
sagte der sechsmalige Spa-Sieger Schumacher.
Zufrieden konnte der Rest des deutschen Fahrer-Sextetts sein.
Adrian Sutil steuerte seinen Force India durch alle Turbulenzen
auf Platz acht. «Mit einem guten Start ist alles möglich»,
urteilte der Gräfelfinger. Auch Nico Hülkenberg aus Emmerich
schaffte es im Williams als Neunter noch in die Top Ten. Timo
Glock überstand zum zweiten Mal in dieser Saison die erste
Qualifikations-runde. Am Ende belegte der Virgin-Fahrer aus
Wersau Rang 17. Durch die Strafen für das Mercedes-Duo rutscht
der Hesse aber noch zwei Plätze nach vorn und erreichte damit
seine beste Startposition in diesem Jahr.
Durchweg erschwerte das launische Ardennen-Wetter den Fahrern
die Arbeit. Mehrfach setzte Regen ein, die Piloten drehten
sich gleich reihenweise. Gleich zu Beginn leistete sich Renault-Fahrer
Witali Petrow einen Anfängerfehler, rutschte gegen die Streckenbegrenzung
und musste zu Fuß an die Box zu-rückkehren. Wegen der Bergung
seines Boliden war die Qualifikation für sechs Minuten unterbrochen.
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