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F 1
Formel 1 - 2010
19 Läufe
13. Lauf
Belgien

Spa-Fran-corchamps
27. - 29.08.2010

Belgien
27. - 29.08.2010

Rennen

1. Hamilton 1:29.04,268
2. Webber 1,571
3. Kubica 3,493
4. Massa 8,264
5. Sutil 9,094
6. Rosberg 12,359
7.Schumacher 15,548
8. Kobayashi 16,678
9. Petrov 23,851
10. Alguersuari 29,457
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WM-Stand nach
13 von 19 Läufen
Fahrer

1 Hamilton
182
2 Webber
179
3

Vettel

151
4 Button
147
5 Alonso
141
6 Massa
109
7 Kubica
104
8 Rosberg
102
9 Sutil
45
10 Schumacher
44
11 Barrichello
30
12 Kobayashi
21
13 Petrov
19
14 Liuzzi
12
15 Hülkenberg
10
16 Buemi
7
17 De La Rosa
6
18 Alguesuari
4
Marken
1 Red Bull
330
2 McLaren
329
3 Ferrari
250
4 Mercedes GP
146
5 Renault
123
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57
7 Williams
40
8 Sauber
23
9 Toro Rosso
11

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Rennen:

Vettel im Pech: Erneuter Rückschlag im WM-Kampf

Sebastian Vettel hat im Wetter-Drama von Spa einen bitteren Rückschlag im Formel-1-Titelrennen erlitten. Bei der großen Ardennen-Show von Sieger Lewis Hamilton rollte der Red-Bull-Star nach zwei Unfällen und einer Durchfahrtstrafe nur als 15. ins Ziel. Damit blieb Vettel ohne Zähler. McLaren-Pilot Hamilton verdrängte mit seinem ersten Triumph beim Großen Preis von Belgien und dem dritten Saisonsieg Vettels Teamkollegen Mark Webber wieder von der WM-Spitze. Der Australier wurde Zweiter vor dem Polen Robert Kubica im Renault.

«Das war ein großartiges Wochenende. Ich bin so glücklich, hier zu stehen», sagte Hamilton. «Am Ende habe ich nur noch versucht, das Auto zu schonen und es in einem Stück ins Ziel zu bringen.»

Den Durchblick bei der chaotischen Berg-und-Tal-Fahrt von Spa-Francor-champs behielten auch Adrian Sutil und das Mercedes-Duo Nico Rosberg und Michael Schumacher. Der Gräfelfinger Sutil steuerte seinen Force India als bester Deutscher auf Rang fünf. Mercedes-Pilot Schumacher stürmte wie zu besten Zeiten in seinem «Wohnzimmer» von Startplatz 21 auf Rang sechs nach vorn. Nico Hülkenberg wurde im Williams 14. vor Vettel.

Zu den großen Verlierern zählte auch Weltmeister Jenson Button im McLaren, der von Vettel von der Strecke geschossen wurde. «Das macht er langsam zur Angewohnheit, dass er andere aufspießt», sagte McLaren- Teamchef Martin Whitmarsh über Vettel. Auch Ferrari-Pilot Fernando Alonso erlebte ein Rennen zum Vergessen und schied kurz vor dem Ende des Grand Prix nach einem Crash aus. So ist nach 13 von 19 Rennen aus dem Fünfkampf ein Zweikampf im Titelrennen geworden. Hamilton übernahm die Spitze mit 182 Punkten vor dem Australier Webber, der nur drei Punkte hinten blieb. Vettel blieb mit 151 Punkten Dritter vor Button (147) und Alonso (141).

Trotz des Wetter-Chaos in den Ardennen fuhr Hamilton souverän zum Erfolg. Nach 44 Runden und 308,052 Kilometern überquerte in 1:29:04,268 Stunden die Ziellinie. Webber war nur 1,571 Sekunden dahinter. «Ich bin zufrieden mit Platz zwei. Das sind gute Punkte», sagte der Vettel-Teamkollege. «Es ist heutzutage so einfach, völlig leer auszugehen.»

Wie einfach erlebte Webber gleich zu Beginn: Mit dem Start begann der für Spa typische Regen - und der erste Teil des Chaos. Webber blieb auf der Pole Position fast stehen und fiel auf Rang sieben zurück. Hamilton ging in Führung, gefolgt von Renault-Pilot Robert Kubica, Weltmeister Button und Vettel. Kurz vor Ende der ersten Runde auf dem mit 7,004 Kilometer längsten Kurs im Formel-1-Kalender rutschten in der Bus-Stop-Schikane alle vorn platzierten Fahrer von der Strecke. Jubilar Rubens Barrichello, der in Spa seinen 300. Grand Prix fuhr, raste ungebremst in Alonsos Ferrari. Dem Spanier nutzte es am Ende nichts. Nach einem weiteren Ausritt von der Strecke kurz vor dem Ende schied er aus.

Nach dem Barrichello-Crash kam das Safety-Car für eine Runde auf die Strecke. Bei Restart überholte Vettel den Polen Kubica und verfolgte das McLaren-Duo Hamilton und Button. Vize-Weltmeister Vettel arbeitete sich an Button heran. Nach einem Drittel des Grand Prix setzte er kurz vor der Bus-Stop-Schikane zum Überholen an. Doch auf dem durch leichten Regen wieder rutschigen Asphalt verlor der Deutsche die Kontrolle über seinen Red Bull und raste in Buttons Wagen. Der Weltmeister musste aufgeben, Vettel holte sich in der Box einen neuen Frontflügel ab. «Ich weiß nicht, was Sebastian ge-macht hat. Es ist ein harter Schlag. Ich bin sehr enttäuscht», sagte Button fair. «Es war ein Rennunfall. Er hat es nicht absichtlich gemacht.»

Die Rennkommissare sahen den Heppenheimer als Schuldigen. Zum zweiten Mal nach dem Ungarn-Rennen wurde Vettel mit einer Durchfahrtstrafe durch die Boxengasse belegt - alle Sieg- und möglicherweise auch WM-Chancen waren dahin. Nach 27 Runden kam für den 23-Jährigen der nächste Rückschlag. Diesmal ohne sein Verschulden. Force-India-Fahrer Vitantonio Liuzzi schlitzte mit seinem Vorderflügel Vettels linken Hinterreifen aus.

Im Schatten der Duelle an der Spitze arbeitete sich Rekordchampion Michael Schumacher in seinem «Wohnzimmer» nach vorne. Nach seiner Strafverset-zung wegen seiner Barrichello-Attacke in Budapest war der Formel-1-Senior von Position 21 gestartet. Nach der Hälfte des Grand Prix war er zwischen-zeitlich schon auf Rang fünf. Auch sein Teamkollege Rosberg legte eine tolle Aufholjagd hin und fuhr von Startplatz 16 bis an die sechste Stelle vor. Zehn Runden vor dem Ende begann es richtig zu schütten. Die ganze Spitze mit Hamilton, Kubica, Webber und Massa blieb zunächst draußen. Doch nach einer Runde Rutschpartie holte das Quartett den Wechsel auf Regenreifen nach. Webber schaffte es, Kubica noch in der Box zu überholen.

     
     
     
 
 
 
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