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Freies Training:
Silberpfeile
treffen: Rosberg top, Schumi Dritter
Teamkollege Nico Rosberg hat das erste Trainingsduell gewonnen
und die gesamte Konkurrenz im neuen Silberpfeil dominiert.
Doch Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher setzte am Tag
der Deutschen in Bahrain ein erstes Ausrufezeichen. Der 41
Jahre alte Rekordweltmeister fuhr im neuen Mercedes die drittbeste
Zeit des Tages. Schumacher musste sich auf dem 6,299 Kilo-meter
langen Kurs in der heißen Wüste von Sachir allerdings mit
knapp einer halben Sekunden Rückstand Rosberg und Ex-Weltmeister
Lewis Hamilton ge-schlagen geben.
«Es geht in die richtige Richtung, unsere Nachmittags-Sitzung
war besser als die erste am Vormittag», sagte Mercedes-Motorsportchef
Norbert Haug: «Wir sind nicht die Favoriten, aber es sah so
aus, als ob wir mit beiden Reifen-mischungen nicht schlecht
und konstant unterwegs waren.»
Die Dominanz der deutschen Fahrer dokumentierten zudem Vizeweltmeister
Sebastian Vettel (Heppenheim) im Red Bull auf Rang fünf und
Neuling Nico Hülkenberg (Emmerich) im Williams als Sechster.
Adrian Sutil schaffte es mit seiner Bestzeit in der ersten
eineinhalbstündigen Einheit am Ende auf den achten Gesamtrang.
Bei Temperaturen von 30 Grad und strahlendem Sonnenschein
hatte Schu-macher die ersten anderthalb Trainingsstunden am
Vormittag offenbar zum Aufwärmen genutzt. Immerhin lag sein
letztes Formel-1- Rennen 1237 Tage zurück. Platz zehn hieß
es auf dem Bahrain International Circuit erst einmal. Der
Rückstand auf Sutil, der sich über die erste Bestzeit der
neuen Grand-Prix-Saison freuen durfte, betrug über eine Sekunde.
Um 10.07 Uhr Ortszeit startete Schumacher endgültig in seine
Comeback-Sai-son. Als 20. von 24 Fahrern rollte er mit seinem
Auto aus der Garage. Nach der üblichen Installationsrunde
mit seinem neuen Silberpfeil kam er zurück in die Box. Eine
knappe halbe Stunde später steuerte er den MGP W01 wieder
auf die Strecke. Bei seiner ersten gewerteten Runde hatte
Schumacher auf den zwischenzeitlich führenden Hamilton 1,599
Sekunden Rückstand. Einmal musste der siebenmalige Weltmeister
aus Kerpen, der 2004 den Großen Preis von Bahrain gewonnen
hatte, mit seinem Auto durch den Sand. Im zweiten Training
erwischte es aber auch seinen deutschen Widersacher Vettel.
Wie viel Aussagekraft die Zeiten wirklich haben, bleibt abzuwarten.
Niemand außer den unmittelbar Beteiligten weiß, mit wie viel
Sprit die Autos, die wäh-rend der Rennen nicht mehr aufgetankt
werden dürfen, unterwegs waren. Die Gewichts- und damit auch
Geschwindigkeitsunterschiede können enorm sein, Vettel mutmaßte,
es könnten zwischen vier und sechs Sekunden sein.
Nur im vorderen Mittelfeld endete der erste Tag für die beiden
Ferrari. Der zwei-malige Weltmeister Fernando Alonso fuhr
am Morgen die zweitbeste Zeit, kam in der Gesamtabrechnung
aber lediglich auf den zehnten Rang. Felipe Massa, der sein
erstes freies Training seit dem Ungarn-Rennen im vergangenen
Juli bestritt, wo er in der Qualifikation schwer verunglückt
war, wurde Siebter. Bei den Testfahrten hatte die Scuderia
die Konkurrenz noch beeindrucken können und wurde praktisch
von allen zum Favoriten unter den vier Topteams Ferrari, Mercedes,
McLaren und Red Bull erkoren.
Mehr als bestätigten konnte Sutil im ersten Training die Erwartungen.
Der Force-India-Pilot aus Gräfelfing, der in seine vierte
Formel-1-Saison startet, raste 24 Minuten vor Schluss auf
Platz eins. Davon weit entfernt war in Timo Glock (Wersau)
der sechste Deutsche. Der Hesse ließ im neuen Virgin aber
im Duell der Neueinsteiger-Teams im ersten Abschnitt das Lotus-Duo
Heikki Kovalainen/Jarno Trulli hinter sich. In der zweiten
Einheit musste er sich als 20. von 24 Piloten auch ihnen geschlagen
geben.
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