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F 1
Formel 1 - 2012
20 Läufe
12. Lauf
Belgien
Spa-Francorchamps

31.08. - 02.09.2012
Belgien
31.08 - 02.09.2012

Rennen

1. Button 1.29.08,530

2. Vettel 13m624
3. Räikkönen 25,334
4. Hülkenberg 27,843
5. Massa 29,845
6. Webber 31,244

7.Schumacher

53,374

8. Vergne

58,865

9. Ricciardo

1.02,982

10. Di Resta

1.03,783
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Qualifying
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Live
WM-Stand 2012 nach
12 von 20 Läufen
Fahrer

1 Alonso
164
2 Webber
140
3

Webber

132
4 Räikkönen
131
5 Hamilton
117
6 Button
101
7 Rosberg
77
8 Grosjean
76
9 Perez
47
10 Schumacher
35
11 Massa
35
12 Kobayashi
33
13 Hülkenberg
31
14 Maldonado
29
15 Di Resta
28
16 Senna
24
17 Vergne
8
18 Ricciardo
4
Marken
1 Red Bull
272
2 McLaren
218
3 Lotus/Renault
207
4 Ferrari
199
5 Mercedes
112
6 Sauber
80
7 Force India
59
9 Williams
53
10 Toro Rosso
12
Rennen:

Button-Sieg vor Vettel nach Horror-Crash beim Start

Beim ersten Grand Prix nach der Formel-1-Sommerpause ging es gleich zur Sache. Für WM-Spitzenreiter Fernando Alonso bedeutete sein frühes Aus nach einem spekta-kulären Unfall einen herben Rückschlag. Sebastian Vettel profitierte als Zweiter von Spa am meisten davon.

Sebastian Vettel stemmte den silbernen Teller für den zweiten Platz wie eine Sieger-trophäe in die Luft. Der Formel-1-Doppelweltmeister durfte sich nach dem verrückten Großen Preis von Belgien mit einem Horrorunfall nach wenigen Metern und einem Michael Schumacher in typischer Spa-Form als der große Gewinner fühlen - auch wenn Jenson Button als Erster über die Ziellinie gefahren war. «Ich bin sehr glücklich mit dem zweiten Platz, so kann es weitergehen», sagte der stolze Vettel nach seiner grandiosen Aufholjagd von Startplatz zehn in einem einmal mehr denkwürdigen Rennen auf dem legendären Kurs in Spa-Francorchamps.

Im Kampf um seinen historischen Titel-Hattrick machte Vettel mächtig Boden auf Fer-nando Alonso gut, der wie drei weitere Kollegen in einen spektakulären Crash zu Beginn verwickelt war. Aus allem raus hielt sich indes Button: Der Brite fuhr von seiner ersten Pole für McLaren am Sonntag einen ungefährdeten Sieg heraus und ließ sich den Champagner auf dem Podest mit Vettel und dem drittplatzierten Ex-Champion Kimi Räikkönen sichtlich schmecken.

«Das ist ein ganz besonderer Sieg. Das ist ein Kurs mit soviel Geschichte und es ist wunderbar, ein Teil davon zu sein», sagte der 32-Jährige, während Vater John mit dem Union Jack um den Hals umherstolzierte und Freundin Jessica Michibata die Mecha-niker in der Box herzte

Jubilar Schumacher holte in seinem 300. Grand Prix in seinem «Wohnzimmer» in den Ardennen als Siebter wie erhofft Punkte. «Es hat sehr viel Spaß gemacht, vor allem am Anfang», sagte der siebenmalige Weltmeister aus Kerpen. «Am Ende müssten wir dann doch erkennen, dass wir mit den älteren Reifen Hasenfutter waren.»

Für Furore sorgte aus deutscher Sicht neben Vettel auch Nico Hülkenberg: Der Force-India-Pilot aus Emmerich feierte in dem verrückten Rennen als Vierter sein bestes Re-sultat. «Wir können sehr, sehr stolz sein. Das war wohlverdient», sagte Hülkenberg. Der Rheinländer stieg bis zu seinem ersten Boxenstopp in der 14. Runde vorübergehend als Zweiter sogar zum ersten Button-Verfolger auf.

Nach zwölf von 20 Grand Prix verteidigte Alonso die WM-Führung mit 164 Punkten. Titelverteidiger Vettel (140) verkürzte seinen Rückstand auf 24 Zähler. Er schob sich zugleich an seinem australischen Teamkollegen Mark Webber (132), der in Belgien Sechster wurde, auf Gesamtrang zwei vorbei.

Das Rennen begann mit einem Horrorcrash: Romain Grosjean krachte nach einer übermütigen Attacke kurz nach dem Start in Lewis Hamilton, beide Autos verhakten sich. Danach flog der französische Lotus-Pilot über Alonsos Ferrari, auch der Brite Hamilton hob in seinem McLaren vom Boden ab. Alonso wurde gedreht und blieb im Kiesbett erst einmal geschockt im Cockpit sitzen, ehe ihm Streckenposten aus dem Wrack halfen. Das Safety Car neutralisierte das Rennen drei Runden lang.

Der Spanier überstand den Unfall unverletzt. «Hi! Danke für all die unterstützenden Nachrichten. Mir geht es gut und ich denke schon zu 100 Prozent an Monza», gab Alonso später per Twitter Entwarnung. Für den WM-Spitzenreiter bedeutete dieser unverschuldete K.o. den erste Nuller nach zuletzt 23 Grand Prix in den Punkten und einen herben Rückschlag im Titelrennen.

Hamilton, der das letzte Rennen vor der Sommerpause in Ungarn gewonnen hatte, musste seinen völlig lädierten McLaren ebenfalls frustriert abstellen. Auch der als Vierter gestartet Mexikaner Sergio Perez wurde im Sauber unschuldiges Opfer des spekta-kulären Unfalls. «Ich bin froh, dass alle gesund sind», sagte Grosjean.

Die Deutschen trumpften nach ihrem blamablen Abschneiden in der Qualifikation am Samstag im Rennen groß auf. Vettel verlor durch den Crash und «einen miserablen Start» zwar einige Plätze. Der zweifache Champion kämpfte sich mit knallharten, aber fairen Überholmanövern jedoch Platz um Platz nach vorne. Schon vor seinem ersten Reifenwechsel schob sich Vettel sensationell auf Rang zwei vor. Schumacher zählte auf dem 7,004 Kilometer langen Traditionskurs zu den Profiteuren nach dem Anfangschaos. Der von Position 13 ins Rennen gegangene Jubilar war plötzlich Fünfter und schob sich dann bis auf Platz zwei vor.

Vor seiner abrupten Boxeneinfahrt kurz vor Halbzeit lieferte sich der Mercedes-Mann aus Kerpen mit seinem Kumpel Vettel ein Wahnsinnsduell. Die Rennkommissare unter-suchten die Harakiri-Aktion nach dem Rennen. «Es war von Anfang an klar, dass ich in die Box kommen wollte. Er kann das natürlich nicht wissen, aber ich habe ihn nicht abgedrängt», rechtfertigte sich Schumacher. Vettel meinte: «Er ist schon ein Fuchs, aber ich habe Spaß, gegen ihn zu fahren. Es war ein Missverständnis. Man kann da keinen Schuldigen herzaubern. Ich glaube nicht, dass es böse Absicht von ihm war.»

Nico Rosberg (Wiesbaden) belegte noch den elften Platz. Der Mercedes-Pilot hatte nach einem verkorksten Qualifying und einer Rückversetzung um fünf Startpositionen wegen eines Getriebewechsels als Vorletzter losfahren müssen. Timo Glock (Wersau) wurde im Marussia-Virgin 15.

Button verteidigte seine erste Pole-Position mit McLaren problemlos. Der Ex-Champion konnte auch nach der Safety-Car-Phase in seinem 50. Rennen mit dem britischen Traditionsteam die Spitze halten. Nach insgesamt 308,052 Kilometer gewann er in 1:29:08,530 Stunden. Vettel lag 13,624 Sekunden zurück.

 
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