|
Sven Barth holt im
Finale den Vize-Titel
Das Finalrennen
des RECARO Formel-3-Cups in Oschersleben ging standes-gemäß an den
Meister João Paulo de Oliveira. Es endete mit der roten Flagge, nachdem
David Hemkemeyer seinen Dallara F399-Opel heftig in die Streckenbegrenzung gestopft
hatte. Da sowieso nur noch zwei Minuten auf dem Programm standen, entschied die
Rennleitung den Lauf vorzeitig abzu-brechen. So konnten Hemkemeyer und sein Auto
in Ruhe geborgen werden. Dem 18-Jährigen Fahrer des Wöss-Teams ist außer
einem Schock nichts passiert, was den hohen Sicherheitsstandard eines Formel-3-Renners
zeigt.
Die spannende Auseinandersetzung
um den Titel des Vize-Meisters ging an Sven Barth. Der 22-Jährige musste
sich mit dem vierten Rang zufrieden geben, während sein Kontrahent Hannes
Neuhauser mit Rang zwei glänzte. Der Österreicher hielt einen Rückstand
von einer Sekunde auf den Führenden João Paulo de Oliveira konstant,
nachdem der Brasilianer seinen Druck in der Anfangsphase etwas übertrieb
und wenige Meter durch die Botanik rodelte. Sein 13. Saisonsieg war aber nie ernsthaft
in Gefahr.
Barth konnte sich ebenfalls nicht gemütlich zurücklegen, denn Rookie-Kollege
Markus Mann machte ordentlich Dampf. Einen Fehler des Rookie-Gewinners nutzte
der EMS-Pilot Mann, um ihm seinen Auspuff zu zeigen. Sven Barth, der von einem
defekten Zündunterbrecher gehandicapt war, hatte dem ent-eilenden Mann nichts
mehr entgegenzusetzen. Doch sein großes Ziel, den Gewinn der Vize-Meisterschaft,
realisierte er mit diesem vierten Platz.
Markus Mann festigte mit dem zweiten Podestbesuch in Oschersleben Rang vier in
der Gesamtwertung des RECARO Formel-3-Cups. Sein Verfolger Franz Schmöller
musste schon nach wenigen Metern die Segel streichen, als er mit Tomás
Kostka aneinander geriet und im Kiesbett der Hotelkurve versank.
Interessant war
auch die Auseinandersetzung zwischen Adrian Wolf, Tomás Kostka und Thomas
Holzer um die Ränge fünf bis sieben. Sie belauerten sich und warteten
auf einen Fehler des Vorausfahrenden, doch vergebens. Denn auf der Strecke von
Oschersleben ist Überholen kaum möglich, es fehlen die langen Geraden
und die Stellen, an denen man zum Ausbremsen ansetzen kann. So blieb die Reihenfolge
auch bis zum Abbruch erhalten: Wolf vor Kostka und Holzer.
Etwas weiter hinten
umrundete Tomas Toth die Bahn. Der Mann aus dem Petutschnig-Team machte gleich
zwei Ausflüge in die Kiesbetten der Magdeburger Börde. Beim ersten Mal
kam er wieder auf den Asphalt, nach dem zweiten Abflug war sein Arbeitstag vorzeitig
beendet.
|