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Rookie
Christian Klien siegt in Zandvoort
Nelson Piquet jr. konnte seine Pole Position beim 13. Marlboro
Masters nicht ausnutzen und musste sich mit durchdrehenden
Rädern bereits beim Start Christian Klien, der zum ersten
Mal in Zandvoort am Start war, geschlagen geben. Bei strahlend
blauem Himmel und vollen Zuschauerrängen erfolgte der Start
und eine Dreiergruppe mit Klien vor Piquet jr. und Briscoe
konnte sich in den ersten Runden von Jamie Green absetzen.
In Runde 6 verlor Green den 4. Platz an Nicolas Lapierre und
hatte mit dem immer näher kommenden Markus Winkelhock zu kämpfen.
In der gleichen Runde schieden ebenfalls Billy Asaro und Eric
Salignon aus.
Ein heftiger Crash von Bernhard Auinger in der 7. Runde sorgte
für eine Pace Car Phase bis zum Ende der 11. Runde. Auch beim
Restart behielt Klien seine Führung konnte sich aber nicht
entscheidend von Piquet absetzen. Nicolas Lapierre bremste
sich neben Ryan Briscoe in die Tarzankurve, fand aber keinen
Weg vorbei an dem Australier und verlor mehr und mehr Zeit
auf das Spitzentrio.
So fuhr er ein einsames Rennen auf Position 4 im Gegensatz
zu Jamie Green und Markus Winkelhock, die bis zum Schluß um
den 5. Platz kämpften. Winkelhock machte ständig Druck, fand
aber keinen Weg vorbei an dem Briten und kam auf Platz 6 als
bester deutscher Teilnehmer ins Ziel. Der Pole Robert Kubica,
der verletzungsbedingt erst später sehr erfolgreich in die
Saison der Euro-Serie eingestiegen war, enttäuschte etwas
mit seinem 20. Startplatz und schied zudem wegen eines technischen
Defekts in der 15. Runde aus.
Enttäuscht war auch Alex Margaritis von MB-Racing- Performance.
Er zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Start, kam sogar
bis zu seinem Teamkollegen Daniel La Rosa auf. Er bekam dann
aber Probleme mit dem Setup und drehte sich. Bei dem Versuch,
das Rennen wieder aufzunehmen, kam es zu einer Berührung mit
Zwolsman und das Rennen war für Margaritis mit defektem Spoiler
und defekter Radaufhängung in der 6. Runde zu Ende. Beachtenswert
ist jedoch, dass sich Margaritis von Startplatz 21 bis auf
Platz 15 vorkämpfen konnte. Dieses Endergebnis konnte letztlich
sein Teamkollege Daniel La Rosa für sich verzeichnen, der
zwischenzeitlich von Startplatz 16 bis auf Position 14 nach
vorne gefahren war. Diesen Platz verlor er jedoch in der 19.
Runde nach einem, fast die gesamte Renndistanz andauernden
Fight an Robert Dahlgren.
In der anschließenden Pressekonferenz äußerte sich der Sieger
Christian Klien sehr zufrieden über seinen Start, der in seinen
Augen letztlich der Schlüssel zum Sieg war. Auch nach der
Safety-Car-Phase hatte er wieder die Nase vorn, musste jedoch
ständig mit der Hitze und dem ebenfalls stark puschenden Piquet
kämpfen. Dieser zeigte sich sehr unzufrieden mit seinem Start.
Nelson Piquet jr. machte das ganze Rennen über Druck auf Klien,
fand jedoch keine Möglichkeit, den Österreicher zu überholen.
Der erfolgsgewohnte Australier Ryan Briscoe zeigte zwar einen
guten Start, hatte aber bereits in der ersten Kurve Probleme
mit Untersteuern, bei dem Versuch, sich neben Piquet zu bremsen.
Briscoe war von dem gesamten Verlauf des Rennens enttäuscht,
da die Balance des Autos nicht gut war und die Reifen seine
Erwartungen nicht erfüllten. Er sah keine Chance, Piquet anzugreifen
und wurde letztendlich aus seiner Sicht nur Dritter.
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