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2009 (10 Läufe)
9. Lauf - Dijon-Prenois/F - 09. - 11. Oktober 2009
Stand 2009 nach
18 von 20 Rennen
1 Bianchi 102
2 Vietoris 75
3 Bottas 51
4 Sims 50
5 Bird 43
6 Mäki 39
7 Merhi 36
8 Vernay 35
9 Guiterrez 23
10 Coletti 19
11 Hartey 15
12 Waldschmidt 12
13 Calderelli 11
14 Van der Zande 7
15 Shaaban 6
16 Rosenzweig 6
17 Zanella 6
18 Mustonen 4
19 Geronimi 2
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2. Rennen:

Jules Bianchi siegt und ist neuer Champion

Mit einem Sieg beim 18. Saisonrennen der Formel 3 Euro Serie sicherte sich Jules Bianchi (ART Grand Prix) den Fahrertitel in der stärksten Nachwuchs- serie der Welt. Der 20-Jährige gewann auf der 3,801 Kilometer langen Stre-cke in Dijon-Prenois vor Sam Bird (Mücke Motorsport) und Roberto Merhi (Manor Motorsport). Bianchi ist damit Nachfolger von Nico Hülkenberg, der den Titel im vergangenen Jahr holte. In der Formel 3 Euro Serie ist es der sechste Fahrertitel in Folge für sein Team ART Grand Prix.

Das Rennen begann mit einem Unfall in der ersten Runde, bei dem insge-samt sechs Autos ausschieden: Tom Dillmann (Prema Powerteam), Stefano Coletti (Prema Powerteam), Jean Karl Vernay (Signature), Jake Rosenzweig (Carlin Motorsport), Marco Wittmann (Mücke Motorsport) und Mika Mäki (Signature). Bis auf eine Beckenprellung bei Mäki blieben alle Piloten unver-letzt.

Nach einer Unterbrechung vom mehreren Minuten wurde das Rennen wieder gestartet. Bianchi überholte Alexander Sims (Mücke Motorsport) in der 14. Runde und übernahm damit die Führung. Der Brite fiel noch bis auf den fünf-ten Platz hinter Esteban Gutierrez (ART Grand Prix) zurück, blieb aber bester Rookie im Feld. Aufgrund aktueller Untersuchungen der Sportkommissare ist das Ergebnis ab Rang drei noch nicht offiziell bestätigt worden.

Jules Bianchi (ART Grand Prix) - Portrait - siehe unten:
„Ich freue mich riesig, dass ich den Titel gewonnen habe. Besonders nach dem Rennen gestern, als es nicht so gut lief, ist es schön, mit einem Sieg den Titel zu holen. Ich wollte bei meinem Heimspiel hier in Frankreich unbedingt auch ein Rennen gewinnen und bin deshalb teilweise das Risiko eingegangen, eventuell von der Strecke zu fliegen. Aber es passte gut und ich bin nun happy.“

Sam Bird (Mücke Motorsport):
„Diese Saison lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Deshalb ist es umso schöner, hier wieder einmal auf dem Treppchen zu stehen. Mir hat schon das Rennen gestern sehr viel Spaß gemacht. Ich bin zum ersten Mal auf dieser Strecke in Dijon-Prenois gefahren und sie gefällt mir sehr gut.“

1. Rennen:

Christian Vietoris gewinnt - Titelentscheidung vertagt

Christian Vietoris (Mücke Motorsport) gewann das 17. Saisonrennen der Formel 3 Euro Serie auf der 3,801 Kilometer langen Strecke in Dijon-Prenois. Tabellenführer Jules Bianchi (ART Grand Prix) belegte den zweiten Rang. Da-mit hält Vietoris die Titelentscheidung weiter offen, der Deutsche reduzierte den Rückstand auf Bianchi auf 22 Punkte. Als Dritter wurde nach 21 Runden Mika Mäki (Signature) abgewinkt, der den besten Rookie Andrea Caldarelli (SG Formula) erfolgreich hinter sich halten konnte.

Christian Vietoris begann vom siebten Startplatz und machte auf den ersten Metern bereits zwei Positionen gut. In der zweiten Runde landete Renger van der Zande (Motopark) im Kiesbett, was eine Safety-Car-Phase hervorrief. Den Restart entschied Vietoris für sich, er fuhr vom fünften Rang an die Spitze. Diese hielt er bis zum Ende des Rennens. Hinter ihm musste Jean Karl Ver-nay zu einer Durchfahrtsstrafe an die Box, weil er beim Restart zu früh über-holte.

Jules Bianchi übernahm so kampflos den zweiten Rang. Mika Mäki musste sich vor allem in der Anfangsphase gegen Andrea Caldarelli wehren, ehe der Italiener seinen vierten Platz kurzzeitig gegen Roberto Merhi (Manor Motor-sport) verteidigen musste.

Christian Vietoris (Mücke Motorsport):
„Endlich konnte ich unseren Speed auch einmal im Rennen am Samstag umsetzen und mein erstes Samstag-Rennen in der Formel 3 Euro Serie gewinnen. Leider ist es wohl etwas zu spät, denn der Titel wird Jules kaum noch zu nehmen sein. “

Jules Bianchi (ART Grand Prix):
„Es ist nie toll, wenn man von der Pole-Position startet und dann nur Zweiter wird. Heute waren wir einfach nicht schnell genug und ich weiß nicht, woran es lag. Beim Restart machte ich zudem einen Fehler. Ich beschleunigte zu früh und musste deshalb noch einmal vom Gas gehen. So ging Christian an mir vorbei.“

Mika Mäki (Signature):
„Im Rennen war ich Vierter, konnte durch die Strafe von Jean Karl aber auf den dritten Platz vorrücken. Gegen Andrea Caldarelli konnte ich mich ver-teidigen, obwohl er auf der Geraden sehr schnell war. Für morgen hoffe ich, dass ich etwas schneller bin und mir ein guter Start gelingt."

Champion: Jules Bianchi im Kurzportrait

Er ging als Top-Favorit in die Saison und erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen. Der 20-jährige Jules Bianchi (ART Grand Prix) holte sich bereits acht Rennen vor Saisonende den Fahrertitel in der Formel 3 Euro Serie. Der in Nizza geborene Franzose gewann für sein Team ART Grand Prix den sechsten Fahrertitel in Folge und reiht sich in eine illustre Runde ein: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, Formel-1-Rookie Romain Grosjean, GP2-Champion Nico Hülkenberg und die DTM-Asse Paul Di Resta und Jamie Green gewannen eben-falls die stärkste Nachwuchs-serie der Welt.

Bianchi gilt seit seinem Einstieg in den Formel-Sport als großes Talent. 2007 gewann er als Rookie am Steuer eines von SG Formula eingesetzten Fahr-zeugs auf Anhieb die französische Formel-Renault-Meisterschaft. Ein Jahr später wechselte er zu ART Grand Prix in die Formel 3 Euro Serie. Zwar unterliefen dem Rookie einige Fehler, doch er bewies schon früh, dass er den nötigen Speed hat: Bereits in seinem dritten Rennen stand er zum ersten Mal auf dem Podium.

Diese Saison gewann er bisher sieben Rennen, sechs davon am Samstag. In Zandvoort schaffte er es sogar, trotz der Reversed-Grid-Regelung auch den Lauf am Sonntag für sich zu entscheiden. Der neue Champion kommt aus einer echten Motorsport-Familie. Sein Großvater Mauro Bianchi und dessen Bruder Lucien waren erfolgreiche Rennfahrer. Lucien gewann 1968 die 24 Stunden von Le Mans und stand in seiner Formel-1-Karriere sogar auf dem Podium. Auch Mauro war in der Formel 1 aktiv. Jules Bianchi zeichnet vor allem aus, dass er immer 100 Prozent gibt. Selbst klar in Führung liegend, fährt er weiter am Limit. Außerhalb seines Rennautos ist er eher still und zurückhaltend.

In seiner Freizeit arbeitet er viel an seiner Fitness und fährt of Kart. Sein Vater Philippe hat in seinem Heimatort Brignoles im Süden Frankreichs eine Kartpiste, auf der Jules Bianchi immer dann mit seinem Rennkart Runden dreht, wenn er zu Hause ist. Außerdem spielt er regelmäßig Fußball und drückt seinem Lieblingsverein Olympique Marseille die Daumen. Wenn er nicht gerade Sport treibt, verbringt er die Zeit am liebsten mit seinen Freun-den und seiner Freundin Camille. Die Medizinstudentin ist allerdings ein äußerst seltener Gast an der Rennstrecke.

 
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