2.
Rennen - Sonntag:
Christian
Vietoris triumphiert am Norisring
Zum
zweiten Mal in Folge entschied Christian Vietoris (Mücke Motorsport)
ein Sonntag-Rennen der Formel 3 Euro Serie für sich. Der 20-jährige
Deutsche siegte auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring vor
Jean Karl Vernay (Signature) und Jules Bianchi (ART Grand
Prix).
In einem ereignisreichen Rennen, das von insgesamt drei Safety-Car-Phasen
geprägt wurde, holte Atte Mustonen (Motopark Academy) mit
dem vierten Rang das beste Ergebnis seines erst in dieser
Saison in die Euro Serie ein-gestiegenen Teams Motopark Academy.
Bianchi bleibt nach sechs Saison-rennen Tabellenführer der
stärksten Nachwuchsserie der Welt.
Nach dem Start bog Pole-Mann Sam Bird (Mücke Motorsport) als
Führender in die erste Kurve. Der Brite hielt die erste Stelle
bis zur fünften Runde, dann verbremste sich Alexander Sims
und kollidierte mit seinem Landsmann. Bird schied aus und
Roberto Merhi (Manor Motorsport) übernahm Rang eins. Der Spanier
wurde wenig später von Christian Vietoris überholt, der sich
fast bis zum Ende des Rennens gegen Jean Karl Vernay wehren
musste. In der Schlussphase konnte Vietoris sich schließlich
absetzen, weil Jules Bianchi massiv Druck auf den Zweitplatzierten
Vernay ausübte.
Christian Vietoris (Mücke Motorsport):
„Ich freue mich über den Sieg und die wichtigen Punkte. Es
wäre allerdings schön, wenn wir das bald auch am Samstag schaffen
könnten. Zu Beginn profitierte ich vom Unfall meiner beiden
Teamkollegen Alexander Sims und Sam Bird. Später war es wichtig,
eine Lücke auf Jean Karl und Jules heraus-zufahren, denn die
beiden waren sehr schnell.“
Jean Karl Vernay (Signature):
„Ich bin in der Anfangsphase gleich zweimal mit Esteban Gutierrez
anein-ander geraten, danach war mein Seitenkasten hinüber.
Ohne diese Probleme hätte ich auch gewinnen können, aber ich
kann auch mit dem zweiten Platz gut leben.“
Jules Bianchi (ART Grand Prix): „Nach dem Start war ich an
der falschen Stelle und bin bis auf Rang zehn zurückgefallen.
Dann konnte ich mich aber wieder nach vorne kämpfen. Das Duell
mit Jean Karl in den letzten Renn-runden war klasse. Der dritte
Platz bringt mir wieder wichtige Punkte im Kampf um den Titel.“
1. Rennen -
Samstag
Bianchi
gewinnt Regen-Chaos auf dem Norisring
In
einem von einer Regen-Unterbrechung geprägten Rennen der Formel
3 Euro Serie auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring gewann
Jules Bianchi (ART Grand Prix) vor Alexander Sims (Mücke Motorsport)
und Stefano Coletti (Prema Powerteam). Bianchi übernahm die
Führung nach dem Restart, der wegen eines Unfalls in der ersten
Runde und der nachfolgenden Safety-Car-Phase nötig wurde und
fuhr einem sicheren Sieg entgegen. Für den Tabel-lenführer
der stärksten Nachwuchsserie der Welt war es der zweite Saison-sieg
im fünften Rennen des Jahres.
Das Rennen begann mit einem Massenunfall, bei dem insgesamt
fünf Fahrer ausschieden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Rookie
Alexander Sims die Führung inne, doch beim Restart zog sein
Verfolger Bianchi an ihm vorbei und setzte sich vom Feld ab.
Sims hingegen steckte in einem Kampf mit Stefano Coletti,
Esteban Gutierrez (ART Grand Prix) und Roberto Merhi (Manor
Motorsport), in dem sich der britische Rookie schließlich
durchsetzte. Für den Mücke-Piloten war es der erste Podestplatz
in der Formel 3 Euro Serie. Stefano Coletti komplettierte
das Podium.
Jules Bianchi (ART Grand Prix):
„Mein Start war nicht besonders gut, aber mein Restart nach
dem Safety-Car dafür umso besser. Ich habe dann versucht,
eine Lücke zu meinen Verfolgern herauszuarbeiten, was mir
gelungen ist. Mein Auto war gut und ich bin immer noch Führender
der Formel 3 Euro Serie, damit bin ich zufrieden.“
Alexander Sims (Mücke Motorsport):
„Es war komisch, das Rennen nach der Unterbrechung noch einmal
zu star-ten, um noch eine Runde hinter dem Safety Car zu fahren.
Beim Restart nach dem Unfall in der ersten Runde war ich nicht
gut und Jules zog an mir vorbei. Aber was soll’s, ich stehe
zum ersten Mal auf dem Podest in der Formel 3 Euro Serie.“
Stefano Coletti (Prema Powerteam):
„Es war seltsam, für nur noch eine Runde hinter dem Safety-Car
noch einmal loszufahren. Man hätte sich das sparen können
oder sollte noch zwei oder drei Runden mehr fahren. Über den
dritten Platz freue ich mich trotzdem.“
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