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Stunden von Le Mans * 12. - 15. Juni 2003 |
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Der
Sportwagen-Klassiker |
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Doppelsieg für Bentley vor Audi
Ein peinliches
Missgeschick hat die Rekord-Träume des Audi-Piloten Frank Biela
beendet, die britische Nobelmarke Bentley hingegen feierte beim
24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem Doppel-Erfolg den ersten
Sieg seit 1930. Der dreimalige Le-Mans-Sieger Biela, der am Wochenende
mit einem vierten Sieg in Serie bei dem berühmten Langstrecken-Klassiker
Motorsport-Geschichte hätte schreiben können, blieb in
der 29. Runde ohne Benzin im Tank stehen."Es tut mir unheimlich
Leid für das Team", erklärte der 39 Jahre alte Routinier
aus Neuss, "ich bin extrem enttäuscht."
Die erfolgreichsten deutschen Fahrer bei der 71. Auflage des traditionsreichen
Rennens waren der Dortmunder Audi-Pilot Marco Werner auf Platz vier
der Gesamtwertung sowie Lucas Luhr (Koblenz) und Sascha Maassen
(Aachen). Die Porsche-Fahrer holten mit einem 14. Gesamtplatz den
Sieg in der GT-Klasse für seriennahe Sportwagen.
An Stelle von Biela feierte sein Ex-Teamkollege Tom Kristensen am
Sonntag als erster Pilot der Motorsport-Historie den vierten Le-Mans-Sieg
hinter-einander. "Es ist fantastisch, ich freue mich so für
das Team und danke allen, die so hart gearbeitet haben", sagte
der Däne. Ihm gelang sein insgesamt fünfter Erfolg an
der Sarthe. Kristensen gewann zusammen mit seinen Bentley-Partnern
Rinaldo Capello (Italien) und Guy Smith (Großbritannien) nach
377 Runden und über 5000 km vor dem zweiten Team der "Bentley-Boys"
mit dem Australier David Brabham und den Engländern Mark Blundell
und Johnny Herbert. Dahinter folgten zwei R8 von Audi.
Audi, das in den Vorjahren
in Le Mans dominiert hatte, hatte sich nach drei Mehrfachsiegen
2000, 2001 und 2002 als Werksteam zurück gezogen. Diesmal waren
die Ingolstädter als Motorenlieferant fürBentley, das
wie die Ingolstädter zum VW-Konzern gehört, sowie mit
drei privaten Kunden-Teams vertreten. Das Kunden-Team ADT Champion
Racing belegte mit Stefan Johansson (Schweden), JJ Lehto (Finnland)
und Emanuele Pirro (Italien) Rang drei. Der Audi R8 des japanischen
Goh-Teams mit Marco Werner, Seiji Ara (Japan) und Jan Magnussen
(Dänemark) fiel in der Nacht auf Platz vier zurück.
Das ungewöhnliche
Aus für Frank Biela führte zu Spekulationen. Als der Wahl-Monegasse,
der für eines der drei Audi-Kundenteams gestartet war, nach
28 Runden zum planmäßigen zweiten Tankstopp in die Boxengasse
habe einbiegen wollen, habe ihm ein anderes Auto den Weg versperrt,
teilte das Unternehmen am Abend mit. Der Vorjahressieger habe eine
Kollision vermeiden können, aber die Boxeneinfahrt verpasst.
So begann der zu dieser Zeit fünftplatzierte Biela eine weitere
Runde und blieb etwa drei Kilometer vor der Box mit leerem Tank
stehen. "Ich kann es nicht fassen", sagte der ehemalige
Audi-Chef Franz-Josef Paefgen. Sogar die Konkurrenz litt mit. "Frank
hat mein volles Mitgefühl. Ich kann gut nachvollziehen, wie
es einem
Fahrer geht, wenn ihm so etwas passiert", so Bentley-Pilot
Brabham.
Biela, der bis zum ersten
Stopp 13 Runden absolviert hatte, hatteim zweiten Abschnitt fast
15 Runden hinter sich, als er sich den Boxen näherte. Er lief
auf ein Panoz-Fahrzeug auf; ein Überholversuch misslang. "Ich
wollte links vorbei und war überrascht, dass er so gut beschleunigte.
Ich war neben dem Panoz, und plötzlich war die Boxeneinfahrt
blockiert." Biela, der seit 1991 für Audi fährt,
versuchte noch vergeblich, mit Hilfe des Anlassers zur Box zu kommen. |
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