| 19.
Juli 2007: |
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Hamilton
und Alonso - unisono
Bevor die Rivalität eskaliert, gehen Lewis Hamilton
und Fernando Alonso offiziell auf Schmusekurs. Vor dem Großen
Preis von Europa tauschte das McLaren-Mercedes-Duo nach wochenlangen
Nickligkeiten nun auf dem Nür-burgring Nettigkeiten aus.
"Es wäre kein Problem für mich, wenn Lewis Weltmeister
würde", versicherte der zweifache Champion, dass er im
Fall einer Niederlage keinerlei Neidge-fühle empfinden würde.
Q"Dann probiere ich es halt nächstes Jahr wieder."
Der sensationell die WM anführende britische Senkrechtstarter
sagte: "Ich habe ein gutes Verhältnis zu Fernando. Der
Titelgewinn ist mein Traum. Aber wenn es nicht klappt, bringe
ich mich nicht um. Ich bin erst 22."
Britische Medien hatten bereits vom «Bruderkrieg» berichtet,
nachdem sich die beiden Teamkollegen mehrfach verbal an den
Karren gefahren waren. Offensichtlich bremsen sich die beiden
Hochgeschwindigkeits-Protagonisten auf Druck der McLaren-Mercedes-
erantwortlichen nun ein, um sich voll auf das enge Titelrennen
zu konzentrieren und nicht zu riskieren, sich durch ständige
Sticheleien selbst aus der WM-Spur zu bringen.
"Wir haben zwei Lieblingsfahrer", sagte Mercedes-Motorsportchef
Norbert Haug. "Bei dem, der am Ende eines Rennens vorne
ist, kommt mehr Freude auf." Es sei "toll, dass
sich Lewis so prima entwickelt" habe. Aber es sei "auch
klar, dass Fernando als amtierender Weltmeister der Maßstab
ist, den es zu schlagen gilt".
Vor dem zehnten Saisonlauf ist dies Hamilton (70 Punkte) schon
ganz gut gelungen. Zwar weist der Jungspund wie der Titelverteidiger
zwei Siege auf, hat aber dank seiner permanenten Podiumsplatzierungen
bereits zwölf Punkte mehr als der Spanier Alonso (58).
Angesichts der stark aufkommenden Ferrari-Rivalen nach den
beiden jüngsten Grand-Prix-Siegen des Finnen Kimi Räikkönen
in Magny-Cours und Silver-stone wollen Hamilton und Alonso
beim Mercedes-Heimrennen wieder zurück-schlagen.
"Ich hoffe auf die erste Startreihe, um voll auf Sieg
fahren zu können", sagte Hamilton. Andererseits kündigte
er an, die WM-Führung mit einer Mischung aus Angriff und Verteidigung
behaupten zu wollen: "Ich will natürlich gewinnen, aber
ich gehe nicht mehr so ein Risiko wie beim Auftakt ein. Punkte
sind das Wichtigste"»
Der Formel-1-Frischling versicherte, ziemlich entspannt in
die zweite Saison-halbzeit zu gehen: "Vor dem ersten
Grand Prix hatte ich mehr Druck als jetzt." Er sei es
gewohnt, Meisterschaften anzuführen.
Alonso muss sich dagegen erst an seine neue Rolle als Verfolger
gewöhnen. "Es macht keinen großen Unterschied, ob man
der Gejagte oder der Jäger ist", sagte er und maß dem
keine übermäßige Bedeutung bei. Seine beiden Titel seien Vergangenheit.
Wenn er zum dritten Mal Weltmeister werden wolle, müsse er
einfach Rennen gewinnen. "Im WM-Kampf ist es nie leicht:
das war vor zwei Jahren gegen Kimi so und im Vorjahr gegen
Michael Schu-macher", sagte er.
Mit einem Sieg (2005) und einem zweiten Platz nach Pole-Position
(2006) hat der Spanier bewiesen, dass ihm der 5,148 Kilometer
lange Eifelkurs liegt. "Ich bin recht zuversichtlich,
da ich in dieser Saison immer schnell war, abge-sehen von
Bahrain, wo ich ohne Fehler nur Fünfter wurde."
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