| 19.
Juli 2007: |
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Deutsche
Piloten vom Nürburgring begeistert
Große Gefühle in Schwarz-Rot-Gold: Für die deutschen
Formel-1-Fahrer ist das Heimspiel auf dem Nürburgring eine
Herzenssache. Nick Heidfeld machte dort als Dreijähriger seine
ersten Fahrversuche auf einem Zweirad, Ralf Schu-macher schaffte
in der Eifel einen seiner sechs Grand-Prix-Siege und Nico
Rosberg raste bei seinem ersten Auftritt dort vor einem Jahr
gleich in die Punkte.
"Nirgendwo kommen so viele von meinen Fans hin wie zum
Nürburgring", sagte der aus dem etwa 120 Kilometer entfernten
Mönchengladbach stam-mende BMW-Sauber-Fahrer Heidfeld. Grund
genug, den im WM-Klassement besser platzierten Rivalen den
erneuten Kampf anzusagen. "Wir kommen hier mit einem
guten Paket hin. Natürlich wollen wir McLaren und Ferrari
heraus-fordern", sagte Heidfeld bei einer Pressekonferenz.
Für zwei deutsche Mitstreiter wird der Große Preis von Europa
aus einem weiteren Grund ein ganz besonderes Ereignis. Adrian
Sutil wird sich zum ersten Mal in Deutschland seinen Fans
im Renn-Spyker präsentieren, Markus Winkelhock feiert gar
seine Premiere in der «Königsklasse» des Motorsports. "Das
Debüt beim Heimrennen - das ist perfekt", sagte der Sohn
des vor 22 Jahren tödlich verunglückten Formel-1-Piloten Manfred
Winkelhock aus dem schwäbischen Berglen-Steinach. "Es
ist schön, dass Markus mit mir fährt. Ich denke, dass wir
ein gutes Wochenende haben werden", meinte Kollege Sutil.
Die Eifel-Strecke kämpft zwar ums Überleben in der Formel
1 und muss im kommenden Jahr pausieren, doch die deutschen
Piloten bleiben ihr garantiert treu. "Ich verbinde viele
schöne Ereignisse mit dem Kurs", sagt Heidfeld, der jüngst
den Mythos Nordschleife mit den ersten Runden in einem Formel-1-Wagen
durch die Grüne Hölle seit dem Feuerunfall von Niki Lauda
am 1. August 1976 aufleben ließ. "Auf der Hohen Acht
bin ich Schlitten gefahren", erinnert sich "Quick
Nick".
Im BMW-Sauber will er seinen zehnten Platz aus dem Vorjahr
vergessen machen, zumal er 2005 am Nürburgring seine bisher
einzige Pole Position geholt hatte. In diesem Jahr liegt der
30-Jährige vor dem 10. von 17 WM-Läufen mit 33 Punkten auf
Rang fünf. Lewis Hamilton (England/70) führt vor seinem McLaren-Mercedes-Kollegen
Fernando Alonso (Spanien/58). Das Ferrari-Duo Kimi Räikkönen
(Finnland/52) und Felipe Massa (Brasilien/51) weist schon
einen relativ großen Rückstand auf.
"Es ist ein großartiger Kurs, ich mag ihn", sagt
Williams-Pilot Rosberg aus Wiesbaden: "Diese Strecke
ist gut für unser Auto, hier haben wir bessere Chancen, in
die Punkte zu fahren."
Ralf Schumacher würde dem 5,148 km langen Kurs auf einer Skala
von 1 bis 10 eine 9 geben. "Es ist immer ein besonderes
Ereignis für mich", sagt der 32-Jährige, der im rund
70 Kilometer entfernten Kerpen aufgewachsen ist. Hinzu kommt
die lautstarke Unterstützung der Mitarbeiter des Toyota-Renn-stalls,
der seinen Sitz im ebenfalls nahen Köln-Marsdorf hat. "Es
ist auch für das Team ein Heimrennen - das macht es zu einem
ganz speziellen Renn-wochenende für mich und die gesamte Truppe",
erklärt Schumacher, der nach seinem vorzeitigen Aus zuletzt
in Silverstone endlich in die Punkte fahren und auch die BMW-Boliden
angreifen will. "Wenn wir uns noch weiter steigern, können
wir uns vielleicht bald an der Spitze des Mittelfeldes etablieren.
Wir wissen, was wir zu tun haben, damit es läuft."
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