| 08.
Mai 2010: |
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Schumacher
setzt Ausrufezeichen - Vettel top
Michael Schumacher hat pünktlich vor dem Großen Preis von
Spanien ein Ausrufezeichen gesetzt, an Sebastian Vettel kam
der Rekordweltmeister im überarbeiteten Silberpfeil aber nicht
heran. Dem Kerpener fehlten beim Freitagstraining am Ende
fast acht Zehntelsekunden auf Red-Bull-Pilot Vettel, doch
Platz drei dürfte ihm weiteren Mut für den Europa-Auftakt
der Formel 1 machen.
«Es war klar zu erkennen, dass Michael Schumacher mit unserem
für die Europa-Premiere überarbeiteten Auto deutlich besser
und vor allem schneller unterwegs war als zuletzt vor drei
Wochen in China», stellte Mercedes-Motor-sportchef Norbert
Haug fest.
«Freitag ist nicht so wichtig. Da geht es eher im die goldene
Ananas», warnte Vettel vor übereilten Rückschlüssen. Angesichts
des Rückstands auf Vettel, der in 1:19,965 als einziger unter
1:20 Minuten blieb, und den Tageszweiten Mark Webber im zweiten
Red Bull räumte Haug aber auch ein: «Es fehlt noch ein gutes
Stück zur Spitze - die Bäume wachsen nicht in den Himmel.»
Schumachers Teamkollege Nico Rosberg kam mit dem weiterentwickelten
Silberpfeil noch nicht ganz so gut zurecht. Er belegte letztlich
den siebten Rang - 1,306 Sekunden hinter Vettel. «Nico hat
noch etwas Abstimmungs-arbeit vor sich - er kann sich morgen
noch steigern», erklärte Haug, nachdem am MGP W01 der Radstand
für die Rückkehr nach Europa verändert worden war und eine
neue und aufsehenerregende Airbox hinter dem Fahrer Premiere
feierte.
Die getrennten Lufteinlässe wurden vom Überrollbügel etwas
weiter nach hinten und nach unten versetzt. Durch die neue
Airbox-Lösung soll der Motor besser gekühlt und die Luftströmung
auf den Heckflügel verbessert werden. Kein anderes Team hatte
beim Europa-Auftakt der Königsklasse ein derartiges System.
Doch für Vettel und Webber scheint die Luft deswegen nicht
unbedingt dünner zu werden. So wie fast alle anderen Teams
sind auch die Autos der beiden Red-Bull-Kollegen nach dem
China-Rennen überarbeitet worden. «Es war noch ein ziemlicher
Akt, alles anzupassen», sagte Vettel. Seinen vorherigen Worten,
Pole und Sieg auf dem Circuit de Catalunya holen zu wollen,
ließ er schon mal die ersten kleinen Taten folgen. Souverän
raste der Heppenheimer an die Spitze der Tageswertung.
Lokalmatador Fernando Alonso kam im Ferrari auf den vierten
Platz. Lewis Hamilton, Erster im ersten Training am Vormittag,
wurde im McLaren-Mer-cedes Fünfter, Teamkollege und WM-Spitzenreiter
Jenson Button Neunter. Adrian Sutil aus Gräfelfing landete
im Force India einen Platz dahinter, Nico Hülkenberg wurde
nach einem Abflug mit dem Williams 18.
Timo Glock fand sich im Virgin am Ende des Feldes wieder.
Vorne mischte dagegen Schumacher wieder mit. Lob hatte Bruder
Ralf schon nach der ersten Session parat. «Hier im Freien
Training hat man eben schon gesehen, dass das Ganze schon
viel besser aussieht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich
dieses Jahr noch einige entschuldigen werden», sagte Ralf
Schumacher im TV-Sender Sky.
In der WM-Wertung hat Michael Schumacher vor dem 5. Saisonlauf
und seinem 255. Grand Prix am 9. Mai als Zehnter zehn Punkte
auf dem Konto. Teamkollege Rosberg ist Zweiter mit 50 Zählern
hinter Button (60). Alonso, der sein Heimrennen nach 2006
unbedingt wieder gewinnen will, ist Vierter, punktgleich mit
Hamilton (49). Vettel folgt auf Platz fünf (45).
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