| 04.
Februar 2010: |
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Mercedes
GP holt Heidfeld als Formel-1-Testpilot
Die Hoffnung auf ein Stamm-Cockpit hat sich zerschlagen, aber
als Ersatz- und Testpilot bleibt «Quick Nick» der Königsklasse
erhalten. Mercedes Grand Prix hat erwartungsgemäß die Verpflichtung
von Nick Heidfeld als Reservist für Rekord-Champion Michael
Schumacher und Nico Rosberg für diese Formel-1-Saison bekanntgegeben.
«Natürlich wäre mir ein Platz als aktiver Fahrer lieber gewesen,
aber ich bin stolz, zum Silberpfeil-Team zu gehören», sagte
Heidfeld. Mercedes-Motor-sportchef Norbert Haug sprach von
einer weiteren Verstärkung des Teams: «Wir kennen einander
seit vielen Jahren und ab 1997 wurde Nick von uns als Fahrer
unseres Junior-Teams unterstützt.»
Nach dem Rückzug von BMW hatte Heidfeld vergeblich auf einen
festen Sitz beim Nachfolgeteam Sauber, Renault und einigen
anderen Rennställen spe-kuliert. Auch der Traum, bei Mercedes
Grand Prix als zweiter Fahrer neben dem schon lange feststehenden
Rosberg geholt zu werden, hatte sich nicht erfüllt. Der Stuttgarter
Konzern krönte das Comeback der Silberpfeile mit dem Coup,
PS-Pensionär Schumacher nach drei Jahren Pause zu reaktivieren.
So blieb der Abstieg zum Ersatz- und Testpiloten für den 32
Jahre alten Mönchen-gladbacher die einzige Alternative.
Heidfeld gewann in zehn Jahren Formel 1 keinen einziges Grand
Prix. In ins-gesamt 167 Rennen für die Teams Prost (2000),
Sauber (2001 - 2003), Jordan (2004), Williams (2005) und BMW
Sauber (2006 - 2009) stand er zwölfmal auf dem Podium. Als
WM-Fünfter erreichte «Quick Nick» 2007 sein bestes G-esamtresultat.
Angesichts der stark limitierten Testtage werden sich Heidfeld
wohl kaum Ge-legenheiten für viel Fahrpraxis bieten, zumal
Schumacher wegen seiner langen Pause jeden Kilometer nützen
will und auch für Rosberg nach dem Umstieg von Williams bei
den Schwaben alles neu ist. «Ich habe erlebt, wie engagiert
jeder im Team ist und mir geht es genauso. Ich werde Michael
und Nico nach Kräften unterstützen», kündigte der zweifache
Familienvater seine volle Unter-stützung für das Stamm-Duo
an.
Sollte einer der beiden ausfallen, wäre er der Nachrücker.
Teamchef Ross Brawn bezeichnete es als eine große Freude,
«einen Fahrer vom Kaliber und mit der Erfahrung von Nick Heidfeld
als Ersatz- und Testfahrer für 2010 im Team zu haben». Er
sei sich sicher, dass dieser einen Beitrag zur Entwicklung
des MGP W01 leisten werde.
Haug führte es auch auf die Umstände zurück, dass der ehemalige
Mercedes-Junior in der Formel 1 nicht «den absoluten Durchbruch»
geschafft habe: «Aber Nick kann was, das wird er bei uns einbringen
und beweisen.» Heidfeld durfte nach dem Titelgewinn in der
deutschen Formel 3-Meisterschaft 1997 erstmals einen McLaren-Mercedes
testen. Für das britisch-deutsche Team war er 1998 und 1999
Testfahrer. In beiden Jahren bewies er sein Talent in der
höchsten Nachwuchsklasse Formel 3000, der heutigen GP2: Nach
der Vizemeister-schaft holte er 1999 den Titel und löste damit
das Ticket für die Formel 1.
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