| 16.
Dezember 2011: |
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Hülkenberg
bei Force India drin, Adrian Sutil draußen
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Was lange währte, wurde für Nico Hülkenberg besonders gut.
Nach einer wochenlangen Hängepartie hat der Formel-1-Rennstall
Force India die Rück-kehr des 24 Jahre alten Emmerichers ins
Renncockpit bestätigt. In der näch-sten Saison wird der bisherige
Ersatzpilot Hülkenberg seinen Landsmann Adrian Sutil bei dem
indischen Team ersetzen.
«Ich freue mich natürlich sehr, dass ich bei Sahara Force
India bleibe und die Chance bekomme, im nächsten Jahr wieder
Rennen zu fahren», sagte Hül-kenberg: «Ich bin extrem motiviert
für 2012.» Auch die Konkurrenz freute sich über die Nachricht.
«Es ist großartig, Nico wieder zurück im Formel-1-Starter-feld
zu haben», twitterte umgehend Landsmann und Kontrahent Timo
Glock von Marussia.
An Hülkenbergs Seite wird Paul di Resta in seine zweite Saison
in der Formel 1 und bei Force India gehen. «In Paul und Nico
haben wir zwei extrem talen-tierte Fahrer mit einem enormen
Potenzial», sagte Teamchef und -Mitbesitzer Vijay Mallya in
einer Presseerklärung. Zugleich lobte er den scheidenden Sutil,
für den der Weg wohl zum britischen Traditionsteam Williams
führen dürfte. Dort ist ein Platz noch frei, eine Verlängerung
des Vertrags von Rennoldie Rubens Barrichello gilt als unwahrscheinlich.
«Für mich stand schon seit längerem fest, dass es Zeit für
eine neue Heraus-forderung ist. In den nächsten Tagen und
Wochen werden wir alle Möglich-keiten prüfen und schauen,
wo wir 2012 landen», sagte Sutil der Nachrich-tenagentur dpa
nach der Bekanntgabe, die immer wieder ver- und auch auf-geschoben
worden war. «Nach für mich fünf sehr erfolgreichen und spannenden
Jahren bei Force India möchte ich mich insbesondere bei Vijay
ganz herzlich für sein Vertrauen und seine Unterstützung bedanken»,
betonte Sutil.
«Unsere neue Fahrerpaarung bedeutet, dass wir Adrian Sutil
'Goodbye' sagen müssen», meinte Mallya und lobte den 28-Jährigen,
der zuletzt beim Saison-finale bis auf den sechsten Rang gerast
war, als wichtigen Bestandteil «un-seres Erfolges in den vergangenen
vier Jahren. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.»
Mit der Bekanntgabe der Force-India-Fahrer für 2012 werden
die freien Plätze auf dem Pilotenmarkt noch rarer. Von den
klangvolleren Team-Namen bietet praktisch nur noch Williams
eine offene Stelle. Die vier Top-Teams haben ihre Fahrer längst
bestätigt. Lotus Renault, das künftig nur noch Lotus heißt,
wechselte ebenso wie Toro Rosso seine Paarungen komplett.
Bei Force India verdiente sich Hülkenberg seine Sporen als
Freitagsfahrer. Der Rheinländer durften meist beim Training
ran. Mehr war allerdings auch nicht drin. Zum ersten Mal in
seiner bis dahin stetig aufsteigenden Karriere absol-vierte
er kein Rennen. Es reichte aber, um die Chance auf die Rückkehr
zu bekommen. «Obwohl er nur wenig Zeit im Auto hatte, hat
er uns überzeugt, ihm einen Rennsitz für 2012 zu geben», sagte
Mallya über Hülkenberg, der 2010 in seiner ersten und bislang
einzigen Formel-1-Rennsaison die Pole in Sao Paulo geholt
hatte. Und Hülkenberg selbst würde am liebsten sofort den
nächsten Gang einlegen. «Der erste Test in Jerez kann gar
nicht schnell genug kommen», meinte er. Bis mindestens zum
7. Februar muss sich «Hulk» allerdings noch in Geduld üben.
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