| 03.
Februar 2010: |
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Schumacher:
«Im Hintertreffen» - Ferrari top
Erst ein Hydraulikschaden, dann mahnende Worte von Michael
Schumacher: Der Rekord-Weltmeister sieht sich mit dem neuen
Silberpfeil noch «im Hinter-treffen» und nicht als Siegkandidat
für die ersten Saisonrennen.
«Ich gehe davon aus, dass wir nicht unbedingt gleich die ersten
Rennen ge-winnen können und es ist möglich, dass wir ein bisschen
Zeit dafür brauchen», sagte Schumacher. Kurz zuvor hatte er
den neuen Mercedes vorzeitig in der Teamgarage abstellen müssen.
«Ich würde denken, dass wir leicht im Hinter-treffen sind»,
sagte Schumacher, der letztlich in der nur bedingt aussagekräf-tigen
Zeitentabelle wie schon am 1. Februar auf Rang drei landete.
Während der siebenmalige Weltmeister vor einem Mercedes-Truck
die Leis-tungsfähigkeit des neuen Silberpfeils analysierte,
gab Rivale Fernando Alonso auf dem Circuit Ricardo Tormo unbeirrt
und immer noch Gas. Nach den Tages-bestzeiten durch Teamkollege
Felipe Massa an den Vortagen legte auch er im Ferrari die
schnellste Runde hin. In 1:11,470 Minuten war der zweimalige
Weltmeister aus Spanien vor der beeindruckenden Testkulisse
von 36 400 Zuschauern fast eine Sekunde (0,968 Sekunden) schneller
als «Schumi».
Insgesamt absolvierte Alonso 127 Runden, Tagesrekord. Die
zweitmeisten drehte Nico Hülkenberg im Williams. Nur weniger
schnell. Der Stammpiloten- Neuling aus Emmerich belegte den
siebten und damit letzten Rang mit über zwei Sekunden mehr
auf dem Zeitkonto.
Man sehe, dass so ziemlich jeder der Konkurrenten seine Hausaufgaben
ge-macht habe, meinte Schumacher, nannte sein Ex-Team Ferrari
dabei aber nicht explizit. «Ich glaube, dass es schwierig
ist anhand der Daten und Infos jetzt schon zu sagen, dass
wir ein Siegerauto haben», betonte Schumacher. Es sei auch
nicht wichtig, «das erste Rennen oder die ersten Rennen zu
gewinnen», erklärte der 41-Jährige, der in seiner einmaligen
Karriere schon 91 Grand-Prix als Erster beendete. «Es ist
wichtig, gute Punkte zu holen», meinte er. «Dann müssen wir
gucken, dass wir unseren Akt zusammenbekommen, so dass wir
in der Saison konkurrenzfähig sind, um am Ende um die Meister-schaft
kämpfen zu können.»
Schließlich hat Schumacher mit dem Ziel WM-Titel bei Mercedes
angeheuert und damit seine dreijährige Pause nach seinem bis
dato letzten Rennen am 22. Oktober 2006 beendet. Am 1. Februar
fuhr Schumacher zum ersten Mal seit dem 16. April 2008 wieder
in einem aktuellen Formel-1-Auto. 40 Runden in anderthalb
Stunden zum Auftakt, nun waren es 82 - bis zum abrupten Ende.
Auf dem kürzesten Weg und mit geringer Geschwindigkeit rollte
Schumacher mit dem MGP W01 in die Box.
«Wenn man eine Meisterschaft gewinnen möchte, muss man gleich
zu Beginn zuverlässig sein», betonte Schumacher. Der Rückkehrer
stellte jedoch klar, dass das späte Leck in der Hydraulik
nach den «sehr vielen Runden» in den drei Tagen zusammen mit
Rosberg ihm «überhaupt keine Kopfschmerzen» bereite.
Hingegen gab es noch leichte Probleme mit seinem Helm. Schumacher
be-richtete von relativ starken Vibrationen durch den Kopfschutz.
Durch Fein-justierungen sollte das aber schnell in den Griff
zu bekommen sein. Die Arbeit am Wagen dürfte ebenfalls mit
Hochdruck weitergehen. «Das Wichtige ist, dass man ein Auto
hat, mit dem man keine triftigen Probleme hat», meinte Schumacher.
Diese hatte er nicht in Valencia. Schon in einer Woche stehen
die nächsten vier Testtage in Jerez auf dem Programm. Es bleibt
abzuwarten, ob Schumacher mit seiner Prognose letztlich recht
behalten wird. Am 14. März nach dem Rennen in Bahrain wird
man es wissen.
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