| 21.
Juli 2010: |
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Michael
Schumacher - WM-Titel abgehakt
Michael Schumacher hat seine Titelambitionen abgehakt, zumindest
für diese Saison. «Was ganz klar der Fall ist: Ich brauche
mich mit der WM in diesem Jahr nicht mehr auseinanderzusetzen»,
sagte der 41 Jahre alte Formel-1-Rekordchampion am Donnerstag
in Silverstone.
Nach lediglich 34 Punkten aus den ersten neun Rennen und einem
Rückstand von 93 Zählern auf WM- Spitzenreiter Lewis Hamilton
wollte der Mercedes-Star aber weder ein persönliches noch
ein Team-Fazit nach Saison-Halbzeit ziehen. Stattdessen richtet
er bereits den Blick auf das Projekt 2011. Man müsse auch
in den kommenden Rennen für nächstes Jahr lernen, forderte
Schumacher. Und da habe er nun ein bisschen mehr Zeit, sagte
er angesichts des zu gro- ßen Rückstandes auf die vorderen
Rängen.
Der siebenmalige Weltmeister betonte aber zugleich, dass seine
Motivation und auch seine Herangehensweise unter der aktuellen
Situation nicht leiden würden. «Es heißt ja nicht, dass ich
vom Fahren und Arbeiten etwas anders mache», stellte Schumacher
klar. Und auch das sagte er: «Ich fahre auf dem Level, mit
dem ich glücklich bin.»
Es sei für das Team absolut wichtig, noch so viele Punkte
wie möglich zu holen. Schließlich sitzt dem deutschen Werksrennstall,
der vor dem Großen Preis von Großbritannien mit 109 Punkten
lediglich Rang vier in der finanziell entscheidenden Konstrukteurswertung
belegt, Renault (89) im Nacken. An die führenden Teams McLaren-
Mercedes (248) und Red Bull (218) sowie Ferrari (165) kommen
Schumacher und sein Silberpfeil-Teamkollege Nico Rosberg nicht
ran.
«Ich würde auch gern um Podiumsplätze und Siege kämpfen»,
räumte der Wiesbadener Rosberg ein. Immerhin zweimal wurde
Rosberg in dieser Saison schon Dritter. Schumacher gelang
nicht mal das. Alle Versuche, den Wagen schneller zu machen,
brachten bislang nicht den entscheidenden Fortschritt. Vor
allem mit den Reifen kommt der silberne Renner nicht zurecht.
«Es gibt keinen Bereich, in denen sie gut sind», sagte Rosberg.
Vor gut zwei Wochen erreichte das Team dann einen Tiefpunkt.
Rosberg wurde in Valencia 10., Schumacher gar nur 15. In Silverstone
wollen sie die Kurve kriegen, schließlich wartet danach das
«grandiose» (Schumacher) Heimspiel auf dem Hockenheim-ring
für das Mercedes-Team.
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