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24. August:

Renault: Heidfeld raus, Senna rein

Ernüchternde Nachricht für alle Heidfeld-Fans. Lotus Renault setzt in Belgien auf Bruno Senna, den Neffen des dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna. Wie es danach für den Deutschen weitergeht, ist offen. Laut Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan gilt der Wechsel für die gesamte Saison.

Schwarze Flagge für Nick Heidfeld von Lotus Renault. Der Formel-1-Rennstall teilte in einer gerade mal sechszeiligen Presseerklärung mit, dass man erfreut sei bekanntzugeben, dass Bruno Senna an diesem Wochenende beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps an der Seite von Witaly Petrow an den Start gehen werde. Weitere Details sollen an diesem Donnerstag bekannt-gegeben werden. Bruno Senna, Neffe der 1994 verstorbenen Formel-1-Legende Ayrton Senna, werde dann auch bei der offiziellen FIA-Pressekonferenz sein.
Der Brasilianer hatte seinen bis dato letzten Renneinsatz im Saisonfinale 2010 für HRT.

Heidfelds Management war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu er-reichen. Seitdem die Spekulationen über eine Ablösung des 34 Jahre alten Mönchengladbachers durch Aussagen von Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan richtig Fahrt aufgenommen hatten, äußerten sich weder Heidfeld noch sein Manager. Laut Jordan soll der Wechsel für die gesamte Saison gelten. Heidfeld könnte damit schlimmstenfalls vor dem Karriere-Aus stehen.

Dass der in 183 Rennen noch immer sieglose Pilot bei einem aussichtsreichen Team im kommenden Jahr anheuern könnte, gilt als unwahrscheinlich. Bereits in der Saison 2010 hatte sich Heidfeld gewissermaßen nur durch Aushilfsjobs in der Szene gehalten. Zuerst als Test- und Ersatzfahrer für MercedesGP, dann als Tester für den Reifenrückkehrer Pirelli. Auch vor der laufenden Saison stand "Quick Nick" ohne Stammcockpit da, bis sein ehemaliger BMW-Mitstreiter Robert Kubica Anfang Februar bei einer Rallye in Italien schwer verunglückte. Lotus Renault engagierte daraufhin den erfahrenen Heidfeld, der als guter Ent-wickler gilt und auch fahrerisch häufig Glanzlichter setzen konnte.

Nach einem vielversprechenden Start und Platz 3 in Malaysia wurde aber zunehmend Kritik von der Teamführung laut. Derzeit ist Heidfeld dennoch besser platziert (8./34 Punkte) als Stallrivale Petrow (9./32). Für Heidfeld ist der Kampf um seinen Platz in der Formel 1 nichts Neues. Seit seinem Debüt 2000 musste der sympathisch-ruhige Rheinländer immer wieder um seine Zukunft in der Königsklasse zittern. Während seiner Zeit bei Williams teilte ihm Frank Williams einmal erst fünf Minuten vor der Präsentation mit, dass er auf ihn setzt. Diesmal scheint es aber für Heidfeld mehr als fünf nach zwölf zu sein.

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