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08. März 2010:

Titel für Vettel wegen Schumi nicht mehr wert

Für Vizeweltmeister Sebastian Vettel wäre der Titelgewinn in der kommenden Formel-1-Saison trotz der Rückkehr von Michael Schumacher nicht noch mehr wert. «Für mich ist jeder auf der Strecke ein Konkurrent, egal, welchen Namen er trägt oder welcher Nationalität er ist», sagte Vettel in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Dass Formel-1-Promotor Bernie Ecclestone im WM-Kampf auf ihn tippt, em-pfindet Red-Bull-Pilot Vettel als «große Ehre».«Ich hoffe, dass er am Jahres-ende Recht behalten hat», sagte Vizeweltmeister Vettel in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. Als siebenmaligen Weltmeister traue man Schumacher natürlich viel zu, «aber man muss auch abwarten, wie konkur-renzfähig sein Auto ist», sagte Vettel vor dem Großen Preis von Bahrain.

Von verschärften Duellen mit dem rund 19 Jahre älteren Rückkehrer und Re-kordweltmeister Schumacher auf der Strecke geht Vettel nicht aus. «Das hat eigentlich nichts mit dem Alter zu tun, auf der Strecke ist jeder ein Konkurrent, den man schlagen will», sagte der 22-jährige Heppenheimer, der seinem Renn-wagen übrigens den Namen «Luscious Liz» (Leckere Liz) gab.

Warum, denken Sie, setzt Bernie Ecclestone wohl auf Sebastian Vettel als Formel-1-Weltmeister 2010? Vettel: «Es ist eine große Ehre. Ich hoffe, dass er am Jahresende Recht behalten hat, aber wenn Sie wissen wollen warum, müs-sen Sie ihn schon selber fragen.»

Was spricht denn aus Ihrer Sicht für Sie? Vettel: «Ich rede eigentlich nicht gerne über mich selbst, ich überlasse das lieber anderen.»

Ist der Titelgewinn in diesem Jahr noch höher einzustufen, weil es bedeutet, auch Michael Schumacher geschlagen zu haben? Vettel: «Nein, für mich ist jeder auf der Strecke ein Konkurrent, egal, welchen Namen er trägt oder wel-cher Nationalität er ist.»

Welchen Eindruck haben Sie von ihrem neuen Auto - das Vorgängermodell diente dem ein oder anderen Designer gegnerischer Teams ja zumindest als Inspiration...? Vettel: «Ich habe einen sehr positiven Eindruck. Ich hoffe, mein Bauchgefühl stimmt. Richtig, mir sind auch einige Sachen aufgefallen, die wir an unserem letztjährigen Auto hatten, die nun plötzlich bei anderen Teams auf-tauchen. Ich sehe das als Kompliment.»

Wer sind Ihre Hauptkonkurrenten? Vettel: «Ich beobachte die Konkurrenz ge-nau und nicht zu unterschätzen sind McLaren, Ferrari und Mercedes, aber auch andere können überraschen.» Wer könnte denn noch für eine Über-raschung sorgen? Vettel: «Das ist das schöne, dass man nie weiß, wer wie stark sein wird, wir müssen bis zum ersten Rennen warten, wo alle die Hosen runter lassen...»

15 Grad und Wasser auf der Strecke bei den Tests in Jerez, Temperaturen um 30 Grad und Sand in Bahrain - wie sehr konnten Sie das Auto überhaupt schon auf den Auftakt abstimmen? Vettel: «Vor dem Hintergrund, dass die Wetter-bedingungen in Jerez alles andere als ideal waren, war für uns der Test in Barcelona umso wichtiger. Trotzdem liegen wir gut im Zeitplan, und dadurch, dass wir in Valencia nicht getestet haben, haben wir in Barcelona einen Zusatztag bekommen, was sehr gut war.»

Was muss bis zum ersten Freien Training an Feintuning noch geleistet wer-den? Vettel: «Im Prinzip geht es darum, die einzelnen Fahrzeugkomponenten aufeinander abzustimmen, das richtige Set-up zu finden und zu optimieren und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.»

Was trauen Sie Michael Schumacher zu? Vettel: «Als siebenmaligen Welt-meister traut man ihm natürlich viel zu, aber man muss auch abwarten, wie konkurrenzfähig sein Auto ist.»

Werden die Duelle noch härter - einen Rekordweltmeister, der aus der «Rente» zurückgekommen ist, will man doch erst recht nicht vorbeilassen, oder? Vettel: «Das hat eigentlich nichts mit dem Alter zu tun, auf der Strecke ist jeder ein Konkurrent, den man schlagen will.»

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