| 18.
Juli 2007: |
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Formel
1-Premiere für Markus Winkelhock beim
Heimspiel
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Mit
27 Jahren und 39 Tagen feiert Markus Winkelhock am 22.
Juli sein Debüt in der Formel 1, doch weitere Auftritte
sind vorerst nicht geplant. "Das Debüt beim Heimrennen
- das ist perfekt. Ein Traum wird für mich wahr. Es ist
aber auch vorerst eine einmalige Sache", sagte der
Pilot aus Berglen-Steinach. Der Sohn des 1985 tödlich
verunglückten Manfred Winkel-hock wird das freie Spyker-Cockpit
beim Großen von Europa auf dem Nürburgring neben Landsmann
Adrian Sutil bekommen, wie der niederlän-dische Rennstall
bestätigte. |
"Mein Telefon steht nicht mehr still", meinte Winkelhock.
22 Jahre nachdem Vater Manfred bei einem schweren Unfall bei
einem Sportwagen-Rennen im kanadischen Mosport gestorben war,
schreibt Sohn Markus nun ein weiteres Kapitel der Motorsport-Geschichte
der Familie Winkelhock. Sein Onkel Joachim fuhr ebenfalls
Formel-1-Wagen, konnte sich aber nie für ein Rennen qualifizieren.
"Es ist schon was ganz besonderes, der Dritte in der
Familie zu sein und die Tradition fortzusetzen", sagte
Markus der Deutschen Presse-Agentur dpa. Jegliche Gedanken
an den Unfall seines Vaters blende er aber aus. Schnell wollte
er sich mit seinen Teamkollegen Sutil aus dem bayrischen Gräfelfing
zusammensetzen und Tipps für sein Debüt holen. Denn all zu
viel Zeit hat Winkelhock in diesem Jahr nicht in dem orangenen
Flitzer verbracht.
"Es waren zweieinhalb Stunden, die ich getestet habe.
Natürlich bin ich auch aufgeregt", gab Winkelhock zu,
der zuletzt auch wieder beim Deutschen Tourenwagen-Masters
DTM im Einsatz war. Zumindest mit der Strecke kenne er sich
aber bestens aus, sagte er mit Blick auf den Traditionskurs
in der Eifel.
Dort wird er als fünfter Deutscher an den Start neben seinem
Teamkollegen Sutil, Ralf Schumacher (Toyota/Kerpen), Nico
Rosberg (Williams/Wiesbaden) und Nick Heidfeld (BMW-Sauber/Mönchengladbach)
fahren.
"Ich freue mich schon auf das Freitagstraining",
betonte Winkelhock, dessen später Sprung in die Königsklasse
des Motorsports als Testfahrer für den Spyker-Vorgänger Midland
im vergangenen Jahr begann. Dass er nun - vorerst einmal -
den Platz des entlassenen Niederländers Christijan Albers
einnimmt, ist aber auch für den Rennstall ein Gewinn. Denn
mit zwei deutschen Fahrer als niederländisches Team beim einzigen
Rennen in Deutschland in diesem Jahr anzutreten, dürfte das
öffentliche Interesse auf das ansonsten am Ende des Feldes
platzierte Spyker-Team um ein vielfaches verstärken. Um das
Cockpit zu bekommen, musste Winkelhock zudem die notwendigen
Spon-sorengelder auftreiben.
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