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04.08.2006 - RTS-Info:

RTS-Piloten auf dem Weg zur Rallye-WM

Am kommenden Wochenende findet zwischen Trier, Baumholder und St. Wendel der Rallye-Weltmeisterschaftslauf, die OMV ADAC Rallye, statt. Mit gleich drei Piloten geht das RTS-Team an den Start: Der 20jährige Youngster Stefan Schneppenheim wird mit dem Saarländer Jörn Limbach im PointS - Mitsubishi Lancer EVO VIII an den Start gehen. Zwei weitere saarländische Teams werden das Feld bereichern: Frank Lauer wird mit Kendra Stockmar im RTS-BMW 120d und Marc Ludwig mit Ekkehard Schmidt werden im RTS-Opel Astra Diesel die Premiere der Dieselfahrzeuge in der Rallye-WM feiern.


Nachdem bereits Stefan Schneppenheim im vergangenen Jahr mit einem von RTS eingesetzten Suzuki Ignis Sport unterwegs war, kann er in diesem Jahr in seinem neuen Arbeitsgerät, dem Lancer, Erfahrungen auf WM-Niveau sammeln. Dabei hat sich Schneppi zum Ziel gesetzt, dass "wir auf jeden Fall in diesem Jahr ins Ziel kommen möchten".

Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung für den gerade 19jährigen Piloten am zweiten Tag bereits nach einem Unfall beendet. "Wir werden die Veran-staltung diesmal bedacht beginnen", erklärt Schneppi, " und dann mal schauen, wo wir am Ende des ersten Tages stehen. Ich glaube nicht, dass wir den Speed von Florian Auer um jeden Preis mitgehen werden. Wichtig für uns ist, das Auto ganz zu lassen und Erfahrungen zu sammeln".

Mit Jörn Limbach hat der 20jährige Heißsporn einen erfahrenen Beifahrer, der die Tücken der Rallye bestens kennt: "Sollte es weiter so wechselhaft bleiben, wird es auf dem Truppenübungsplatz Baumholder natürlich ein wenig Tricky. Gerade der feine Staub, der sich dort auf der Strecke befindet, wird mit Regen vermischt zu einem wahnsinnigen Schmierfilm. Da muss man vorsichtig sein und eine saubere Linie fahren."

Beide freuen sich schon riesig auf ihr gemeinsames WM-Debüt. "Der Mitsubishi Lancer ist einfach ein geniales Sportgerät, mit dem man in der seriennahen Klasse N4 gute Ergebnisse erzielen kann. Mit dem Auto macht es einfach Spaß auf diesen tollen Wertungprüfungen unterwegs zu sein", erklärt Stefan Schneppenheim.

Ebenso ist der Saarländer Marc Ludwig voller Vorfreude. Im Jahr 2000 hat der 31jährige letztmalig den WM-Lauf bestritten - damals war die Deutschland-Rallye noch Bestandteil der Europameisterschaft. Für den RTS-Opel wird es eine Weltpremiere: Erstmalig wird ein Diesel-Opel in einem Rallyeweltmeister-schaftslauf eingesetzt.

"Es war schon immer mein Traum, einen WM-Lauf zu fahren. Da die OMV ADAC Rallye sich ja sprichwörtlich vor unserer Tür befindet lag die Ent-scheidung auf der Hand. Unser Einsatzgerät wird der von RTS aufgebaute Opel Astra GTC tdci sein, der bereits mit Matthias Beckwermert erfolgreich in den HJS Diesel Rallye Masters eingesetzt wird. Das Auto hat rund 180 muntere Diesel-PS. Wir sind gespannt, wie sich der "Heizöl-Brenner" auf den verschiedenen Etappen bewegen lässt", erläutert Marc Ludwig vor der Veran-staltung. Begleitet wird Marc Ludwig von Ekkehard Schmidt. Für den 60jährigen geht damit auch ein Traum in Erfüllung: "Mit 33 Jahren im Rallye-sport stellt diese Veranstaltung sicherlich das Highlight dar. Ich hoffe, dass wir und der Opel die 3 Veranstaltungstage gut überstehen. Jedenfalls freuen wir uns beide wie zwei kleine Kinder auf Weihnachten."

Nach vielen Jahren Abstinenz im Rallyesport kehrt einer der schnellen Cinquecento-Piloten wieder in die Rallye-Szene zurück. Frank Lauer, der seiner Zeit mit Karl-Heinz Kling, Niki Schelle und Wolfgang Müller um Bestzeiten kämpfte, wird mit Kendra Stockmar starten. Arbeitsgerät ist der bewährte RTS-BMW 120d sein, der im Rahmen der HJS Diesel Rallye Masters eingesetzt wird.

"Wir haben das Auto erstmals im Wettbewerbseinsatz vor 2 Wochen bei der Rallye Lebacher Land getestet. Anfänglich hatte ich mit dem BMW so meine Problemchen, da das Drehzahlband, in dem die optimale Leistung zur Ver-fügung steht, relativ gering ist. Aber nach ein paar Kilometern konnte ich damit umgehen und es kam dann auch richtiger Fahrspaß im Auto auf", erklärt der Routinier Lauer.

Begeistert zeigte er sich auch von seiner Beifahrerin Kendra Stockmar: "Ich finde es Klasse, wie gut das mit dem Vorlesen des Schriebs geht. Da ich einige Sachen doch anders aufschreibe als ihr Bruder Christian war es für Kendra schon eine größere Umstellung, was sie aber gut gemeistert hat. "Auch mir macht es einen heiden Spaß. Und wenn ich mir vorstellen, dass wir nicht nur 35 sondern 350 WP-Kilometer fahren, dann wird das ne super Sache", freut sich Kendra auf die bevorstehenden Rallye-Tage.

Auch Tim Dämgen wird als 18jähriger Youngster des ADAC Mittelrheins an den Start gehen. Gemeinsam mit Daniel Gemmer wird er als Vorauswagen einen Suzuki Ignis Sport pilotieren. Neben Tim werden auch seine RTS-Kollegen vom ADAC Saarland Rallye Team ins Lenkrad greifen: Patrick Anglade, Domink Port und Johannes Leidinger werden abwechselnd einen Dacia Logan als Vorausfahrzeug über die Prüfungen bewegen.

 
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