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Motorsport-News
Rallye-News
02.10.2003


Schwarz und Hyundai bei Rallye San Remo nicht am Start

Am dritten Oktober-Wochenende hätte der deutsche Rallye-Profi Armin Schwarz (Oberreichenbach) auf Korsika seinen 100. WM-Start feiern können. Danach sieht es nach Lage der Dinge im Augenblick aber nicht aus. Alle An-zeichen sprechen hingegen dafür, dass für den 40jährigen Mittelfranken das vorzeitige Karriere-Ende naht.

In seinem Hyundai-Team ist die Situation eskaliert. Das koeranisch-englische Team startet nämlich nicht beim 11. WM-Lauf in Italien am Wochenende. Nach wochenlangen Vertragsquerelen zwischen dem koreanischen Automobil-hersteller Hyundai und dem für die WM-Einsätze verantwortlichen Team von Motor Sport Developments (MSD) im englischen Milton Keynes blieben die beiden Rallye-Accent auf der britischen Insel. Weil Hyundai den Geldhahn für MSD zudrehte, musste MSD die Belegschaft nach Hause schicken und auf einen Start in San Remo verzichten. In der italienischen Blumenstadt an der Riviera wäre Schwarz zum 99. Mal bei einem WM-Lauf gestartet, nun weilt er bei der Rallye in der Nähe seiner Wahlheimat Monaco, wie er auf seiner Home-page schreibt, als Kommentator für RTL.

"Ich kann MSD verstehen. Wenn kein Geld da ist, können sie auch keine Rallyes bestreiten", sagte Schwarz. "Ich verstehe aber nicht, dass es soweit kommen musste. Es wird, so wie es jetzt aussieht, für mich in diesem Jahr mehr keinen WM-Einsatz mehr auf dem Accent geben"

Auf seiner Website schreibt Schwarz weiter: "Als Kommentator darf ich jetzt mal was sagen, was nicht direkt aus dem Cockpit kommt: Ich gluabe die FIA geht derzeit nicht sehr glücklich mit der Rallye-WM um. Das Hin und Her um den dritten Fahrer und um die Anzahl der WM-Läufe sowie um den Durchführung-Modus der WM-Rallyes verunsichert und verärgert die Automobil-Hersteller. Ich hoffe für uns alle, der Ausstieg von Hyundai bleibt der einzige."

Am 19. September verkündete Hyundai, derzeit mit 12 Punkten auf dem sechsten und letzten Platz der Marken-WM, zum Ende der Saison den Rückzug aus der WM und eine zweijährige Pause an. Die noch ausstehenden vier WM-Läufe 2003 sollten aber auf jeden Fall noch bestritten werden. Der Startverzicht in Italien widerlegt diese Aussage. Obwohl MSD die Wettbe-werbsfahrzeuge für den 11. Lauf zuhause ließ, hofft Teamchef David Whitehead darauf, wenigstens noch bei den drei letzten WM-Läufen auf Korsika, in Spanien und in Großbritannien starten zu können. "Es ist unser Wunsch, dort zu starten. Wir arbeiten an einer Lösung, unsere Auto für den Rest der Saison an den Start bringen zu können", erklärte Whitehead. In diesem Fall könnte Schwarz seinen 100. WM-Start beim 13. Lauf am letzten Okotober-Wochenende in Spanien feiern.

Die Automobilsporthoheit FIA muss sich nun mit einem Novum befassen. Erst-mals geht ein eingeschriebenes Werksteam nicht an den Start. Da sich aber alle sechs WM-Teams für eine komplette Saison mit derzeit 14 WM-Läufen verpflichtet haben und Hyundai dieser Verpflichtung in San Remo nicht nach-kommt, muss Hyundai nun mit einer noch nicht näher bestimmten Strafe durch die FIA rechnen.

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