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Ford Deutschland-Info:
Kremer: Premiere
auf finnischem Schotter
Ford-Werksfahrer Armin Kremer reist hoch motiviert zum nächsten Einsatz
in der Rallye-Weltmeisterschaft. Nach seinem Sieg bei der Eifel-Rallye,
einem Lauf zur Deutschen Meisterschaft, treten der amtierende Europameister
und sein Beifahrer Dieter Schneppenheim im Ford Focus RS WRC auf den
Schot-terstrecken der Rallye Finnland (8. bis 11. August) gegen mehr
als 30 Kon-kurrenten in ihrer Klasse an. Für das deutsche Duo ist
es der erste Einsatz bei dem finnischen Rallye-Klassiker, der unter
dem Namen „1000-Seen-Rallye“ Berühmtheit erlangte.
Zwei Wochen vor seinem WM-Heimspiel bei der ADAC Rallye Deutschland
hat Kremer somit weitere Gelegenheit, Wettbewerbs-Kilometer mit dem
Ford Focus RS WRC zu sammeln. Armin Kremer hat sich für seinen vierten
von sechs WM-Starts bestens vorbereitet: Der 33 Jahre alte Mecklenburger
belegte bei einer Test-Rallye auf den Azoren den zweiten Rang, bevor
er wenig später sein Gastspiel bei der Eifel-Rallye mit dem ersten
Sieg am Steuer des Ford Focus RS WRC abschloss.
„Das beflügelt natürlich“, betont Kremer. „Doch die Rallye Finnland
ist für uns Neuland, dort darf man nicht zu viel erwarten. Die Strecken
sind extrem schnell. Für uns geht es vor allem darum, noch mehr Fahrpraxis
zu sammeln.“
Traditionell sind die einheimischen Piloten extrem stark. Bei den
28 Ausgaben der Rallye seit 1973 feierten die finnischen Fahrer 25
Siege. „Sie kennen den Charakter der Strecken sehr gut und wissen,
welche Linie man fahren muss und wo man die Kurven schneiden kann“,
sagt Kremer. „Die Rallye Finnland ist sehr speziell, deshalb ist dies
für Armin sicherlich die schwierigste Veran-staltung des Jahres“,
meint auch Teamchef Erwin Weber, der in seiner Zeit als aktiver WM-Pilot
die Veranstaltung selbst ein Mal bestritten hat. „Die Sprung-kuppen
sind extrem tückisch. Da man die Strecken im Training nur langsam
abfahren darf, sind die Hügel im Wettbewerbstempo sehr schlecht einzu-schätzen.
Oft unterschätzt man eine Welle und wundert sich, wie weit das Auto
während der Rallye fliegt. Vor der nächsten Sprungkuppe ist man dann
vor-sichtig und stellt fest, dass sie harmlos war. Das kann man nicht
trainieren, sondern man muss in Finnland fahren und lernen.“
Deshalb visiert der Teamchef kein ergebnisbezogenes Ziel an: „Armin
soll sich im Lauf der Rallye steigern. Obwohl es über Schotter geht,
ist es eine gute Vorbereitung auf die Rallye Deutschland, weil man
eine saubere Linie fahren muss.“ Zunächst jedoch steht für Armin Kremer
eine dreitägige Erkundungstour durch die finnischen Wälder auf dem
Programm. „Wir dürfen die Wertungs-prüfungen im Training zweimal abfahren,
um den Aufschrieb zu erstellen“, erklärt der Mecklenburger. „Da wir
schon seit dem vergangenen Jahr in der Europameisterschaft ständig
neue Veranstaltungen fahren, ist das Training für uns inzwischen fast
zur Routine geworden.“
Nach der Streckenbesichtigung wird Kremer im offiziellen Shakedown-Test
am Donnerstagmorgen eine letzte Gelegenheit haben, sein Wettbewerbsauto
vor dem Start zu fahren. „Wir werden dort kurz die Abstimmung überprüfen“,
plant er. Bereits am Donnerstagabend rollen Kremer und „Co“ Schneppenheim
in der mittelfinnischen Universitätsstadt Jyväskylä über die Startrampe
und absol-vieren die erste kurze Wertungsprüfung. Auf den Waldwegen
rund um Jyväskylä sind bis zum Sonntag 22 Wertungsprüfungen mit insgesamt
400 Kilometern zu fahren.
Zwei Wochen danach steht für Armin Kremer, Dieter Schneppenheim und
das Team um Erwin Weber der Saison-Höhepunkt an. Bei der ADAC Rallye
Deutschland (23. bis 25. August) ist der Druck für den Ford-Piloten
ungleich größer. Kremer will seinen Heimvorteil nutzen, wenn erstmals
ein WM-Lauf auf deutschem Boden ausgetragen wird: „Wir haben die ganze
Saison auf diese Rallye hingearbeitet und wollen dann das Maximale
aus uns und dem Ford Focus RS WRC herausholen!“ |
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