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Colin McRae tritt zurück
Die Rallye-Weltmeisterschaft verliert
2004 einen ihrer schillerndsten Akteure. Der Schotte Colin McRae erklärt
zum Saisonende seinen Rücktritt aus der Rallye-WM. Der Weltmeister von 1995
(auf Subaru) fand, nachdem sein Vertrag mit seinem derzeitigen Citroen-Team für
2004 nicht mehr verlängert wurde, kein ädäquates Cockpit. Sein
Plan, zusammmen mit seinem Bruder Alister McRae 2004 ein eigenes Team auf die
Beine zu stellen, scheiterte an den erforderlichen Geldmitteln. Nach 16 Jahren
als Akteur in der Rallye-WM wird der 35-Jährige beim WM-Finale in Wales am
kommenden Wochenende seine vorerst letzte Rallye bestreiten. Insgesamt nahm der
im schottischen Lanark geborene und im schweizerischen Crans wohnende McRae an
142 WM-Läufen teil. Die Spitze der ewigen Siegerliste teilt er sich mit jeweils
25 Erfolgen zusammen mit seinem augenblicklichen Citroen-Teamkollegen Carlos Sainz
(Spanien), den Citroen neben dem Elsässer Sébastien weiter verpflichtete,
während McRae seinen Helm nehmen muss. 1995 wurde McRae als erster Brite
Weltmeister.
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Indirekt gibt McRae,
der wegen seiner vielen Unfälle auch McCrash genannt wurde, dem neuen WM-Reglement
die Schuld für seinen Rücktritt: "Der Hauptgrund ist, dass das
neue Reglement ab 2004 jedem Team nur noch zwei eingeschriebene Fahrer gestattet.
Es war für mich keineswegs hilfreich, dass es hierin keine frühe Entscheidung
gab, damit ich mich hätte um ein anderes bemühen können. Um dann
ein eigenes Team noch auf dei Beine zu stellen, war die Zeit, Geldgeber zu finden,
zu kurz."
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McRae zur Situation bei Citroen:
"Als Citroen die Entscheidung traf, hatte Carlos bessere Karten. Zudem spielten
seine Verbindungen in Spanien, was für für Citroen ein wichtiger Markt
ist, auch eine gewisse Rolle. Wenn das Reglement nicht geändert worden wäre,
hätte Citroen sicherlich uns beide behalten. Aber das neue Reglement lässt
das nicht zu."
McRae gesteht, dass "dieses Jahr nicht gerade sein bestes Jahr war. Ich habe
immer gesagt, dass ich, wenn ich keinen Spaß mehr an diesem Sport habe,
zurücktreten werde. Meine Ergebnisse in diesem Jahr waren nicht die, die
ich wollte. Ich war nicht mehr gut, wie ich wollte, und dies ist ein weiterer
Grund für meinen Rücktritt. Ich bin nicht enttäuscht. In der Tat
denke ich positiv über meine Zukunft. Es gibt noch anderen Motorsport. Jeder
weiß, dass es Ge-spräche über einen möglichen Start bei der
Dakar gab. Dies könnte für mich zum Beispiel eine andere Möglichkeit
sein."
Inzwischen kristalliert sich immer stärker heraus, dass McRae bei der Dakar
starten könnte. Nissan zeigte sich an dem Schotten für einen Dakar-Einsatz
und mögliche weitere Starts im Marathon-Sport stark interessiert.
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