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Motorsport-News
Rallye-News
31.10.2003

Colin McRae tritt zurück

Die Rallye-Weltmeisterschaft verliert 2004 einen ihrer schillerndsten Akteure. Der Schotte Colin McRae erklärt zum Saisonende seinen Rücktritt aus der Rallye-WM. Der Weltmeister von 1995 (auf Subaru) fand, nachdem sein Vertrag mit seinem derzeitigen Citroen-Team für 2004 nicht mehr verlängert wurde, kein ädäquates Cockpit. Sein Plan, zusammmen mit seinem Bruder Alister McRae 2004 ein eigenes Team auf die Beine zu stellen, scheiterte an den erforderlichen Geldmitteln. Nach 16 Jahren als Akteur in der Rallye-WM wird der 35-Jährige beim WM-Finale in Wales am kommenden Wochenende seine vorerst letzte Rallye bestreiten. Insgesamt nahm der im schottischen Lanark geborene und im schweizerischen Crans wohnende McRae an 142 WM-Läufen teil. Die Spitze der ewigen Siegerliste teilt er sich mit jeweils 25 Erfolgen zusammen mit seinem augenblicklichen Citroen-Teamkollegen Carlos Sainz (Spanien), den Citroen neben dem Elsässer Sébastien weiter verpflichtete, während McRae seinen Helm nehmen muss. 1995 wurde McRae als erster Brite Weltmeister.

Indirekt gibt McRae, der wegen seiner vielen Unfälle auch McCrash genannt wurde, dem neuen WM-Reglement die Schuld für seinen Rücktritt: "Der Hauptgrund ist, dass das neue Reglement ab 2004 jedem Team nur noch zwei eingeschriebene Fahrer gestattet. Es war für mich keineswegs hilfreich, dass es hierin keine frühe Entscheidung gab, damit ich mich hätte um ein anderes bemühen können. Um dann ein eigenes Team noch auf dei Beine zu stellen, war die Zeit, Geldgeber zu finden, zu kurz."

McRae zur Situation bei Citroen: "Als Citroen die Entscheidung traf, hatte Carlos bessere Karten. Zudem spielten seine Verbindungen in Spanien, was für für Citroen ein wichtiger Markt ist, auch eine gewisse Rolle. Wenn das Reglement nicht geändert worden wäre, hätte Citroen sicherlich uns beide behalten. Aber das neue Reglement lässt das nicht zu."

McRae gesteht, dass "dieses Jahr nicht gerade sein bestes Jahr war. Ich habe immer gesagt, dass ich, wenn ich keinen Spaß mehr an diesem Sport habe, zurücktreten werde. Meine Ergebnisse in diesem Jahr waren nicht die, die ich wollte. Ich war nicht mehr gut, wie ich wollte, und dies ist ein weiterer Grund für meinen Rücktritt. Ich bin nicht enttäuscht. In der Tat denke ich positiv über meine Zukunft. Es gibt noch anderen Motorsport. Jeder weiß, dass es Ge-spräche über einen möglichen Start bei der Dakar gab. Dies könnte für mich zum Beispiel eine andere Möglichkeit sein."

Inzwischen kristalliert sich immer stärker heraus, dass McRae bei der Dakar starten könnte. Nissan zeigte sich an dem Schotten für einen Dakar-Einsatz und mögliche weitere Starts im Marathon-Sport stark interessiert.

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