ADAC-GT-Masters
- 2. Lauf:
Haase / Morbidelli erste Tabellenführer
Mit fast fehlerfreier Fahrt sicherten sich der erst 19-Jährige
Christopher Haase und der ehemalige Formel 1 Pilot Gianni
Morbidelli den zweiten Rang am Samstagmittag und damit auch
die Tabellenführung im ADAC GT Masters. Der Sieg im zweiten
Lauf ging an Wolfgang Kaufmann und Alexander van der Lof im
neu formierten ARGO Racing Team. Den Lamborghini Dreifach
Triumph sicherten Marius Ritskes und Jeroen Bleekemolen aus
dem Reiter Team.
Die Porsche Wertung ging an das Seyffarth Team mit Jan Seyffarth
/ Frank Schmickler. Gianni Morbidelli gewann das Startduell
gegen Jeroen Bleeke-molen und führte das Feld durch das Castrol-S
in den zweiten Wertungslauf. Christophe Bouchut bog als Dritter
in das Geschlängel ein, gefolgt von Wolfgang Kaufmann, Klaus
Ludwig, Christian Mamerow, Stefano Gabellini und Toni Seiler.
Das Spitzenduo setzte sich sofort vom Rest ab und legte 3,8
Sekunden Polster an. In Runde Vier wechselte die Führung zu
Bleekemolen. In der ersten Rennhälfte zog sich die Spitzengruppe
fortan weit auseinander, so dass das Mittelfeld für die Unterhaltung
der Zuschauer sorgte. Immer wieder bildeten sich Gruppen mit
sehenswerten Kämpfen um die Positionen. Vor allem die Corvette
Z06 aus dem Martini Callaway Team ließen in diesem zweiten
Wertungslauf der ADAC GT Masters aufhorchen.
Klaus Ludwig in der #26 kam bis auf den dritten Gesamtrang
nach vorne, Toni Seiler im Schwesterauto hatte nach einem
Verbremser und Rückfall auf Rang 9 eine Aufholjagd gestartet.
Der Schweizer nutzte ungewöhnlich Bremspunkte und Linien im
Castrol-S, um die vor ihm fahrenden Konkur-renten zu überholen.
Bis auf den sechsten Platz führte Seiler die Fahrt, dann musste
er die Corvette Anfang der 13. Runde an der Boxenausfahrt
abstel-len. Rauchentwicklung unter dem Fahrzeug musste von
den Streckenposten eingedämmt werden. Einen Umlauf später
begann das Zeitfenster für die Pflichtboxenstopps.
Anders als am Vortag blieb das Feld diesmal jedoch zu einem
großen Teil länger auf der Strecke. Erst zur Rennhalbzeit
führte man die Fahrerwechsel durch. Marius Ritskes hieß der
neue Führenden nach sortiertem Feld. Christopher Haase hatte
sich als Zweiter wieder eingereiht, fuhr jedoch schneller
als der Niederländer vor ihm. Ulrich Berberich-Martini hielt
Rang Drei vor Peter Mamerow im schnellsten Porsche 997 GT3-Cup.
Haase arbeitete sich an Ritskes heran und beschleunigte den
Markenkolle-gen in Runde 23 beim Herausfahren aus dem Castrol-S
aus. Neu gemischt wurden die Karten dann durch diverse Stop-and-Go-Strafen
der Rennleitung. Gleich acht Fahrzeuge, alle aus der Spitzengruppe,
hatten die Mindest-standzeit von einer Minute und 15 Sekunden
unterschritten. Lediglich der ARGO Lamborghini, nun mit Alexander
van der Lof am Steuer, konnte ohne Extra Stopp durchfahren,
was dem neu entstandenen Team die Führung einbrachte. Haase
/ Morbidelli, die Sieger des Vortages, verloren damit die
Chance auf eine Wiederholung des Vortageserfolges und mussten
sich mit Rang Zwei zufrieden Geben.
Van der Lof / Kaufmann beendeten das Rennen mit sicherem Vorsprung
und konnten ebenso wie Haase / Morbidelli mit zwei Podiumsplätzen
in der ADAC GT Masters nach Hause fahren. Komplettiert wurde
das Podium von Jeroen Bleekemolen / Marius Ritskes.
"Wir waren wohl heute etwas besser als gestern", untertrieb
Alexander van der Lof nach der Zieldurchfahrt. "Alexander
hat trotz sieben Jahre Rennpause eine richtig gute Leistung
gezeigt", urteilte Wolfgang Kaufmann über seinen Copiloten.
"Er ist sehr ehrgeizig und setzt alle neuen Erkenntnisse unheim-lich
schnell um. Mein Stint selbst war nicht schlecht. Allerdings
habe ich gleich am Anfang etwas den Anschluss verloren, als
Bouchut vor mir lang-samer wurde. Später hab ich mich noch
mal gedreht, als ich im Castrol-S etwas zu früh Gas gegeben
habe."
Christopher Haase und Gianni Morbidelli sind nach dem Sieg
in Lauf 1 und dem zweiten Rang in Lauf 2 die ersten Tabellenführer
im ADAC GT Masters. "Schade dass es heute nicht wieder zum
Sieg gereicht hat. Die Stop-and-Go-Strafe hat uns diesen klar
gekostet. Sicher ist das dennoch ein Traum-ergebnis für uns,
wenn auch etwas Enttäuschung mitschwingt", so Haase.
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