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15. August 2010:

2. Rennen - Sonntag:

Richie Stanaway und Patrick Schranner teilen sich Sonntag
die Siege
* Chaotische Bedingungen im Regen beim dritten Rennlauf

Nachdem Richie Stanaway (18, NZ/ma-con Motorsport) am fünften Renn-wochenende im ADAC Formel Masters den zweiten Lauf gewonnen hat, ging der Tabellenführer im dritten Lauf zum ersten Mal in dieser Saison leer aus. Stattdessen sicherte sich Patrick Schranner (19, Ingolstadt/Team KUG supported by TNB) im Gewitterregen am Nachmittag die maximale Punktzahl.

Vormittags hatte der 18 Jahre alte Neuseeländer Stanaway im zweiten Lauf seinen insgesamt neunten Saisonsieg gefeiert. Wenige Stunden später musste er seinen Rennwagen nach einem Ausritt jedoch zum ersten Mal in dieser Saison abstellen. In der Anfangsphase des Rennens hatte er den zweiten Platz hinter Schranner gehalten. Der Ingolstädter war wie die Mehrheit der Teilnehmer bei feuchter Strecke auf Regenreifen gestartet. Als kurz nach dem Start starker Regen einsetzte, waren sechs Piloten absolut chancenlos: Andrina Gugger (19, CH/Mücke Motorsport), Joni Wiman (16, FIN/Eifelland-Racing), Christina Nielsen (18, DK/Team ma-con Motorsport), Pascal Wehr-lein (15, Worndorf/Mücke Motorsport), William Vermont (18, F/ma-con Motor-sport) und Dominik Baumann (17, A/Neuhauser Racing) hatten gepokert und auf Slickreifen gesetzt. Vermont und Wiman erhielten Durchfahrtstrafen, da ihre Reifen in der Startaufstellung verbotenerweise in der Phase drei Minuten vor Rennbeginn aufgezogen wurden.

Doch auch die Piloten mit Regenreifen waren im Gewitterschauer nicht immer sicher unterwegs. Patrick Schranner verschätzte sich in Führung liegend nach acht Runden vor der ersten Kurve. Der Ingolstädter nahm den Notausgang, blieb aber Erster. Gerhard Tweraser (21, A/Neuhauser Racing), als Vierter ge-startet, setzte den Führenden zum Schluss stark unter Druck. Am Ende aber gelang Schranner der fünfte Saisonsieg. "Ich kam beim Start sehr gut weg und habe schon in der ersten Runde gemerkt, dass mein Auto sehr gut lief", so der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Gewinner. "Ich gab 105 Prozent. Einmal habe ich mich verbremst. Die Bremsbalance war etwas zu stark auf die Vorderachse ausgelegt."

Tweraser, am Vormittag Vierter, folgte im Ziel mit 1,4 Sekunden Abstand. Platz zwei bedeutet sein bislang bestes Saisonergebnis. "Ich konnte nach einem guten Start den ersten drei Autos folgen", berichtete der Österreicher. "Als Stanaway ausgefallen war, folgte ich Patrick, kam aber nicht vorbei." Mario Farnbacher (18, Lichtenau/ma-con Motorsport) erreichte als Dritter zum neunten Mal in dieser Saison ein Podiumsergebnis. "Nach einem nicht so guten Start konnte ich mich in der ersten Kurve wieder an Gerhard vorbei-pressen", berichtete der Bayer. "Aber mit einer Trockenabstimmung im Regen war es auf dieser glatten Strecke schwierig, ihn zu halten. Er zog vorbei und ich habe meinen dritten Platz gerettet."

TV-Zusammenfassungen der Formel-Ereignisse auf dem EuroSpeedway Lau-sitz senden kabel eins um kurz nach Mitternacht des Rennsonntags sowie SPORT1 am 21. August ab 9.15 Uhr.

1. Rennen - Samstag:

Richie Stanaway feiert achten Saisonsieg
* Team ma-con Motorsport gelingt Doppelerfolg beim Heimspiel

Richie Stanaway hat seine unglaubliche Serie auch zu Beginn der fünften Veranstaltung im ADAC Formel Masters fortgesetzt: Der 18 Jahre alte Neu-seeländer vom Spreewälder Team ma-con Motorsport gewann den ersten Lauf und führt damit seine Statistik fort, bislang stets Erster oder Zweiter geworden zu sein. Dabei war es sein Teamkollege William Vermont, der 13 Runden lang das Rennen dominiert hatte, sich am Ende aber geschlagen geben musste.

Zunächst erarbeitete sich der 18 Jahre alte Franzose einen Vorsprung von mehr als drei Sekunden. Ab Ende des ersten Renndrittels aber fuhr Stanaway pro Runde sechs bis sieben Zehntelsekunden schneller. In Runde 14 über-holte er in einem sauberen Duell seinen Teamkollegen und setzte sich in den verbleibenden fünf Umläufen 3,6 Sekunden ab. "Am Anfang war es sehr rut-schig", analysierte der Sieger. "Erst zu Beginn unseres Rennens trocknete die Strecke nach dem Regen am Vormittag ab. Deshalb ging ich es locker an. Zum Ende hin waren noch großartige Rundenzeiten möglich. Das Auto war einfach zu fahren und blieb sehr konstant." William Vermont, der von Platz eins gestartet war, ergänzte: "Am Anfang habe ich einen großen Vorsprung herausgefahren. Dann kam Ritchie immer näher. Wir haben uns ein bisschen duelliert, gehören aber dem gleichen Team an und wollten keine idiotische Aktion riskieren. So überholte er mich. Jetzt müssen wir analysieren, warum ich zu Beginn schneller war und er am Ende."

Platz drei ging an Patrick Schranner (19, Ingolstadt/Team KUG supported by TNB). Der Bayer war in seinem Formel ADAC powered by Volkswagen als Sechster gestartet. In der Anfangsphase lieferte er sich einen Zweikampf mit Pascal Wehrlein (15, Worndorf/Mücke Motorsport). "Anfangs konnte ich das Tempo gut mitgehen", erklärte Schranner. "Ich habe meine Reifen am Anfang aber viel zu schnell angefahren. Die Hinterräder sahen am Ende schlecht aus. Richie Stanaway hat verdient gewonnen."

Gerhard Tweraser (21, A/Neuhauser Racing) war als Dritter gestartet und lag nach einer Runde bereits an zweiter Stelle. In Runde drei wagte er zuviel, holperte durchs Gras und musste sein Auto schließlich abstellen. Kaum besser erging es Mario Farnbacher (18, Lichtenau/ma-con Motorsport). Der Franke war bereits Vierter, als er nach drei Runden unsanft über die Rand-steine rumpelte. Zur Mitte des Rennens leistete er sich zwei Dreher und gab nach elf Umläufen schließlich auf. Cleverer ging der Finne Joni Wiman (16, FIN/Eifelland-Racing) zu Werke. Als Siebter gestartet, vermied er unnötige Risiken und beendete das Rennen als Vierter vor Pascal Wehrlein. In der Tabelle liegt Stanaway vor den beiden weiteren Läufen am Sonntag mit 235 Zählern an erster Position vor Schranner (167), Farnbacher (121), Wehrlein (113) und Vermont (100).

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