2. Rennen -
Sonntag:
Farnbacher
siegt unter Vorbehalt
* Wehrlein
und Markelov komplettieren Podium auf dem
EuroSpeedway Lausitz
Der Sieger
des 18. Saisonlaufs des ADAC Formel Masters auf dem Euro-Speedway
Lausitz heißt Mario Farnbacher. Ob der 19 Jahre alte Franke
die mit seinem ersten Saisontriumph erkämpften 25 Punkte
behalten darf, wird am Grünen Tisch entschieden. Denn gegen
seinen Wertungsausschluss im vorangegangenen Rennen legte
sein Team Motopark Berufung ein. Somit fuhr Farnbacher unter
Vorbehalt vom zweiten Startplatz zum Sieg. Das Podium in
dem umkämpften Lauf komplettierten Artem Markelov (16, RUS/Motopark)
und Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg),
der damit seine Tabellenführung abermals ausbaute.
Keyfacts EuroSpeedway Lausitz, Lauf 18
Streckenlänge: 4,534 Kilometer
Wetter: schwül-warm, 32 Grad
Pole-Position: Kean Kristensen (Motopark)
Sieger (unter Vorbehalt): Mario Farnbacher (Motopark)
Schnellste Runde: Mario Farnbacher (Motopark), 1.49,454
Min. Munteres
Plätzetauschen in der Spitzengruppe
Beim Start hielt Polesitter Kean Kristensen (16, DK/Motopark)
seinen 145 PS starken Formel ADAC powered by Volkswagen
an der Spitze des Feldes, doch es dauerte nicht lange, und
Teamkollege Farnbacher zog vorbei. Wehr-lein, Markelov und
Maximilian Buhk (18, Dassendorf/ma-con) ließen den Dänen,
der mit dreckigen Reifen und einem entsprechend unruhigen
Auto kämpfte, wenig später ebenfalls hinter sich. Im Endspurt
gelang es Kristensen immerhin noch, Buhk niederzuringen
und sich so Platz vier zu sichern.
Hinter Spitzenreiter Farnbacher lieferten sich Wehrlein
und Markelov ein Duell um Platz zwei. Der Russe setzte sich
schließlich durch, auch weil sich Wehrlein mit dem Handling
seines Autos abmühte, nachdem es für das finale Rennen auf
der rechten Seite mit neuen Reifen bestückt wurde. Davon
un-beeindruckt war Markelovs Freude über den gewonnenen
Zweikampf groß: „Es war das erste Mal, dass ich Pascal auf
der Strecke niedergerungen habe. Es ist ein schöner Erfolg
für mich als Kartaufsteiger, einen so schnellen und erfahrenen
Formel-Piloten überholt zu haben und erneut auf dem Podest
zu stehen.“
Bestes Saisonergebnis für Luca Stolz und Hubertus Carlos
Vier Als Fünfter hinter Kean Kristensen wurde Luca Stolz
(URD Rennsport) gewertet. Für den 16-jährigen Piloten aus
Brabach stellt dies sein bisher bestes Ergebnis im Formelsport
dar. Er profitierte dabei aber auch vom Ausfall seines Teamkollegen
Lucas Wolf (16, Möhrlenbach), mit dem er sich runden-lang
behakte, sowie einer nachträglichen Zeitstrafe, die Maximilian
Buhk vom fünften auf den neunten Platz zurückwarf. Mit Buhk
wurden sechs weitere Fahrer bestraft, die trotz Gelber Flaggen
Sektorenbestzeiten erzielt hatten. Hubertus Carlos Vier
(16, Walting-Inching/Neuhasuer Racing) war ein weiterer
Nutznießer der mangelnden Disziplin seiner Gegner und stellte
mit Rang sechs ebenfalls eine neue persönliche Bestmarke
auf. Teamkollege Gustav Malja (15, S) wurde guter Siebter.
Tabellenführer Wehrlein profitiert von Bernstorffs Pechsträhne
Zum vierten Mal in Folge ohne Punkte blieb der Tabellenzweite
Emil Bern-storff. Der 18 Jahre alte Brite vom Team Motopark
musste sein Auto vorzeitig abstellen und liegt nun bereits
67 Punkte hinter Spitzenreiter Wehrlein (291 Punkte). Tabellendritter
blieb Sven Müller, der sein Konto nur um einen Zähler auf
210 Punkte aufstocken konnte. Er zählte zu den Piloten,
die unter „Gelb“ zu schnell unterwegs waren und musste sich
nach angetretener Durchfahrts-strafe mit Platz zehn im dritten
EuroSpeedway Lausitz-Rennen begnügen.
Titelentscheidungen beim nächsten Aufschlag in Assen
möglich
Bereits in zwei Wochen trägt das ADAC Formel Masters
seine nächsten drei Rennen auf dem schnellen TT-Circuit
im niederländischen Assen aus. Dort können Wehrlein und
das Team Motopark vorzeitig zum Titelgewinn in der Fahrer-
und Teamwertung fahren. Allerdings sind einige Ergebnisse
wegen laufender Verhandlungen zur Zeit noch vorläufig.
Aufzeichnungen der Ereignisse auf „kabel eins“ und „SPORT1“
TV-Zusam-menfassungen der Ereignisse auf dem EuroSpeedway
zeigen „kabel eins“ (5. September um 01.15 Uhr) sowie „SPORT1“
(9. September ab 15.45 Uhr).
1. Rennen - Sonntag:
Kristensen
führt Motopark-Doppelsieg auf dem
EuroSpeedway an
* Platz
drei: Wehrlein behauptet sich an der Tabellenspitze der
Formel
ADAC
Das Team Motopark
aus Oschersleben drückte dem 17. Saisonlauf des ADAC Masters
Weekend seinen Stempel auf. Der Däne Kean Kristensen (16)
feierte auf dem EuroSpeedway Lausitz seinen dritten Saisontriumph.
Auf den Plätzen zwei und drei folgten seine Teamkollegen
Mario Farnbacher (19, Lich-tenau) und Artem Markelov (16,
RUS) über die Ziellinie. Doch Farnbacher wurde nach der
Technischen Abnahme wegen zu geringen Gewichts vorläufig
aus der Wertung genommen. Damit rückte Tabellenführer Pascal
Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg) auf den
dritten Platz auf.
Keyfacts EuroSpeedway Lausitz, Lauf 17
Streckenlänge: 4,534 Kilometer
Wetter: sonnig, 27 Grad
Pole-Position: Pascal Wehrlein (ADAC Berlin-Brandenburg)
Sieger: Kean Kristensen (Motopark)
Schnellste Runde: Artem Markelov (Motopark), 1.48,626 Min.
Motopark-Trio ringt Tabellenführer Wehrlein nieder
Pascal Wehrlein, dessen Auto vom Berliner Team Mücke
Motorsport einge-setzt wird, war nach seinem Sieg am Vortag
von der Pole-Position ins zweite Rennen des Wochenendes
gestartet. Bei bestem Sommerwetter hielt er sich bis zur
Rennhalbzeit an der Spitze, doch dann musste er nach und
nach seine Verfolger vom Team Motopark überholen lassen.
„Die Drei waren heute einfach schneller und es hätte keinen
Sinn gemacht, sie mit Gewalt zu blo-cken“, resümierte Wehrlein.
Nachdem Kristensen und Farnbacher den Weg an Wehrlein vorbeigefunden
hatten, setzten sie sich ab und trugen bis ins Ziel ein
spannendes Duell aus. Farnbacher startete ein paar Angriffe,
die aber allesamt erfolglos blieben. Sieger Kristensen hielt
sich trotz des Drucks von hinten bis ins Ziel schadlos.
„Mein Start war gut und ich bin schnell an dem vor mir fahrenden
Maximilian Buhk vorbeigekommen. Dann habe ich mich an Pascal
rangehängt und habe auch ihn zügig überholt. Bis ins Ziel
musste ich dann pushen, um Mario hinter mir zu halten. Der
Sieg ist auch in Sachen Titelkampf wichtig“, so der groß-
gewachsene Däne.
Farnbacher konnte sich nur kurz über seinen zweiten Rang
und die tolle Auf-holjagd von Startplatz neun freuen. Beim
Wiegen nach dem Rennen stellten die Technischen Kommissare
eine Unterschreitung des Mindesgewichts um 1,5 Kilogramm
fest – der Franke wurde vorbehaltlich abschließender Unter-suchungen
aus der Wertung genommen.
Kristensen und Markelov tauschen Tabellenplätze
Durch seinen Erfolg verdrängte Kristensen in der Tabelle
seinen Teamkollegen Markelov vom vierten Platz. Dennoch
zählt der Russe zu den Gewinnern des Tages. Er musste das
Rennen von der elften Position aus in Angriff nehmen und
kämpfte sich bis auf den dritten Rang vor. Nach Farnbachers
Bestrafung rückte er schließlich auf Platz zwei vor.
„Gestern hatte ich Pech mit einer Durchfahrtsstrafe, heute
hat mir das Team ein perfektes Auto hingestellt und ich
konnte bis aufs Podium vorfahren“, freu-te sich der Moskowiter.
Mit 189 Punkten liegt er auf Gesamtrang fünf hinter Kristensen
(191), Sven Müller (209), Emil Bernstorff (224) und dem
enteilten ADAC Stiftung Sport-Förderpiloten Pascal Wehrlein
(276). Im Kampf um den Titel profitierte Wehrlein vor allem
vom erneuten „Nuller“ seines direkten Ver-folgers Emil Bernstorff
(Motopark). Der Brite kam bei seiner Aufholjagd von Startplatz
17 von der Strecke ab und musste einen Reparaturstopp an
der Box einlegen. Am Ende wurde er mit drei Runden Rückstand
20. Auch der Ta-bellendritte Sven Müller (19, Bingen/ma-con)
büßte etwas auf Wehrlein ein. Er war als Achter gestartet
und wurde direkt hinter dem Tabellenführer Vierter.
Ergebnis vorläufig
Wegen zusätzlicherer technischer Nachkontrollen weiterer
Fahrzeuge bleibt das Ergebnis des zweiten Laufs jedoch vorläufig.
Ex-Champion Parente besucht URD Rennsport
Das Daumendrücken vor Ort von Armando Parente (P), der
sich 2008 als erster Champion in die Geschichtsbücher des
ADAC Formel Masters ein-getragen hat, zeigte bei seinem
ehemaligen Team URD Rennsport nur be-dingten Erfolg. Das
Piloten-Duo Lucas Wolf (16, Mörlenbach) und Luca Stolz (16,
Brabach) punkteten zwar auf den Plätzen sieben und acht,
aber von den Startplätzen fünf und sechs wäre durchaus mehr
drin gewesen. Auch der Zweite des Vortages, Maximilian Buhk
(18, Dassendorf/ma-con), konnte seinen guten Startplatz
im Rennen nicht behaupten. Immerhin verteidigte er einen
fünften Platz bis ins Ziel gegen die Attacken seines Hintermanns
Jason Kremer (16, Bonn/Mücke Motorsport).
Rennen - Samstag:
Wehrlein beschert Berliner Mücke-Team Heimsieg in der
Lausitz
* Durchfahrtsstrafen für Spitzenreiter Farnbacher
und Verfolger Markelov
Sein achter
Saisonsieg war sein bisher kuriosester: Beim 16. Saisonrennen
des ADAC Formel Masters auf dem EuroSpeedway Lausitz folgte
Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berin-Brandenburg) mit
Respektabstand dem Führungsduo Mario Farnbacher (19, Lichtenau)
und Artem Markelov (16, RUS/ beide Motopark), doch dann
mussten seine beiden Vorderleute eine Durch-fahrtsstrafe
antreten und machten so den Weg frei für Wehrlein. Die Plätze
zwei und drei belegten Maximilian Buhk (18, Dassendorf),
der Neuzugang des Unterspreewälder Teams ma-con, und Kean
Kristensen (16, DK/Motopark).
Keyfacts EuroSpeedway Lausitz, Lauf 16
Streckenlänge: 4,534 Kilometer
Wetter: sonnig, 30 Grad
Pole-Position: Sven Müller (ma-con), 1.48,209 Min.
Sieger: Pascal Wehrlein (ADAC Berlin-Brandenburg)
Schnellste Runde: Mario Farnbacher (Motopark), 1.48,593
Min.
Wehrlein im Glück
Lange sah es im Auftaktrennen des Formel ADAC-Rennwochenendes
auf dem EuroSpeedway Lausitz danach aus, dass Mario Farnbacher
und Artem Mar-kelov den Sieg unter sich ausmachen würden.
Doch nachdem Jeffrey Schmidt (17, CH/HAITECH Racing) in
Turn 3 in der Streckenmauer gestrandet war, wurden in diesem
Bereich Gelbe Flaggen geschwenkt. Das hieß: Tempo raus.
Aber nicht alle Fahrer hielten sich daran und mussten eine
Durchfahrtsstrafe antreten – darunter auch die souverän
vorweg fahrenden Farnbacher und Mar-kelov sowie der Tabellenzweite
Emil Bernstorff (18, GB/Motopark). Sie be-endeten das Rennen
schließlich auf den Plätzen neun, elf und 17.
Als seine Rivalen die Schleife durch die Boxengasse absolvierten,
übernahm Wehrlein die Führung und brachte sie sicher ins
Ziel. Im Anschluss berichtete er: „Ich hatte einen guten
Start und setzte außen zum Überholen an, doch es wäre eng
in der ersten Kurve geworden und ich zog zurück. In den
folgenden Runden musste ich mich gegen meine Hinterleute
erwehren. Dabei kam ich immer wieder von der Ideallinie
hab und sammelte viel Dreck mit den Reifen auf. Es hat einige
Runden gedauert, bis sie wieder sauber waren. Dadurch konnten
sich Mario und Artem absetzen, mussten dann aber die Strafe
antreten. Davon habe ich profitiert.“
Erstes ADAC Formel Masters-Podium für Nordlicht Maximilan
Buhk
Wie Wehrlein profitierten auch seine Hintermänner von
den Strafen der Kon-kurrenz, allen voran Maximilian Buhk
und Kean Kristensen, die so in den Genuss der Henkell-Sektdusche
auf dem Podium kamen. Ein besonders breites Lächeln im Gesicht
trug Maximilian Buhk, der erstmals in seiner Formel-Karriere
auf dem Podest jubeln durfte.
„Ich hatte einen guten Start und machte gleich eine Position
gut, durch Fehler und Bestrafung der Gegner bin ich schließlich
bis auf den zweiten Platz vor gekommen“, freute sich der
Schleswig-Holsteiner. Auch Kean Kristensen, der beim Start
zwei Positionen eingebüßt hatte, gab zu: „Ohne die Strafen
wäre ich sicherlich nicht Dritter geworden. Aber das Ergebnis
war für mich hinsicht-lich der Meisterschaft sehr hilfreich.“
Wehrlein baut Tabellenführung aus
In der Tabelle setzte sich Wehrlein mit seinem achten
Saisonsieg von seinen Ver-folgern ab. Der Förderpilot der
ADAC Stiftung Sport liegt mit 261 Punkten deutlich vor Emil
Bernstorff (224) und Sven Müller (197). Der 19 Jahre alte
Bingener vom Team ma-con war von der Pole-Position ins Rennen
gegangen, erwischte aber einen schlechten Start und büßte
durch einen kleinen Aus-rutscher weitere Plätze ein. Am
Ende wurde er Achter und sammelte so wenigstens noch vier
Zähler. Markelov (171) und Kristensen (166) folgen auf den
Tabellenplätzen vier und fünf.
Saisonbestleistungen von Wolf und Vier
Mit Platz fünf hinter einem erneut starken ADAC Stiftung
Sport-Förderpiloten Jason Kremer (16, Bonn/Mücke Motorsport)
erzielte Lucas Wolf (Möhrlen-bach/URD Rennsport) drei Tage
vor seinem 17. Geburtstag sein bisher bestes Saisonergebnis.
Gleiches gilt für Hubertus Carlos Vier (16, Walting-Inching/
Neuhauser Racing), der Siebter wurde. Saisonläufe 17 und
18 am Sonntag Mit Platz fünf hinter einem erneut starken
Jason Kremer (16, Bonn/Mücke Motor-sport) erzielte Lucas
Wolf (Möhrlenbach/URD Rennsport) drei Tage vor seinem 17.
Geburtstag sein bisher bestes Saisonergebnis. Gleiches gilt
für Hubertus Carlos Vier (16, Walting-Inching/Neuhauser
Racing), der Siebter wurde.