Rennen - Sonntag:
Kristensen
überflügelt erneut die Konkurrenz auf dem
Red Bull Ring
* Starke
Leistungen der drei Tabellenbesten beim 14. Formel ADAC-
Lauf
Nach seinem
Triumph beim gestrigen Auftaktrennen der Formel ADAC auf
dem Red Bull Ring legte Kean Kristensen nach: Mit einem
Start-Ziel-Sieg strich der 16 Jahre alte Däne vom Team Motopark
weitere 25 Punkte ein. Auf den Plätzen zwei und drei folgten
die Rivalen um die Tabellenspitze, Emil Bernstorff (18,
GB/Motopark) und Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg).
Gesamtspitzenreiter Wehrlein kämpfte sich von Rang 13 nach
vorn.
Keyfacts
Rennen 2, Red Bull Ring, Österreich
Streckenlänge: 4.326 Meter
Wetter: sonnig, 22 Grad
Pole-Position: Kean Kristensen (Motopark)
Schnellste Rennrunde: Jason Kremer (RSC Mücke Motorsport),
1.37,143 Min.
Sieger: Kean Kristensen (Motopark)
Kristensen vom Start weg an der Spitze, Schlussattacke
von Bernstorff
Der Sieg am Vortag bescherte Kristensen auch die Pole-Position
für das zwei-te Rennen auf dem Red Bull Ring. „Obwohl die
Motordrehzahl zwischenzeit-lich gefährlich in den Keller
ging, bin ich letztlich gut weggekommen. Ich zog nach innen
und behauptete mich an der Spitze“, so Kristensen. Weil
sich hinter ihm seine Motopark-Teamkollegen Mario Farnbacher
(19, Lichtenau) und Bernstorff duellierten, konnte sich
der großgewachsene Skandinavier schnell absetzen. Zwar schob
sich Bernstorff schon in der zweiten Kurve der ersten Runde
an seinen Stallgefährten vorbei, doch Farnbacher versuchte
zu kontern – letztlich vergeblich. Im Anschluss knappste
Bernstorff Zehntel für Zehntel des zwischenzeitlich auf
über zwei Sekunden angewachsenen Rück-stand auf den Spitzenreiter
ab. „In der drittletzten Runde ist mir dann ein kleiner
Fehler unterlaufen und Emil war urplötzlich direkt hinter
mir“, berichtete Kristensen. „Gelbe Flaggen in der Schlussphase
kamen mir entgegen. Als Emil mich in der letzten Runde attackieren
wollte, bremste ich hart in den Bereich hinein, und da er
mich nicht überholen durfte, musste auch er brem-sen. Beim
Herausbeschleunigen habe ich dann wieder eine kleine Lücke
herausfahren können, die bis ins Ziel gereicht hat.“
Aufholjagden von Wehrlein und Müller mit packenden Zweikämpfen
Nachdem Farnbacher das Duell gegen Bernstorff verloren
hatte, musste er sich mit seinen ADAC Stiftung Sport-Förderkollegen
Jason Kremer (16, Bonn/RSC Mücke Motorsport) und Wehrlein
auseinandersetzen. Auch hier zog Farnbacher trotz massiver
Gegenwehr den Kürzeren. Seine Widersacher überholten und
setzten sich ab. Wehrlein, der von Startplatz 13 gekommen
war, schob sich dann auch noch an Kremer vorbei auf den
dritten Podestplatz. „Durch meine Aufholjagd mit einigen
Zweikämpfen waren meine Reifen ziem-lich heruntergefahren.
Dadurch hatte ich am Ende alle Hände voll zu tun, Jason
hinter mir zu halten. Mit dem dritten Platz bin ich sehr
zufrieden“, bi-lanzierte Wehrlein. Für Kartaufsteiger Kremer
war der vierte Platz sein bisher bestes Ergebnis im Formelrennsport.
Mit Respektabstand hinter Wehrlein und Kremer hatte sich
Farnbacher mit Sven Müller (19, Bingen/ma-con) ausein-anderzusetzen.
Müller hatte sich nach seinem gestrigen Wertungsausschluss
vom letzten Startplatz bis auf die sechste Position vorgekämpft,
an Farn-bacher kam er aber nicht mehr vorbei.
Bernstorff holt in der Tabelle weiter auf
In der Gesamtwertung bleibt Wehrlein mit jetzt 236 Punkten
weiter an der Spitze, Verfolger Bernstorff rückte aber bis
auf zwölf Punkte heran. Sven Müller hingegen büßte trotz
seiner bravourösen Aufholjagd an Boden ein. Der Gesamtdritte
hat 193 Punkte.
Auch Markelov zeigt Kämpferherz
Wie Wehrlein und Müller zeigte auch der Tabellenvierte
Artem Markelov eine beachtliche Aufholjagd. Der 16-jährige
Russe vom Team Motopark musste wegen eines Frühstarts eine
Durchfahrtsstrafe antreten, die ihn ans Ende des Feldes
zurückwarf. Abgewinkt wurde er schließlich als Achter. Dabei
pro-fitierte er auch von einem Vierkampf um Platz sieben,
der für drei Fahrer kurz vor Schluss in der Leitplanke endete.
Einzig Luca Stolz sah von diesem Quartett das Ziel und freute
sich als lachender Vierter über die umkämpfte siebte Position.
Kristensen beim Abschlussrennen erneut auf Pole
Das dritte Rennen der Formel ADAC wird um 16.30 Uhr
gestartet und be-schließt die Österreich-Premiere des ADAC
Masters Weekend auf dem Red Bull Ring. Polesitter ist erneut
Rennsieger Kean Kristensen. Interessant wird sein, wie weit
die Aufholjäger Wehrlein, Müller und Markelov dann nach
vorn kommen werden. Live zu verfolgen ist der 15. Saisonlauf
als Livestream auf der Homepage.
Rennen - Samstag:
Österreich-Premiere endet mit Premiensieg für Kristensen
* Kristensen startet mit seinem ersten Formel ADAC-Sieg
in zweite Saisonhälfte
Das erste Rennen
der Formel ADAC auf dem Red Bull Ring endete mit einem Sieg
des Dänen Kean Kristensen. Der 16-Jährige vom Team Motopark
pro-fitierte bei seinem Triumph von der Bestrafung des Tabellenführers
Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg),
der als Erster abgewinkt wurde, aber nachträglich zurückversetzt
wurde.
Keyfacts
Rennen 1, Red Bull Ring, Österreich
Streckenlänge: 4.326 Meter
Wetter: bedeckt, 19 Grad, stellenweise feuchte Strecke
Pole-Position: Pascal Wehrlein (ADAC Berlin-Brandenburg),
1.50,349 Min. Schnellste Rennrunde: Artem Markelov (Motopark),
1.37,209 Min.
Sieger: Kean Kristensen (Motopark)
Wehrlein beim fliegenden Start zu forsch
Nach vorangegangenen Regenfällen war der Red Bull Ring
zwar größtenteils abgetrocknet, dennoch stufte die Rennleitung
den 13. Saisonlauf als „Wet Race“ ein und ließ das komplett
auf Slick-Bereifung setzende Feld hinter dem Safety-Car
starten. Als das Sicherungsfahrzeug nach zwei Umläufen den
Weg freimachte, trat Polesitter Wehrlein zu früh aufs Gas
seines 145 PS starken Formel ADAC powered by Volkswagen
und überholte das Auto noch vor der Safety-Car-Linie. Dafür
wurde er nach Rennende mit 30 Strafsekunden belegt. Damit
fiel der bisherige Tabellenführer bis auf Platz 13 zurück.
Nutznießer der Strafe war Kean Kristensen, der mit seinem
ersten Podest-erfolg in der Formel ADAC gleichzeitig seinen
ersten Sieg verbuchte. „Nach Oschersleben stand ich hier
zum zweiten Mal auf dem zweiten Startplatz, aber der fliegende
Start hinter dem Safety-Car gelang mir deutlich besser und
ich folgte Pascal. Ab der dritten freien Runde setzte er
sich ein bisschen ab. Erst gegen Rennende kam ich ihm wieder
näher, für eine Attacke hat es aber nicht mehr gereicht“,
gab der Däne zu, der sich schließlich doch über 25 Siegpunkte
freuen durfte und so perfekt in die zweite Saisonhälfte
gestartet ist.
Mario Farnbacher und Emil Bernstorff komplettieren Podium
Die Plätze zwei und drei gingen an Kristensens Motopark-Teamkollegen
Mario Farnbacher (19, Lichtenau) und Emil Bernstorff (18,
GB). Sie rückten im Nachhinein gleich zwei Plätze auf, weil
nicht nur Wehrlein bestraft wurde, sondern auch der ursprüngliche
Dritte Sven Müller (ma-con). Der 19-Jährige Bingener hatte
etwas zu vehement ans Heck des vor ihm fahrenden Roy Nissany
(16/RSC Mücke Motorsport) „angeklopft“. Der Israeli kam
daraufhin von der Strecke ab und schlug in die Reifenstapel
eins. Die Sportkommissare schlossen Müller wegen der Attacke
nach Rennende aus der Wertung aus. Für Bernstorff waren
die 15 Punkte für den dritten Platz eine schöne Beloh-nung:
Der Brite hatte sich von Startplatz 13 nach vorn gekämpft.
Bernstorff schließt auf Tabellenführer Wehrlein auf
Nach der zweiten Nullnummer von Wehrlein in Folge hat
Bernstorff weiter Boden auf den Spitzenreiter gutgemacht.
221 zu 206 lautet der aktuelle Punktestand zu Gunsten Wehrleins.
Müller ist Dritter mit 185 Punkten.
Lokalmatador Coleselli mit bestem Saisonergebnis
Die Farben Österreichs wurde von Marc Coleselli würdig
vertreten. Der 17-Jährige vom Team HAITECH Racing belegte
Rang acht hinter seinem Teamkollegen Jeffrey Schmidt (17,
CH), der Vierter wurde, sowie Jason Kremer (16, Bonn/RSC
Mücke Motorsport), Artem Markelov (16, RUS/ Motopark) und
Lucas Wolf (16, Mörlenbach/URD Rennsport) auf den Posi-tionen
fünf bis sieben. Coleselli zeigte damit pünktlich beim Heimspiel
seine bisher beste Saisonleistung. Erste Punkte strich auch
Toni Koitsch (23, Döbeln/KSW Motorsport) ein. Er wurde Zehnter.
Kristensen am Sonntagmorgen auf Pole
Analog zum heutigen Rennergebnis startet Kean Kristensen
im zweiten Rennen des Wochenendes am Sonntagmorgen (Start:
10.30 Uhr) von der Pole-Position. Das finale dritte Rennen
wird um 16.30 Uhr gestartet. Die beiden Rennen werden als
Livestream auf der Homepage übertragen.