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12. Juni:

2. Rennen - Sonntag:
Pascal Wehrlein wiederholt Start-Ziel-Sieg in Zolder
*Markelov setzt Podiumserie mit Rang zwei fort, Müller erkämpft Platz
drei Déjà-vu in Zolder:

Wie am Vortag führte auch im zweiten der drei Rennen der Formel ADAC kein Weg an Pascal Wehrlein vorbei. Der 16-Jährige Worndorfer, der unter der Bewerbung des ADAC Berlin-Brandeburg antritt, ging am Sonntagmorgen von der Pole-Position ins achte Saisonrennen und behauptete sich bis ins Ziel an der Spitze. Ungefährdeter Zweiter wurde Artem Markelov (16, RUS/Motopark). Hart umkämpft waren die Verfolgerplätze. Am Ende sicherte sich Sven Müller (19, Bingen/ma-con) den dritten Podestrang.

Auch wenn Wehrlein bei seinem vierten Saisonerfolg vom Start bis ins Ziel an der Spitze lag, war der Erfolg härter erarbeitet als gestern. „Um für das dritte Rennen eine bessere Ausgangsposition zu haben, hatten wir im Gegensatz zu den Gegnern die beiden erlaubten neuen Reifen auf der rechten Seite auf-gezogen um diese fürs dritte Rennen zu schonen, dadurch fiel es mir nicht so leicht, mich wie gestern abzusetzen“, erklärte der Förderpilot der ADAC Stif-tung Sport.

Der einzige Fahrer, der dem taktierenden Wehrlein folgen konnte, war den-noch Markelov. Im Ziel hatte das Führungsduo über 20 Sekunden Vorsprung vor Müller. Markelov hängte sich zwar ans Heck von Wehrleins Formel ADAC powered by Volkswagen, und auch wenn er die schnellste Rennrunde mar-kierte bot sich ihm keine echte Chance zum Angriff auf den Spitzenreiter. In der letzten Runde musste der Russe sogar noch kurz um seinen zweiten Platz bangen. „In der letzten Runde brach in der sechsten Kurve mein Heck plötzlich aus. Das sorgte für steigenden Puls bei mir, aber alles ist gut ge-gangen“, berichtete der Hobby-Musiker, der seinen fünften Podestplatz in Folge bejubelte.

Hinter dem Führungsduo entflammte ein Fünfkampf um Rang drei. Zunächst hatte Dennis Lind (19/ma-con) die Position inne, doch der Däne konnte trotz heftiger Gegenwehr weder Emil Bernstorff (18, GB/Motopark) noch Sven Müller und Kartaufsteiger Jeffrey Schmidt (17, CH/HAITECH Racing) hinter sich hal-ten. Wenig später drängte sich Müller an Bernstorff auf die dritte Position vorbei. „Das war ein echtes Getümmel, zeitweise sind wir zu Fünft nebenein-ander gefahren. Als sich mir dann eine Chance bot, bin ich an Emil vorbei gezogen, der sich noch mit einem anderen Auto auseinander setzen musste. Danach konnte ich mich absetzen.

Von Platz sechs Dritter zu werden – damit bin ich zufrieden“, rekapituliert Müller. Im Kampf um Platz vier kamen Schmidt und Lind in der letzten Runde von der Strecke ab und musste ihre Autos abstellen. Lind, dessen Auto beim Überfahren der Randsteine abhob und hart landete, wurde vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Bernstorff und sein Motopark-Teamkollege Kean Kristensen (16, DK) wurden am Ende Vierter und Fünfter.

Nach tollen Aufholjagden punkteten auch Jason Kremer (16, Bonn/RSC Mücke Motorsport), Lucas Wolf (16, Mörlenbach/URD Rennsport) und Maximilian Buhk (18, Dassendorf/KUG Motorsport). ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Kremer arbeitete sich vom 20. auf den sechsten Platz vor, Wolf machte 14 Positionen gut und wurde Achter, Buhk verbesserte sich vom 21. auf den neunten Rang. Sein bisher bestes Ergebnis verbuchte Luca Stolz (15, Brabach/URD Rennsport). Er wurde Siebter. Vor dem abschließenden Rennen am Sonntagnachmittag (15 Uhr) führt Wehrlein (146 Punkte) in der Tabelle vor Müller (133), Bernstorff (130) und Markelov (81).

1. Rennen - Samstag:
Formel ADAC hat ihren ersten Zolder-Sieger:
Pascal Wehrlein
* 14 Zeitstrafen wirbeln Rennergebnis durcheinander

Das erste Rennen der 2008 ins Leben gerufenen Formel ADAC im belgischen Zolder hat einen würdigen Sieger: Von der Pole-Position gestartet markierte Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin Brandenburg) einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg und eroberte so die Tabellenführung. Die Plätze hinter ihm wur-den kräftig durcheinander gewirbelt, nachdem die Rennleitung wegen Sekto-renbestzeiten unter Gelb gegen 14 Fahrer nachträglich eine 30-Sekunden-Zeitstrafe verhängte. Am Ende rückten die ursprünglich auf den Plätzen vier und fünf gewerteten Fahrer Artem Markelov (16, RUS/Motopark) und Dennis Lind (18, DK/Krafft Walzen) auf die Podestplätze zwei und drei vor.

Bereits in der ersten Runde musste das Safety-Car auf die Strecke kommen: Hinter Polesetter Wehrlein hatte sich der von Rang vier gestartete Israeli Roy Nissany (16, RSC Mücke Motorsport) nach einer Berührung gedreht, Lucas Wolf (17, Mörlenbach/URD Rennsport) und Maximilian Buhk (18, Dassen-dorf/KUG Motorsport) trafen den Havaristen. Alle drei Fahrer blieben unverletzt, schieden aber aus und das Safety-Car musste ausrücken. Beim Restart be-hauptete sich Wehrlein erneut an der Spitze und baute schnell einen großen Vorsprung auf seinen direkten Verfolger Jason Kremer (16, Bonn/RSC Mücke Motorsport) aus. Doch Kartaufsteiger Kremer kam auf einer der nassen Stel-len, die sich nach mittäglichen Regengüssen auf der Strecke gehalten hatten, ins Schleudern und schlug in die Reifenstapel ein. Auch Kremer blieb unver-letzt. Während der Bergungsarbeiten wurden an der Unfallstelle Gelbe Flaggen geschwenkt, dennoch gingen die später bestraften Piloten hier nicht aus-reichend vom Gas. Gleich elf Piloten entpuppten sich bei späterer Durchsicht der Zeiten sogar als „Wiederholungstäter“. Sie wurden zusätzlich fünf oder gar zehn Startplätze für das zweite Rennen zurückversetzt.

Artem Markelov rückte nach Kremers Ausfall auf Rang zwei vor und sah sich heftiger Attacken seines Motopark-Teamkollegen Emil Bernstorff (18, GB) ausgesetzt, die in einer unsanften Berührung der beiden Kontrahenten gipfelte. Schließlich setzte sich Bernstorff durch und auch der von Platz sieben ge-startete Sven Müller (19, Bingen/ma-con) schob sich am Moskowiter vorbei. Doch am Ende lag Markelov doch vor seinen Rivalen, den sowohl Bernstorff als auch Müller zählten zu den bestraften Piloten. Sie belegten schließlich die Plätze fünf und sechs. Kartaufsteiger Jeffrey Schmidt (17, CH/HAITECH Racing) rückte durch die vielen Strafen indes vom achten auf den vierten Rang vor und strich so das bisher beste Ergebnis seiner jungen Formelkarriere ein.

In der Anfangsphase des Rennens mischte auch noch Mario Farnbacher (19, Lichtenau/Motopark) im Kampf um die Podiumsränge mit, doch eine Durch-fahrtsstrafe wegen Frühstarts verhagelte auch ihm das Rennen. Er wird im revidierten Ergebnis als 14. geführt. Ihm bleibt die Hoffnung, in den beiden Sonntagsrennen (Start: 11 und 15 Uhr) den Abstand auf das Spitzentrio in der Gesamtwertung zu verkürzen. Wehrlein führt mit 121 Punkten vor Bernstorff und Müller, die je 118 Zähler auf dem Konto haben.

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