Rennen - Sonntag:
Jäger/Stoll gewinnen Thriller auf
EuroSpeedway
Bei traumhaften
Wetter begeisterte das ADAC GT Masters 16.500 Zuschauer
am Wochenende auf dem EuroSpeedway Lausitz mit einem packenden
Renn-sportkrimi.
Als Sieger eines spannenden Duells von der ersten bis zur
letzten Runde um die Führung setzten sich Thomas Jäger (34,
München) und Florian Stoll (30, Rickenbach) im MS RACING-Mercedes-Benz
SLS AMG knapp gegen den Farnbacher ESET Racing-Ferrari 458
GT3 von Dominik Farnbacher (26, Ans-bach) und Niclas Kentenich
(23, Neuss) durch. Den Erfolg für Mercedes kom-plettierten
Lance-David Arnold (25, Duisburg) und Andreas Zuber (27,
UAE) im SLS AMG von HEICO MOTORSPORT als Dritte.
Keyfacts, EuroSpeedway Lausitz
Streckenlänge: 4.524 Meter
Wetter: sonnig, 30 Grad Pole
Position: Daniel Keilwitz, Callaway Competition-Corvette
Z06.R GT3
Sieger: Thomas Jäger/Florian Stoll (MS RACING-Mercedes-Benz
SLS AMG)
Schnellste Rennrunde: Heinz-Harald Frentzen (Callaway Competition-Corvette
Z06), 1:45,232 Min.
Mercedes und Ferrari machten Rennsieg unter sich aus
Den besten Start zu einem der bisher spannendsten Rennen
der Saison er-wischte Dominik Farnbacher im Ferrari, der
sich von Startplatz vier aus an die Spitze setzte. Thomas
Jäger machte auf Platz zwei liegend Jagd auf Farn-bacher
und folgte dem Ferrari in Schlagdistanz. Bis zur Rennhälfte
trennte Jäger nur 0,3 Sekunden von Farnbacher, die Entscheidung
über den Rennsieg fiel beim Plichtboxenstopp. Jäger zögerte
seinen Boxenstopp mit Fahrer-wechsel auf Teamkollege Stoll
um eine Runde länger heraus als das Ferrari-Team und machte
im entscheidenden Umlauf eine Sekunde gut. Dieser knappe
Vorsprung sollte Stoll reichen, um direkt vor Niclas Kentenich
wieder zurück auf die Strecke zu gehen. Stoll hielt bis
Rennende allen Attacken des Ferrari stand und sicherte sich
den Premierensieg im ADAC GT Masters mit 1,2 Sekunden Vorsprung
vor Farnbacher/Kentenich.
"Der Boxenstopp war heute der Schlüssel zum Sieg, denn auf
der Strecke war es unheimlich eng und wir waren vom Speed
her komplett gleich," erklärte Florian Stoll. Ex-DTM-Pilot
Thomas Jäger ergänzte: "Unser Erfolgsgeheimnis ist auch,
dass der Mercedes SLS AMG sehr konstant über die Distanz
ist. Damit hatte Florian Stoll am Ende noch gute Chancen,
sich zu verteidigen. Dem Druck des Ferrari am Ende stand
zu halten, war allerdings auch eine klasse Leistung von
Florian."
Margaritis/Lunardi heimliche Sieger in der Lausitz
Das Podium komplettierten Lance David Arnold/Andreas
Zuber im Mercedes SLS AMG, die mit einer zweikampfstarken
Fahrt und einem perfekten Boxen-stopp von Startplatz 11
bis auf Platz drei nach vorne fuhren. Hinter dem Flü- geltürer
kamen die Tabellenführer Alexandros Margarits (26, Köln)/Dino
Lunardi (32, F) im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler
ins Ziel, die den Lausitzring als heimliche Sieger verließen.
Denn mit zwei vierten Plät-zen liegen die zweifachen Saisonsieger
bei vier noch ausstehenden Rennen nun 17 Punkte vor dem
Reiter-Lamborghini Gallardo der Brüder Ferdinand (20, A)
und Johannes Stuck (24, A). Die Söhne von Rennsportlegende
Hans-Joachim Stuck erlebten ein Wochenende zum Vergessen.
Das Lamborghini-Duo kam nach einer gebrochenen Radmutter
am Sonntag nicht über die Einführungsrunde hinaus und blieb
in der Lausitz ohne Punkte. Die derzeit Drittplatzierten
in der Meisterschaft, Luca Ludwig (22, Bonn)/ Christopher
Mies (22, Heiligenhaus) im ABT-Audi R8 LMS verloren in der
letzten Runde zwei Positionen und belegten Platz sieben
hinter dem rhino´s Leipert-Lamborghini Gallardo mit David
Mengesdorf (20, Wolnzach)/Marcel Leipert (27, Wegberg) und
dem HEICO MOTORSPORT-Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Dominik
Baumann (18, A)/Hari Proczyk (35, A).
Sven Hannawald feiert zweiten Sieg in der Amateurwertung
Eine grandiose Fahrt des ehemaligen Formel-1-Vizeweltmeisters
und DTM-Piloten Heinz-Harald Frentzen (44, Neuss) legte
die Grundlage zum zweiten Saisonsieg von Sven Hannawald
(36, München) in der Amateurwertung. Frent-zen lag in der
ersten Rennhälfte hinter den Spitzenreitern auf dem dritten
Rang und fuhr wie schon im Rennen eins am Samstag die schnellste
Rennrunde. Hannawald brachte die Corvette schliesslich auf
Rang neun ins Ziel und sicherte sich damit vor Swen Dolenc
(43, Maulbronn) im FACH AUTO TECH-Porsche 911 den Sieg in
der Amateurwertung.
Dolenc übernimmt mit Platz zwei die Tabellenführung in der
Amateurwertung von Marc A. Hayek (40, CH) im Reiter-Lamborghini
Gallardo. Hayek belegte nach einer Durchfahrtsstrafe nach
einem Vergehen beim Boxenstopp Rang fünf in der Amateurwertung.
Oliver Mayer (53, Ingolstadt) wahrte auf Platz drei im Black
Falcon-Mercedes-Benz SLS AMG auf Rang drei seine Titelchancen.
Liste der Pechvögel am Sonntag ist lang
Nach ihrem Sieg im Rennen am Samstag hatten Sebastian
Asch (25, Am-merbuch) und Michael Ammermüller (25, Pocking)
im Porsche 911 von a-workx-Akrapovic am Sonntag viel Pech.
Das Porsche-Duo wurde wie einige Konkurrenten Opfer einer
Startkollision und schied nach der ersten Runde ebenso aus
wie die von der Pole Position gestartete Callaway-Corvette
von Daniel Keilwitz (21, Villingen) und Diego Alessi (39,
I). Ein Folgeschaden der Startkollision beendete auch das
Rennen von Niclas Armindo (29, F)/Stefan Wendt (21, Papenburg)
im HEGERSPORT-Porsche 911 vorzeitig.
Nächster Stopp: Assen in den Niederlanden
Die Vorentscheidung für den Titel kann beim vorletzten
ADAC Masters Weekend der Saison vom 16. bis 18. September
im niederländischen Assen fallen. Margaritis/Lunardi reisen
mit 17 Punkten Vorsprung auf Stuck/Stuck nach Holland, Ludwig/Mies
liegen 26 Punkte hinter den Tabellenführern.
Rennen - Samstag:
Asch/Ammermüller
erkämpfen sich im Porsche ersten
Saisonsieg
* Margaritis/Lunardi
im BMW ALPINA neue Tabellenführer
Sebastian Asch
(25, Ammerbuch) und Michael Ammermüller (25, Pocking) waren
vor drei Wochen auf dem Red Bull Ring in Österreich die
großen Pechvögel, als das Porsche-Duo mit ihrem 911 von
a-workx-Akrapovic in Führung liegend ausschied. Auf dem
EuroSpeedway Lausitz rückten der Sohn von Rennfahrerlegende
Roland Asch und der ehemalige Red-Bull-Formel-1-Testfahrer
Ammermüller das Bild wieder gerade und siegten in einem
packen-den Rennen vor der Callaway-Corvette von Daniel Keilwitz
(22, Villingen) und Diego Alessi (39, I). Nicolas Armindo
(29, F) und Stefan Wendt (21, Papen-burg) machten im HEGERSPORT-Porsche
911 GT3 R das Podium komplett.
Keyfacts, EuroSpeedway Lausitz
Streckenlänge: 4.524 Meter
Wetter: sonnig, 27 Grad
Pole Position: Niclas Kentenich, (Farnbacher ESET Racing-Ferrari
458 Italia)
Sieger: Sebastian Asch/Michael Ammermüller (a-workx-Akrapovic-Porsche
911)
Schnellste Rennrunde: Heinz-Harald Frentzen (Callaway Competition-Corvette
Z06), 1.44,898 Min.
Porsche-Ferrari-Duell dominiert spannendes Rennen
Die erste Rennhälfte auf dem EuroSpeedway Lausitz beherrschte
ein packen-des Duell zwischen dem von der Pole Position
gestarteten Farnbacher ESET Racing-Ferrari 458 von Niclas
Kentenich (23, Neuss) und Verfolger Sebastian Asch. Porsche-Pilot
Asch hetzte den Ferrari im Zentimeterabstand vor sich her.
Nach dem Fahrerwechsel führten Dominik Farnbacher (26, Ansbach)
und Michael Ammermüller das spannende Duell fort. Ammermüller
trickste Farn-bacher schließlich aus und übernahm die Führung,
die er bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr abgab.
„Endlich hat es geklappt“, jubelte Asch nach dem Rennen
erleichtert. „Niclas Kentenich war im letzten Jahr mein
Teamkollege, daher wusste ich, wie schnell er ist und dass
ich so leicht nicht an ihm vorbeikomme. Unsere Taktik war
daher auf Tuchfühlung zu bleiben, um in der zweiten Rennhälfte
zu at-tackieren.“ Auch Ammermüller jubelte nach seinem ersten
Sieg im ADAC GT Masters: „Der Ferrari ist etwas langsamer
geworden, da habe ich meine Chance genutzt und habe ihn
ausgebremst.“
Kentenich und Farnbacher im Ferrari große Pechvögel
Hinter dem führenden a-workx-Akrapovic-Porsche entwickelt
sich in der zwei-ten Rennhälfte ein spannender Fünfkampf
um Platz zwei. Daniel Keilwitz und Diego Alessi setzten
sich schließlich vor dem Porsche-Duo Armindo und Wendt durch.
„Leider hat mich der Farnbacher-Ferrari sehr lange aufgehalten,
sonst hätten wir heute auch noch ein Wort um den Sieg mitreden
können“, so FIA GT3-Europameister Keilwitz. Kentenich/Farnbacher
waren am Ende die größten Pechvögel. Nach Problemen an der
Servolenkung musste Farnbacher den Ferrari zwei Runden vor
Rennende abstellen.
Wechsel an der Tabellenspitze
Als Vierte verpassten der frühere DTM-Fahrer Alexandros
Margaritis (26, Köln) und Dino Lunardi (32, F) im BMW ALPINA
B6 des LIQUI MOLY Team Engs-tler das Podium nur knapp. Die
Freude des BMW ALPINA-Duos war dennoch groß, denn mit Platz
vier eroberten die zweifachen Saisonsieger die Tabel-lenführung
von den bisherigen Tabellenführern Ferdinand (20) und Johannes
Stuck (24, beide Österreich) zurück, die im Reiter-Lamborghini
auf Platz 16 punktelos blieben. Die Tabellendritten Luca
Ludwig (22, Bonn)/Christopher Mies (22, Heiligenhaus) belegten
hinter dem Mercedes-Benz SLS AMG vom PRIMAJOB Team HEICO
mit Lance-David Arnold (25, Duisburg) und Andreas Zuber
(27, UAE) Platz sechs.
Porsche-Sieg durch Swen Dolenc auch in der Amateurwertung
Nicht nur der Gesamtsieg ging in der Lausitz an die
Sportwagenikone Porsche 911, sondern auch der Sieg in der
Amateurwertung. Swen Dolenc (43, Maul-bronn) sicherte sich
im Porsche von FACH AUTO TECH den Sieg vor dem amtierende
Amateurchampion Toni Seiler (53, CH) in einer Callaway-Corvette.
Carsten Tilke (27, München), Sohn von Rennstreckenarchitekt
Hermann Tilke, belegte im Mercedes-Benz SLS AMG von HEICO
MOTORSPORT Rang drei. Pech hatten sowohl Tabellenführer
Marc A. Hayek (40, CH) im Reiter-Lam-borghini Gallardo und
der bisherige Tabellenzweite Oliver Mayer (53, Ingol-stadt)
im Black Falcon-Mercedes SLS AMG. Beide wurden wie zwei
weitere Konkurrenten auch Opfer einer Startkollision, die
kurz nach dem Start eine rund 15-minütige Safety-Car-Phase
zur Folge hatte.
Strafe für Hannawald/Frentzen
Eine gute Platzierung von Heinz-Harald Frentzen (44,
Neuss) und Sven Hannawald (36, München) in ihrer Corvette
Z06 von Callaway Competition vereitelte eine Durchfahrtsstrafe
nach einem Vergehen beim Boxenstopp. Mit der schnellsten
Rennrunde zeigte Frentzen aber, dass mit dem Corvette-Duo
im zweiten Rennen am Sonntag zu rechnen sein wird. Frentzen/Hannawald
starten von Rang sieben.
Keilwitz/Alessi mit perfekter Ausgangsposition für das
Sonntagsrennen
Die Zweitplatzierten am Samstag, Keilwitz/Alessi, haben
im zweiten Rennen am Sonntag eine perfekte Ausgangsposition
und starten von der Pole Posi-tion. Thomas Jäger (34, München)
und Florian Stoll (30, Rickenbach) starten im MS RACING-Mercedes
SLS AMG neben dem Corvette-Duo. Aus der zwei-ten Reihe gehen
der Audi R8 von Phoenix Racing Pole Promotion mit Stefan
Landmann (24, A) und René Rast (24, Steyerberg) sowie der
Farnbacher-Ferrari 458 von Farnbacher/Kentenich ins Rennen.
ADAC
GT Masters live im TV
Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011
wieder vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags
und sonntags um 11.45 Uhr live in Deutschland, Österreich
und in der Schweiz übertragen. Der Sport-sender SPORT1 sendet
Highlights des ADAC GT Masters vom EuroSpeed-way Lausitz
im ADAC Masters Weekend-Magazin am 9. September um 15.45
Uhr.