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10. Juli:

Rennen - Sonntag:
Wirth/Frankenhout feiern Mercedes-Debütsieg im ADAC GT Masters
* Stuck-Brüder sind Halbzeitmeister im ADAC GT Masters

Das ADAC GT Masters begeisterte die Fans beim grossen Motorsport-Volks-fest im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring auch am Sonntag. Nach einem turbulenten Rennen feierten Andreas Wirth (26, Heidel-berg) und Christiaan Frankenhout (29, Niederlande) vom Team HEICO MOTORSPORT vor 212.000 Zuschauern am Wochenende den ersten Triumph des Mercedes-Benz SLS AMG in der „Liga der Supersportwagen“. Der amtie-rende Champion Albert von Thurn und Taxis (28, Regensburg) erkämpfte sich zusammen mit Philip Geipel (24, Plauen) im Reiter-Lamborghini Gallardo Platz zwei. In einem packenden Zieleinlauf eroberten Dominik Baumann (18) und Hari Proczyk (35, beide Österreich) im HEICO-MOTORSPORT-Mercedes-Benz SLS AMG den letzten Platz auf dem Treppchen.

Das Rennen am Sonntag startete vor einer Traumkulisse mit einer Schreck-sekunde. In der vierten Runde verunfallte Alex Plenagl (22, Ebersberg) in der Zieleingangskurve mit seinem BMW ALPINA B6 aus dem LIQUI MOLY Team Engstler. Der Nachwuchspilot überstand den Unfall unverletzt. An der Spitze führte währenddessen Peter Kox (47, Niederlande) im Reiter-Lamborghini vor seinem von der Pole-Position gestarteten Teamkollegen Johannes Stuck (24, Österreich). Die Reihenfolge an der Spitze blieb bis zum Plichtboxenstopp unverändert. Kurz nach dem Fahrerwechsel konnte jedoch Mercedes-Pilot Andreas Wirth nach einem Fahrfehler von Marc A. Hayek (40, Schweiz), dem Teamkollegen von Kox, die Führung übernehmen.

Während Wirth sich souverän an der Spitze behauptete und schliesslich 14,7 Sekunden vor dem Lamborghini von Albert von Thurn und Taxis/Philip Geipel siegte, fiel Hayek bis auf Rang neun zurück. Spannend bis zum Schluss war der Kampf um Platz drei. Erst in den vorletzten Runde kämpften sich Dominik Baumann/Hari Proczyk am ABT-Audi R8 von Luca Ludwig(22, Bonn)/Christo-pher Mies (22, Heiligenhaus) vorbei, die vor ihren Teamkollegen Christer Jöns (23, Ingelheim)/Jens Klingmann (20, Leimen) Vierte wurden. Platz sechs belegte nach einer starken Aufholjagd aus der letzten Startreihe das Callaway-Corvette-Duo Diego Alessi (39, Italien)/Daniel Keilwitz (21, Villingen). Die beiden Stuck-Brüder Ferdinand und Johannes schieden nach einem tech-nischen Defekt mit ihrem Reiter-Lamborghini Gallardo aus, dürfen sich aber dennoch über den Titel des Halbzeitmeisters freuen.

„Christiaan hatte einen super Start vom neunten Platz und war nach der ersten Runde bereits Dritter“, freute sich Andreas Wirth nach seinem vierten Sieg im ADAC GT Masters in der Eifel. „Ich konnte mich in der zweiten Rennhälfte darauf konzentrieren den Sieg nach Hause zu fahren. Nun haben wir auch wieder gute Chancen in der Meisterschaft.“ Für Frankenhout wurden die letzten Minuten vor seinem ersten ADAC GT Masters-Triumph zur Nerven-probe: „Nachdem wir in Führung lagen waren das die 20 spannendsten Minuten meines Lebens.“

In der Amateurwertung baute Marc A. Hayek seine Tabellenführung mit dem vierten Saisonsieg weiter aus. Jochen Krumbach (40, Eschweiler) eroberte bei der ADAC GT Masters-Premiere des HARIBO TEAM MANTHEY im Porsche 911 Platz zwei vor Markenkollege Swen Dolenc (43, Maulbronn) aus dem Team FACH AUTO TECH. Ex-Formel 1-Fahrer Heinz-Harald Frentzen (44, Monaco) begeisterte mit dem vierten Platz in der ersten Rennhälfte die Fans. Ein Kontakt von Teamkollege Sven Hannawald (36, München) mit einem Konkurrenten in der Schlussphase verhinderte erste Meisterschaftspunkte des Callaway-Corvette-Duos.

Der früheren Formel 1 und DTM-Fahrer Markus Winkelhock (31, Berglen-Steinach) belegte im Audi R8 des 9Elf Team Dutt Motorsport zusammen mit Pierre von Mentlen (Schweiz) nach einer Durchfahrtsstrafe Rang 21. Eine Position davor wurden die bisherigen Tabellenführer Alexandros Margaritis (26, Köln) und Dino Lunardi (32, Frankreich) gewertet, die nach einer Zeitstrafe mit ihrem BMW ALPINA B6 aus dem LIQUI MOLY Team Engstler punktelos blieben.

Rennen - Samstag:
Stuck-Brüder fahren auf dem Nürburgring zum dritten Saisonsieg
Johannes und Ferdinand Stuck im Lamborghini neue Tabellenführer

Ein Starterfeld von 39 Supersportwagen war in dem ersten der beiden Rennen des ADAC GT Masters auf der 3.629 Meter kurzen Sprintstrecke des Nürburg-rings ein Garant für faszinierende Zweikämpfe und packende Türklinkenduelle. Die beiden Stuck-Brüder Ferdinand (20) und Johannes (24, beide Österreich) behielten in einem der spektakulärsten Rennen der „Liga der Supersport-wagen“ den Überblick und übernahmen mit ihrem dritten Saisonsieg im Reiter-Lamborghini Gallardo die Tabellenführung. Dominik Baumann (18) und Hari Proczyk (35, beide Österreich) wurde im Mercedes-Benz SLS AMG von HEICO MOTORSPORT Zweite vor ihren Teamkollegen Andreas Wirth (26, Heidelberg) und Christiaan Frankenhout (29, Niederlande), die ein zweikampf-starkes Rennen als Dritte beendeten.

„Das war sicherlich eines der engsten Rennen des ADAC GT Masters“, sagte ein atemloser Johannes Stuck nach dem Rennen im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Gleich am Start übernahm sein jün-gerer Bruder Ferdinand von der Pole-Position die Spitze, konnte sich aber nicht von Verfolger Dominik Baumann absetzen. Eine zehnminütige Safety-Car-Phase nach einer Kollision zwischen Stefan Landmann (24, Österreich) im Phoenix Racing Pole Promotion-Audi R8 und Lokalmatador Frank Schmickler (46, Rösrath) im Porsche 911 von Mühlner Motorsport ließ einen zwei Sekunden Vorsprung von Stuck zusammenschmelzen.

Doch auch nach dem Restart behielt Stuck einen kühlen Kopf und behauptete sich an der Spitze. Nach dem Fahrerwechsel verteidigte Johannes Stuck die Führung erfolgreich und stellte mit 1,4 Sekunden Vorsprung den Sieg sicher. „Genial!“, war der erste Kommentar von Ferdinand Stuck nach dem Rennen. „Ich konnte mich keine Sekunde ausruhen und musste in jeder Runde extrem pushen, um die Führung zu halten.“ Für Bruder Johannes wurde es in den letzten Runden nochmals eng. „Gegen Rennende haben die Reifen stark ab-gebaut und ich habe etwas Vorsprung eingebüßt.“

Das Podium komplettierten Andreas Wirth/Christiaan Frankenhout, die im Flügeltürer-Mercedes mit spektakulären Überholmanövern von Startplatz 12 nach vorn fuhren. In der vorletzten Runde kämpfte sich Frankenhout am a-workx-Akrapovic-Porsche 911 von Sebastian Asch (25, Ammerbuch) und Michael Ammernmüller (25, Pocking) vorbei auf Platz drei. Mit einer starken Aufholjagd begeisterten auch Marc A. Hayek (40, Schweiz) und der amtie-rende Champion Peter Kox (47, Niederlande) im Reiter-Lamborghini, die von Position 22 in das Rennen starteten und schliesslich Rang fünf belegten.

Der fünfte Platz sicherte Hayek auch den Sieg in der Amateurwertung vor Toni Seiler (53, Schweiz), der gemeinsam mit Philip Eng (21, Österreich) in einer Callaway-Corvette hinter dem Duo Maximilian Mayer (19, Ingolstadt)/Maxi-milian Götz (25, Uffenheim) im MS Racing Mercedes-Benz SLS AMG Rang sieben belegte. ADAC GT Masters-Neueinsteiger Ardi van der Hoek (34, Niederlande) komplettierte im Audi R8 des Prosperia Team Brinkmann das Amateurpodium.

Der ehemalige Formel-1-Vizeweltmeister Heinz-Harald Frentzen (44, Monaco) durfte sich zusammen mit Skisprunglegende Sven Hannawald (36, München) als 12. in einer Callaway-Corvette über seine bisher beste Platzierung im ADAC GT Masters freuen. Ex-Formel-1- und DTM-Pilot Markus Winkelhock (31, Berglen-Steinach) belegte bei seinem Debütrennen in der „Liga der Super-sportwagen“ an der Seite von Pierre von Mentlen (Schweiz) im 9 Elf Team Dutt Motorsport-Audi R8 Platz 17. Die bisherigen Tabellenführer Alexandros Mar-garitis (26, Köln) und Dino Lunardi (32, Frankreich) hatten im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler Pech und schieden aus.

Für das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring am Sonn-tag (Start: 12.00 Uhr) haben die Stuck-Brüder mit der Pole-Position wieder eine gute Ausgangsposition. Kox/Hayek starten vor Baumann/Proczyk als Zweite, Frentzen/ Hannawald nehmen das zweite Rennen von Startplatz vier aus in Angriff.

Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011 wieder vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags und sonntags um 11.45 Uhr live in Deutschland, Österreich und in der Schweiz übertragen. Der Sport-sender SPORT1 sendet Highlights des ADAC GT Masters vom Nürburgring im ADAC Masters Weekend-Magazin am 17. Juli um 09.30 Uhr.

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