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14. August:

Rennen - Sonntag:
Stuck-Brüder gewinnen schnellstes ADAC GT Masters-
Rennen
* Sven Hannawald und Heinz-Harald Frentzen verpassen Podium
knapp

Die Siegesserie der Stück-Brüder Ferdinand (20) und Johannes (24, beide Österreich) im ADAC GT Masters hält an. Bei der Österreich-Premiere des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring fuhren die Brüder im Reiter-Lamborghini Gallardo bei ihrem Heimspiel zum vierten Saisonsieg. Die zweit-platzierten in der Meisterschaft, Alexandros Margaritis (26, Köln) und Dino Lunardi (32, F), belegten im BMW ALPINA B6 Platz zwei vor dem Mercedes-Benz SLS AMG von HEICO MOTORSPORT mit den beiden Österreichern Dominik Baumann (18) und Hari Proczyk (35).

Keyfacts
Rennen 2, Red Bull Ring, Österreich
Streckenlänge: 4.326 Meter
Wetter: sonnig, 24 Grad
Pole-Position: Thomas Jäger, MS RACING-Mercedes-Benz SLS AMG
Sieger: Ferdinand Stuck/Johannes Stuck, Reiter-Lamborghini Gallardo Schnellste Rennrunde: Daniel Keilwitz, Callaway Competition-Corvette,
1.32,241 Min.

Stuck-Brüder erkämpfen sich Sieg trotz Erkältung
Auch eine schwere Erkältung hinderte Johannes und Ferdinand Stuck nicht am vierten Saisonsieg. Auf dem Red Bull Ring in der Steiermark hatte das Lamborghini-Duo allerdings neben einem schweren Gasfuß auch eine große Portion Glück. In der ersten Rennhälfte dominierte Polesetter Thomas Jäger (34, München) im Mercedes SLS AMG von MS RACING.

Nach dem Fahrerwechsel verteidigte sein Teamkollege Florian Stoll (30, Rickenbach) die Führung, musste dann allerdings nach einem Fahrfehler dem a-workx-Akrapovic-Porsche 911 mit Sebastian Asch (25, Ammerbuch) die Spitze überlassen. Die Führung brachte Rennfahrersohn Asch aber nicht viel Glück. 20 Minuten vor dem Rennende war der Traum vom Sieg für Asch und Teamkollege Michael Ammermüller (25, Pocking) vorbei, als Asch den Por-sche mit Antriebsdefekt abstellen musste.

Ferdinand Stuck übernahm die Spitze und stellte im bisher schnellsten ADAC GT Masters-Rennen mit einem Durchschnittstempo von 163 km/h den vierten Saisonsieg sicher. „Ich habe nach 10 Minuten im Auto gemerkt, dass es mit meiner Erkältung heute extrem schwer wird“, so Johannes Stuck. „Ferdinand ist dann in der zweiten Rennhälfte ein fantastisches Rennen gefahren. Ich kann mir keinen besseren Teamkollegen wünschen. Allerdings tun mir die Porsche-Jungs sehr leid, die sind ein starkes Rennen gefahren.“

BMW ALPINA und Mercedes sorgen für Vielfalt auf dem Podium
Knapp geschlagen musste sich das Duo Margaritis/Lunardi mit Platz zwei zufrieden geben. „Ich habe versucht den Druck aufrecht zu erhalten, aber zum Rennende hat unsere Bremse stark abgebaut. In den letzten drei Runden konnte ich nur noch mit Hilfe des Motors bremsen“, erklärte Lunardi. Über einen Podiumsplatz beim Heimspiel durften Dominik Baumann und Lokal-matador Hari Proczyk jubeln, die sich von Startplatz elf bis auf das Podium arbeiteten. „Ein toller Erfolg, und das direkt vor meiner Haustür“, freute sich Proczyk, der unweit der Rennstrecke aufgewachsen ist.

Erste Punkte für das Duo Frentzen und Hannawald
Skisprunglegende Sven Hannawald (36, München) und Ex-Formel 1-Pilot Heinz-Harald Frentzen (44, Düsseldorf) verpassten das Podium als Vierte in ihrem bisher besten gemeinsamen Rennen im ADAC GT Masters nur knapp. Frentzen lag in der Callaway-Corvette in der ersten Rennhälfte auf Platz drei und in Schlagdistanz zur Spitze. Teamkollege Hannawald musste in der zweiten Rennhälfte nur noch Baumann passieren lassen. „Das Auto lief heute sehr gut. Aber noch schöner als Platz vier ist für mich, dass Sven so stark gefahren ist“, freute sich Heinz-Harald Frentzen über seine erste Punkteplat-zierung im ADAC GT Masters

Erster Saisonsieg von Hannawald in der Amateurwertung
Sven Hannawald sicherte sich mit Platz vier auch den ersten Saisonsieg in der Amateurwertung. Der Corvette-Pilot setzte sich gegen Oliver Mayer (53, Ingolstadt) im Black Falcon-Mercedes SLS AMG und Swen Dolenc (43, Maulbronn) im FACH AUTO TECH-Porsche 911 durch. Mit Platz zwei in der Amateurwertung machte Mayer weitere Punkte auf Tabellenführer Marc A. Hayek (40, CH) gut, der im Reiter-Lamborghini Gallardo Vierter wurde.

Pechvögel Jäger/Stoll werden noch Fünfte
Die Pechvögel des Rennens waren Thomas Jäger und Florian Stoll, die nicht nur die Führung verloren, sondern anschließend auch noch eine Durchfahrts-strafe nach einem Vergehen beim Boxenstopp antreten mussten. Das Mercedes-Duo beendete das Rennen auf Platz fünf. Einen Platz dahinter sahen Oliver Mayer und Teamkollege Jan Seyffarth (25, Querfurt) die Ziel-flagge. Lokalmatador Andreas Zuber (27) wurde im Mercedes SLS AMG des PRIMAJOB Team HEICO zusammen mit Lance-David Arnold (25, Duisburg) Siebter. Die Sieger vom ersten Rennen am Samstag, Norbert Siedler (28, A) und Christian Engelhart (24, Kösching), belegten im Porsche 911 des MRS Team PZ Aschaffenburg Rang neun hinter dem ABT-Audi R8 von Christopher Mies (22, Heiligenhaus) und Luca Ludwig (22, Bonn)

Meisterschaftskampf spitzt sich zu
Der vierte Saisonsieg verschaffte Stuck/Stuck sieben Punkte Vorsprung vor Lunardi/Margaritis bei noch sechs ausstehenden Rennen. Ludwig/Mies liegen 23 Punkte zurück. Ein schwarzes Wochenende erlebten Christer Jöns (24, Ingelheim)/Jens Klingmann (21, Leimen), die im zweiten ABT-Audi R8 punktelos blieben, aber weiter Tabellenvierte sind. Das nächste Rennen findet bereits in drei Wochen vom 2. bis 4. September auf dem EuroSpeedway Lausitz in der Nähe von Berlin statt.

Rennen - Samstag:
Siedler/Engelhart machen auf dem Red Bull Ring alle nass
* Porsche-Sieg bei Österreich-Premiere des ADAC GT Masters

Die Österreich-Premiere des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring brachte nach einer Regenschlacht zwei Überraschungssieger. Der Öster-reicher Norbert Siedler (28) und Christian Engelhart (24, Kösching/D), die im Porsche 911 des MRS Team PZ Aschaffenburg in Österreich zum ersten Mal in der „Liga der Supersportwagen“ antraten, verblüfften bei strömendem Regen mit einem souveränen Sieg. Platz zwei belegten Lokalmatador Andreas Zuber (27, Judenburg/A) zusammen mit Lance David Arnold (25, Duisburg/D) im Mercedes-Benz SLS AMG von HEICO MOTORSPORT vor Christopher Haase (23, Kulmbach/D)/Andreas Simonsen (21, S) im Audi R8 von Phoenix Racing Pole Promotion.

Keyfacts
Rennen 1, Red Bull Ring, Österreich
Streckenlänge: 4.326 Meter
Wetter: Am Start trocken, später starker Regen, 17 Grad
Sieger: Norbert Siedler/Christian Engelhart (MRS Team PZ Aschaffenburg-
Porsche 911)
Schnellste Rennrunde: Christian Engelhart, 1.41,832 Min.

Perfekter Start von Engelhart legt Grundstein zum Sieg
Das erste Rennen bei der Österreich-Premiere des ADAC GT Masters hatte sich vor allem Tabellenführer Ferdinand Stuck (20, Österreich) anders vorge-stellt. Zwar gewann der Reiter-Lamborghini-Pilot von der Pole-Position aus den Sprint zur ersten Kurve. Doch schon am Ende der ersten Runde übernahm Christian Engelhart im Porsche nach einem fulminanten Start von Position sechs die Führung. Schon in der zweiten Runde hatte Engelhart einen Ver-folger weniger im Rückspiegel, als Stuck seinen Lamborghini nach einem Kontakt mit einem Konkurrenten abstellen musste. Engelhart setzte sich leicht ab, und liess sich auch nicht vom stark einsetzenden Regen beein-drucken, der nach 20 Minuten über die Strecke herein-brach und den Red Bull Ring in eine Rutschbahn verwandelte.

Nach einem perfekt getimten Boxenstopp mit Fahrerwechsel ging Norbert Siedler auf Regenreifen wieder zurück auf die Strecke und stellte schliesslich mit fehlerloser Fahrt und 19,3 Sekunden Vorsprung den ersten Porsche-Saisonsieg vor Zuber/Arnold sicher. „Wir haben vor dem Rennen angesichts des drohenden Regens etwas mit der Abstimmung gepokert. Das hat sich ausgezahlt. Je nasser es wurde, desto besser wurde der Porsche“, erklärte Engelhart das Erfolgsgeheimnis. Siedler lobte die starke Fahrt seines Team-kollegen: „Christian hat in der ersten Rennhälfte den Grundstein zum Sieg gelegt. Ich wusste gar nicht, dass ich in Führung lag. Erst zehn Minuten vor dem Rennende habe ich über Funk gefragt und konnte gar nicht glaube, dass ich einen so großen Vorsprung habe.“

Lokalmatador Zuber mit Podiumspremiere im ADAC GT Masters
Andreas Zuber/Lance David Arnold fuhren trotz eines spektakulären High-Speed-Ausflugs von Zuber durch Kiesbett und Wiese zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podium. „Es war so nass auf der Strecke, dass man selbst auf den Geraden nicht richtig Gas geben konnte“, erklärte Zuber die extrem schwierigen Verhältnisse. Bei diesen fühlte sich aber das Duo Christopher Haase/Andreas Simonsen ganz in ihrem Element. Nach einer furiosen Auf-holjagd von Startplatz 24 sicherten sich die beiden Audi-Piloten mit starker Fahrt in der Schlussphase den letzten Platz auf dem Podium vor dem MS RACING-Mercedes-Benz von Florian Stoll (30, Rickenbach/D)/Thomas Jäger (34, München/D) und dem ABT-Audi R8 mit Christopher Mies (22, Heiligen-haus/D) und Luca Ludwig (22, Bonn/D)

Stuck-Brüder und ALPINA-Duo punktgleich an der Tabellenspitze
Vom Pech der Stuck-Brüder profitierten die bisherigen Tabellenzweiten Alexandros Margaritis (26, Köln/D) und Dino Lunardi (32, F) im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler. Nach Platz sechs im ersten Rennen liegen die bisherigen Tabellenzweiten nun punktgleich an der Spitze mit Ferdinand und Johannes Stuck.

Regen sorgte für Tumult in der Einfahrt zur Boxengasse
Tückisch zeigte sich die Boxeneinfahrt kurz vor den Plichtboxenstopps. In der regennassen Einfahrt drehte sich eine Vielzahl von Fahrzeugen, die noch mit profillosen Slicks unterwegs waren, bei starkem Aquaplaning. Unter anderem der Führende in der Amateurwertung, Marc A. Hayek (40, CH), und Skisprung-legende Sven Hannawald (36, München/D). „Ich habe mich extra an der Leit-planke angelehnt und entlanggleiten lassen, nur so konnte ich einen Dreher vermeiden“, erklärte der zweitplatzierte Arnold, wie er die schwierige Situation meisterte.

Oliver Mayer siegt im Mercedes SLS in der Amateurwertung
Einen kühlen Kopf behielt auch Oliver Mayer (53, Ingolstadt/D). Nach fehler-loser Fahrt feiert der Mercedes-Fahrer aus dem Team Black Falcon den zweiten Saisonsieg in der Amateurwertung und schloss damit zu Tabellen-führer Marc A. Hayek auf, der Siebter in der Amateurwertung wurde. Swen Dolenc (43, Maulbronn/D) belegte im Porsche 911 von FACH AUTO TECH Platz zwei vor Ardi van der Hoek (34, NL) im Audi R8 vom Prosperia Team Brinkmann uhc. Thomas Jäger startet von der Pole-Position im Rennen zwei am Sonntag Im zweiten Rennen am Sonntag startet erstmals ein Mercedes SLS von der Pole-Position. Thomas Jäger eroberte den ersten Startplatz im Flügeltürer von MS Racing vor Michael Ammermüller (25, Pocking) im a-workx Akapovic-Porsche 911. Von Startplatz vier geht Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen (44, Düsseldorf) in einer Callaway Corvette auf Punktejagd.

Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011 wieder vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags und sonntags um 11.45 Uhr live in Deutschland, Österreich und in der Schweiz übertragen. Der Sport-sender SPORT1 sendet Highlights des ADAC GT Masters vom Red Bull Ring im ADAC Masters Weekend-Magazin am 20. August um 13.00 Uhr.

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