2. Rennen -
Sonntag:
Margaritis/Lunardi siegen sich zurück
an die Tabellenspitze
* Sven Hannawald auf dem Podium in der Amateurwertung
Die Schlussphase
des zweiten ADAC GT Masters-Rennens im belgischen Zolder
war nichts für schwache Nerven. In einem Herzschlagfinale
siegten Alexandros Margaritis (26, Köln) und Dino Lunardi
(32, Nimes) im LIQUI MOLY Team Engstler-BMW ALPINA nach
35 Runden mit 0,9 Sekunden Vorsprung vor Albert von Thurn
und Taxis (27, Regensburg)/Philip Geipel (24, Plauen) im
Reiter-Lamborghini Gallardo. Lokalmatador Kenneth Heyer
(31) aus dem grenznahen Wegberg durfte zusammen mit Teamkollege
Robert Renauer (26, Jedenhofen) auf Platz drei im Black
Falcon-Mercedes Benz SLS AMG über die erste Podiumsplatzierung
des Flügeltürers im ADAC GT Masters jubeln.
Die Startphase zum Sonntagsrennen des ADAC GT Masters verlief
turbulent. Nach einem Unfall von Frank Kechele (24, Ulm)
im Reiter-Lamborghini, in den auch René Rast (24, Steyerberg)
im Phoenix Racing Pole Promotion-Audi R8 verwickelt wurde,
ging das Safety-Car in der ersten Runde auf die Strecke.
Beim Restart verteidigte der Trainingsschnellste Daniel
Dobitsch (27, Italien) im FACH AUTO TECH-Porsche 911 die
Führung, musste sich aber schließ- lich Christopher Haase
(23, Kulmbach) im Phoenix Racing Pole-Promotion-Audi R8
und BMW ALPINA-Pilot Lunardi beugen.
Nach dem Fahrerwechsel von Haase auf Andreas Simonsen (21,
Schweden) verließ der führende Audi einen Hauch zu schnell
wieder die Box und unter-schritt die vorgeschriebene Mindeststandzeit
um zwei Sekunden. Simonsen musste eine Stop-and-go-Strafe
antreten und die Führung an Margaritis ab-gegeben. Der Deutsch-Grieche
fuhr im BMW ALPINA einem scheinbar sicheren Sieg entgegen.
Doch in der Schlussphase machte Albert von Thurn und Taxis
Druck auf Margaritis, fand aber keinen Weg am giftgrünen
BMW ALPINA vorbei.
„Einige überrundete Fahrzeuge haben mich etwas aufgehalten,
dabei habe ich meinen Vorsprung eingebüßt“, berichtete Margaritis
nach dem Rennen. „Ich musste mich in den letzten Runden
sehr lang und breit machen, um vorn zu bleiben.“ Mit ihrem
zweiten Saisonsieg eroberte das Duo Margaritis/Lunardi die
Tabellenführung im ADAC GT Masters zurück. „Nach viel Pech
in den letzten Läufen ist der zweite Platz hier eine Erlösung“,
jubelte Albert von Thurn und Taxis nach seiner ersten Podiumsplatzung
der Saison. „Wir haben an diesem Wochenende extrem hart
gearbeitet, das hat sich ausgezahlt.“
Ein enges Duell lieferten sich auch die beiden bestplatzierten
Mercedes-Benz SLS AMG im Kampf um den ersten Podestplatz
des schwäbischen Super-sportwagen im ADAC GT Masters. Kenneth
Heyer und Robert Renauer be-hielten schließlich die Oberhand,
Andreas Wirth (26, Heidelberg) und Chri-stiaan Frankenhout
(29, NL) wurden im SLS AMG von HEICO MOTORT-SPORT Vierte.
Auf Platz sechs kam der Porsche von Dobitsch und Swen Dolenc
(43, Maulbronn) ins Ziel, das gute Ergebnis der beiden Newcomer
sicherte Dolenc den Sieg in der Amateurwertung vor Oliver
Mayer (53, In-golstadt) im Black Falcon-Mercedes-Benz SLS
AMG. Heinz-Harald Frentzen (44, Monaco) und Sven Hannawald
(36, München) belegten in ihrer Callaway-Corvette Platz
15. Das Ergebnis sicherte Sven Hannawald Platz drei in der
Amateurwertung und damit die erste Podiumsplatzierung der
Skisprung-legende in der laufenden Saison. Johannes (24)
und Ferdinand Stuck (19, beide Österreich), die Sieger des
ersten Rennens am Samstag im Reiter-Lamborghini, schieden
am Sonntag aus.
Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011 wieder
vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags und
sonntags um 11.45 Uhr live in Deutschland, Österreich und
in der Schweiz übertragen. Der Sport-sender SPORT1 sendet
Highlights des ADAC GT Masters aus Zolder im ADAC Masters
Weekend-Magazin am 18. Juni um 11.45 Uhr.
1. Rennen - Samstag:
Zweiter Streich der Stuck-Brüder im ADAC
GT Masters Johannes
und Ferdinand Stuck siegen in Zolder im Reiter-Lamborghini
Johannes (24)
und Ferdinand Stuck (19, beide Österreich), die Söhne von
Rennsportlegende Hans-Joachim Stuck, feierten beim Auslandsgastspiel
des ADAC GT Masters im belgischen Zolder einen klaren Sieg.
Das Bruderduo im Reiter-Lamborghini Gallardo dominierte
auf der ehemaligen Formel-1-Strecke und holte den zweiten
Saisonsieg vor Alexandros Margaritis (26, Köln) und Dino
Lunardi (32, F) im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler.
Luca Ludwig (22, Bonn) und Christopher Mies (22, Heiligenhaus)
komplettier-ten im ABT-Audi R8 als Dritte das Podium.
Nur am Start hatten die Gegner kurz Gelegenheit, einen Blick
auf den Reiter-Lamborghini der Stuck-Brüder zu werfen. Ferdinand
Stuck setzte sich von der Pole-Position aus in Führung und
fuhr der Konkurrenz davon. Bis zur Renn-halbzeit lag der
jüngste Sohn von Hans-Joachim Stuck bereits mehr als 15
Sekunden vor dem zweitplatzierten BMW ALPINA von Margaritis/Lunardi.
In der zweiten Rennhälfte setzte Johannes Stuck die fehlerlose
Fahrt fort und sicherte den Brüdern als erstes Team in diesem
Jahr einen zweiten Saison-sieg. „Am Start hat mich ein Mercedes
angeschoben, da hätte ich mich
beinahe gedreht“, berichtete Ferdinand Stuck nach dem Rennen.
„Anschließend habe ich stark gepusht. Unsere Strategie war,
bereits in der Startphase dem Feld davonzufahren. Das hat
gut funktioniert.“ Lob erntete Ferdinand auch von seinem
älteren Bruder Johannes: „Das war eine tolle Show von Ferdi.
Er hat heute den Grundstein zu unserem Sieg gelegt und fuhr
in einer eigenen Liga.“ BMW ALPINA-Pilot Alexandros Margaritis
war nach dem Rennen mit Platz zwei nicht unzufrieden. „Beim
Start haben mich die Gegner etwas ausbeschleunigt. Nach
einem Fehler des zweitplatzierten Mercedes konnte ich eine
Position gewinnen. Dann hatte ich aber keine Chance mehr,
den Rückstand zum führenden Lamborghini zu verringern.“
Spannend wurde in den letzten Runden der Kampf um Platz
drei. Eine At-tacke von Philip Geipel (24, Plauen) im Reiter-Lamborghini
Gallardo auf den drittplatzierten Christopher Mies im Audi
missglückte. Geipel rutschte in das Kiesbett der ersten
Kurve und belegte am Rennende gemeinsam mit Albert von Thurn
und Taxis (27, Regensburg) noch Rang acht. Den Sprung auf
das Treppchen verpassten Lance-David Arnold (25, Duisburg)
und Andreas Zuber (27, Dubai) im schnellsten Mercedes-Benz
SLS AMG des PRIMAJOB Team HEICO als Vierte nur knapp.
Christopher Haase (23, Kulmbach) und Andreas Simonsen (21,
S) wurden im Audi R8 von Phoenix Racing Pole Promotion Fünfte.
Pech hatten Heinz-Harald Frentzen (44, Monaco) und Sven
Hannawald (36, München). Die beiden Callaway-Corvette-Piloten
kassierten nach einem Kontakt mit einem Konkur-renten eine
Durchfahrtsstrafe und belegten Platz 21.
In der Amateurwertung feierte der Niederländer Arjan van
der Zwaan (44) im Audi R8 des Prosperia Team Brinkmann den
zweiten Saisonsieg in Folge. Platz zwei ging nach einem
spannenden Zweikampf in der Schlussphase an Marc A. Hayek
(40, CH) im Reiter-Lamborghini Gallardo vor Carsten Tilke
(27, München) im HEICO MOTORSPORT-Mercedes-Benz SLS AMG.
Das zweite Rennen des ADAC GT Masters startet am Sonntag
um 12:00 Uhr. Aus der ersten Startreihe gehen im sechsten
Wertungslauf der Saison Daniel Dobitsch (27, Italien) im
FACH AUTO TECH-Porsche 911 und Dino Lunardi im LIQUI MOLY
Team Engstler-BMW ALPINA B6 ins Rennen.
Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011 wieder
vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags und
sonntags um 11.45 Uhr in Deutschland, Österreich und in
der Schweiz übertragen. Der Sportsender SPORT1 sendet Highlights
des ADAC GT Masters aus Zolder im ADAC Masters Weekend-Magazin
am 18. Juni um 11.45 Uhr.