01.
Juni 2008 - Audi-Info:
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Audi
ist gerüstet für die 24 Stunden von Le Mans
- Sonnenschein, Regen und Hagel am offiziellen Testtag
- Neun Audi Werksfahrer absolvieren knapp 2.600 Kilometer
- Audi R10 TDI erstmals mit Biokraftstoff der nächsten Generation
Das "Rennen
des Jahres" kann kommen: Mit insgesamt knapp 2.600 Kilometern
haben sich die Audi Piloten am einzigen offiziellen Testtag
auf die berühmten 24 Stunden von Le Mans vorbereitet, die
am 14. und 15. Juni ausgetragen werden.
Die drei Audi R10 TDI absolvierten den achtstündigen Test
ohne das geringste technische Problem. Schon zwei Wochen
vor dem Rennen gab der Himmel über Le Mans einen kleinen
Vorgeschmack auf die Einzigartigkeit und Unbe-rechenbarkeit
des Langstrecken-Klassikers: Während des gesamten Tages
wechselten sich in Frankreich strahlender Sonnenschein und
sommerliche Temperaturen mit heftigem Regen ab. Zeitweise
berichteten die Fahrer sogar über Hagel auf einigen Abschnitten
des 13,629 Kilometer langen Kurses.
Das Audi Sport Team Joest konzentrierte sich während der
beiden jeweils vierstündigen Trainingssitzungen komplett
auf die Suche nach einer schnellen und für alle Piloten
gleichermaßen komfortablen Abstimmung der drei Audi R10
TDI. Das Fahrzeug der Vorjahressieger Frank Biela, Emanuele
Pirro und Marco Werner absolvierte verschiedene Tests mit
den Michelin-Reifen. Die Startnummer zwei von Dindo Capello,
Le Mans-Rekordsieger Tom Kristensen und Allan McNish probierte
unterschiedliche Aerodynamik-Varianten aus, und die Startnummer
drei mit Lucas Luhr, Mike Rockenfeller und Lokalmatador
Alexandre Prémat sollte sich auf Long-Runs konzentrieren.
Obwohl die Programme der Fahrzeuge immer wieder von den
Wetterbedin-gungen durcheinander gebracht wurden, zog Audi
Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich ein positives Fazit. "Es
war ein ergiebiger Testtag für uns heute, denn wir konnten
uns bei den verschiedensten Bedingungen etwas erarbeiten.
So haben wir für das Rennwochenende für alle Verhältnisse
bereits eine Basis-Abstimmung. Es war heute nur eine halbe
Stunde möglich, wirklich gute Zeiten zu fahren. Dort haben
wir gesehen, welches Potenzial die Konkurrenten umsetzen
können. Wir haben zur gleichen Zeit wie geplant unsere Programme
abgearbeitet."
Der offizielle Testtag hat für die Teams eine besondere
Bedeutung. Auf der Strecke, die sonst teilweise aus öffentlichen
Landstraßen besteht, ist es die einzige Testmöglichkeit
für Fahrer und Material. Während Alexandre Prémat am Vormittag
die schnellste Zeit in Le Mans gefahren war, belegte am
Nach-mittag Marco Werner als schnellster Audi Pilot mit
einer Zeit von 3.26,678 Minuten den dritten Gesamtrang.
"Leider war das heute nicht gerade ein Tag, wie wir ihn
uns gewünscht haben. Im Regen und unter wechselhaften Bedingungen
haben wir zwar vieles aus-sortieren und ausprobieren können,
aber wir wären gerne noch länger auf trockener Strecke gefahren",
erklärte Marco Werner, der die 24 Stunden von Le Mans zuletzt
dreimal hintereinander gewonnen hat.
Die Zeiten der Konkurrenz ließen ihn gelassen. "Ich glaube,
der Blick auf den Zeitenmonitor spiegelt heute noch nicht
die wahren Verhältnisse wider. Aber wir haben auf jeden
Fall noch eine Menge Arbeit während der Rennwoche vor uns."
Am Testtag in Le Mans kam in dem V12 TDI-Motor des Audi
R10 auch erstmals Shell V-Power Diesel Rennkraftstoff der
neuesten Generation zum Einsatz. Der Kraftstoff, der auch
aus Bioabfällen gewonnen wird, erlebt bei den 24 Stunden
von Le Mans in zwei Wochen seine weltweite Rennpremiere.
Die Rennwoche in Le Mans startet für das Audi Sport Team
Joest bereits am Dienstag mit der Technischen Abnahme auf
dem Place de Jacobins. Nach den beiden Qualifying-Sitzungen
am Mittwoch und Donnerstag beginnt die 76. Auflage der 24
Stunden von Le Mans am 14. Juni um 15 Uhr.
Das Ergebnis des Testtages
1. Lamy/Sarrazin/Wurz (Peugeot) 3.22,222 Min. (62 Rd.)
2. Montagny/Klein/Zonta (Peugeot) 3.26,641 Min. (71 Rd.)
3. Biela/Pirro/Werner (Audi R10 TDI) 3.26,678 Min. (61 Rd.)
4. Gene/Minassian/Villeneuve (Peugeot) 3.27,248 Min. (44
Rd.)
5. Luhr/Prémat/Rockenfeller (Audi R10 TDI) 3.28,359 Min.
(59 Rd.)
6. Primat/Tinseau/Treluyer (Pescarolo-Judd) 3.33,939 Min.
(44 Rd.)
7. Collard/Boullion/Dumas (Pescarolo-Judd) 3.35,443 Min.
(38 Rd.)
8. Ayari/Duval/Groppi (Courage-Judd) 3.36,264 Min. (55 Rd.)
9. Mücke/Enge/Charouz (Lola-Aston Martin) 3.36,426 Min.
(25 Rd.)
10. Capello/Kristensen/McNish (Audi R10 TDI) 3.37,011 Min.
(68 Rd.)