Peugeot
908 in Le Mans:
Dieselsportwagen schrammt knapp am Sieg vorbei
- Löwenmarke belegt die Ränge zwei, drei und vier
- Peugeot 908 überzeugt mit Zuverlässigkeit und niedrigem
Verbrauch
- Spannender Kampf über 24 Stunden
Am Ende entschieden
lediglich 13,854 Sekunden das wichtigste Sportwagen-Rennen
der Welt. Nach einem dramatischen Kampf verpasste Peugeot
bei den 24 Stunden von Le Mans nur knapp den Sieg. Die drei
Peugeot 908 ka-men auf den Positionen zwei, drei und vier
ins Ziel.
Bestplatziertes Fahrzeug der Löwenmarke beim Eintages-Klassikers
war die Startnummer „9“ von Simon Pagenaud (F), Pedro Lamy
(P) und Sébastien Bourdais (F). Der französische Dieselsportwagen
lieferte sich über lange Zeit enges Duell mit dem später
siegreichen Audi. Nachdem beide Fahrzeuge rund 30 Minuten
vor dem Rennende gleichzeitig ihren letzten Routineboxenstopp
absolviert hatten, trennten sie lediglich 6,5 Sekunden.
Allerdings nutzte der Audi danach den Vorteil neuer Michelin-Reifen
und setzte sich von Pagenaud wieder ab.
„Wir sind hier angetreten, um zu siegen, daher bin ich natürlich
enttäuscht“, so Olivier Quesnel, der Direktor von Peugeot
Sport. „Allerdings kann das ganze Team stolz darauf sein,
drei absolut zuverlässige Fahrzeuge vorbereitet zu haben.
Unsere Fahrer haben nie aufgegeben. Uns hat in diesem 24-Stun-den-Sprint
nur ganz wenig gefehlt, um selbst den Sieg einzufahren.
Ich gra-tuliere Audi. Es war sportlicher und mit gegenseitigem
Respekt geführter Kampf.“
Die drei Peugeot 908 konnten im Rennen ihren Verbrauchsvorteil
ausspielen. Während die Konkurrenz alle zehn bis elf Runden
Nachtanken musste, schaff-ten die französischen LMP1-Sportwagen
zwölf Umläufe mit einer Tankfüllung. Zudem konnten die Fahrer
in der Nacht vier Stints mit einem Reifensatz zu-rücklegen.
„In Sachen Zuverlässigkeit haben wir unser Ziel erreicht“,
so Bruno Famin, der Technische Direktor von Peugeot Sport.
„Das Rennen wurde durch den Speed entschieden. Da fehlte
uns etwas, besonders mit den harten Reifen. Das reichte
unserem Gegner, um die Oberhand zu gewinnen.“
Rang drei belegten in Le Mans die Franzosen Nicolas Minassian,
Franck Montagny und Stéphane Sarrazin im Peugeot 908 mit
der Nummer „8“. Ihre Chancen auf den Sieg schwanden nach
einer einminütigen Durchfahrtstrafe wegen eines Fehlers
bei einem Routinestopp. Auf Position vier erreichten Anthony
Davidson (GB), Marc Gené (E) und Alexander Wurz (A) im dritten
Diesel-Sportwagen aus Frankreich das Ziel. Nach einem Unfall
von Wurz am Sonntagmorgen hatte die Nummer „9“ bei der notwendigen
Reparatur zum Wechsel der Radaufhängung vorn rechts neun
Minuten verloren.
Peugeot führt nach dem dritten Lauf des Intercontinental
Le Mans Cup (ILMC) mit nun 103 Zählern weiterhin die Markenwertung
an. Das nächste Rennen der ILMC ist am 2./3. Juli in Imola
(I).
Ergebnis
2011