Peugeot
feiert in Silverstone dritten ILMC-Saisonsieg
- Bourdais/Pagenaud triumphieren beim 6-Stunden-Rennen
- Löwenmarke baut Tabellenführung aus
- Titelgewinn beim vorletztes Saisonrennen in drei Wochen
möglich
Peugeot feierte
einen knappen Sieg beim fünften Saisonlauf des Intercontinental
Le Mans Cups (ILMC) in Silverstone: Die beiden Franzosen
Sébastien Bourdais und Simon Pagenaud überquerten
die Ziellinie nach sechs harten Rennstunden auf dem englischen
Traditionskurs im Peugeot 908 mit der Nummer „7“
mit einer Runde Vorsprung vor Konkurrent Audi.
Das Unternehmen Silverstone begann für Peugeot mit
einer schlechten Nachricht. Am vergangenen Mittwoch musste
Anthony Davidson, der eigentlich zusammen mit Bourdais und
Pagenaud fahren sollte, seine Teilnahme am 6-Stunden-Rennen
absagen. Der Brite hat eine Schlüsselbeinfraktur, die
er sich bei einer Trainingseinheit mit dem Fahrrad zugezogen
hatte, noch nicht vollständig auskuriert.
Wenig geschockt von diesem personellen Einschnitt waren
die Fahrer der Löwenmarke gleich im Zeittraining voll
da. Simon Pagenaud holte mit einer Zeit von 1.43,924 Minuten
die dritte Pole-Position für Peugeot in dieser ILMC-Saison.
Der Franzose Stéphane Sarrazin steuerte den zweiten
908 mit der Nummer „8“ mit einer Zeit von 1.45,102
Minuten auf Startplatz drei.
In der Frühphase des Rennens lieferte sich Sébastien
Bourdais einen spannenden Schlagabtausch mit Audi-Pilot
Alan McNish. Die Führung wechselte mehrfach hin und
her. Vor dem Fahrerwechsel hatte Bourdais einen komfortablen
Vorsprung von 37 Sekunden herausgefahren. Simon Pagenaud
verlor die Spitzenposition und rutschte wieder auf Rang
zwei zurück. Nach dem zweiten Fahrertausch übernahm
Bourdais die Führung erneut, als noch eine Stunde und
45 Minuten zu fahren war. Diese Führung brachte dann
Pagenaud nach dem letzten Wechsel ungefährdet ins Ziel.
Der Vorsprung auf die Verfolger betrug nach 190 Runden 1.29,763
Minuten.
Für den zweiten Peugeot 908 lief es weniger gut. Franck
Montagny kollidierte schon in der neunten Runde mit einem
Nachzügler-Fahrzeug und musste für Reparaturarbeiten
die Box ansteuern. Mit einem Rückstand von neun Runden
kehrte die Nummer „8“ zurück in das Geschehen
und belegte am Ende den achten Rang mit eben jenen neun
Runden Rückstand.
In der Marken-Wertung hat Peugeot nach dem fünften
von sieben ILMC-Läufen mit nun 153 Punkten einen Vorsprung
von 45 Zählern und damit beste Chancen den ILMC-Titel
bereits vorzeitig zu gewinnen. Das vorletzte Saisonrennen
steigt am 1. Oktober in Road Atlante, USA.
„Die Konkurrenz war hart, aber das hatten wir auch
erwartet“, so Bruno Famin, Technischer Direktor von
Peugeot Sport. „Dass wir am Ende gewonnen haben, haben
wir der harten Arbeit der vergangenen Wochen und Monate
– insbesondere den Tests im Sommer – zu verdanken.
Von der Warm-up-Session einmal abgesehen, haben wir in allen
Freien Trainings die Bestzeit gefahren. Unsere Autos waren
extrem konkurrenzfähig und unsere Fahrer haben daraus
das Beste gemacht. Mit dem Ausbau der Führung in der
Meisterschaft haben wir unser Ziel in Silverstone erreicht."