Race of Champions:
Vorjahressieger Mattias Ektröm besiegt
im Traum-Finale
Michael Schumacher
|
|
Vorjahressieger
und DTM-Champion Mattias Ekström hat allen Grund
zum Jubeln. Im Traum-finale schlug er den siebenfachen
Formel 1-Weltmeister Michael Schu-macher und gewann
zum zweiten Mal in Folge das Race of Champion. |
"Renn-Renter" Michael Schumacher hat beim Race of Champions
groß auf-getrumpft. Schumi gewann bei dem Saisonabschluss
mit Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel den Nationen-Cup. Danach
verpasste der 38-Jährige im Einzel gegen Titelverteidiger
Mattias Ekström nur knapp.
"Es hat Riesenspaß gemacht. Das war ein tolles Wochenende.
Ich würde nächstes Jahr gerne wieder kommen", sagte Schumacher
nach der Ver-anstaltung im umfunktionierten Londoner Wembley-Stadion.
Vor einem Jahr hatte der Wahl-Schweizer seine einmalige Karriere
mit sie-ben WM-Titeln beendet hatte. Schumacher bewies vor
35 000 Zuschauern in der Fußballarena, dass er von seinem
Können nichts eingebüßt hat. Mal im Tourenwagen, mal im Rallye-Auto
oder Buggy-Einsitzer bot der einstige Super-Star seinen aktiven
Konkurrenten Paroli.
In der Einzelkonkurrenz schaltete er auf dem anspruchsvollen
kurvenreichen Kurs der Reihe nach den norwegischen Rallye-Spezialisten
Hennig Solberg, Honda-Formel-1-Pilot Jenson Button (England)
und im Halbfinale den vier-fachen ChampCar-Champion Sebastien
Bourdais (Frankreich) aus.
Erst im Endlauf fand Schumacher in Ekström seinen Meister.
Der Schwede, der in diesem Jahr beim DTM im Audi den Titel
geholt hat, setzte sich aller-dings erst nach einem "shoot
out" durch. Schumacher unterlag im ersten Duell im Tourenwagen
dem Spezialisten deutlich, drehte aber danach im Buggy den
Spieß um. Den entscheidenden dritten Durchgang erneut im Tourenwagen
entschied Ekström zu seinen Gunsten.
"Ich habe mich im Buggy wohler gefühlt. Ich muss die Räder
sehen. In anderen Autos bin ich nicht so schnell", sagte Schumacher.
Vettel war bereits in der ersten Runde am finnischen McLaren-Mercedes-Neuzugang
Heikki Kovalainen gescheitert. Zuvor hatte Deutschland im
Nationencup Finnland 2:1 bezwungen.
"Es waren zwar kein Ball und keine Tore da, aber Wembley scheint
für Deutschland ein guter Platz zu sein", sagte Schumacher
in Anspielung auf die deutschen Erfolge in der weltberühmten
Arena. Vettel jubelte: "Ich bin total glücklich, dass ich
mit Michael diesen Erfolg feiern darf."
Schumacher kassierte dabei über vier Runden in einem Fiat
Grande Punto Super 2000 eine klare Niederlage gegen Kovalainen.
Er hatte am Start den Motor abgewürgt. "So was kann passieren",
entschuldigte sich Schumacher. Er habe dann auf den auf der
gegenüberliegenden Seite losgefahrenen Kovalainen gewartet,
um den Fans ein spannenden Zweikampf zu bieten.
Jungspund Vettel glückte ebenfalls in einem Rallye-Auto Ford
Focus WRC überraschend ein knapper Sieg gegen den zweimaligen
Rallye-Weltmeister Marcus Grönholm. Im entscheidenden dritten
Lauf in Buggy-Einsitzern behielt der 20-Jährige die Nerven
und schlug auch Kovalainen.
"Ich kenne Sebastian von klein auf und weiß, dass er ein Super-Talent
ist", sagte Schumacher über Vettel. Für Schumacher gab es
indes ein großes Lob vom Präsidenten des Internationalen Automobil-Verbandes
FIA. "Es ist besonders mutig, dass er sich als Ruheständler
den aktiven Rennfahrern stellt", sagte Max Mosley.
|
|