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Mit dem fünften
Sieg beim siebten Lauf sicherte sich Maik Steudten vorzeitig den Titel im ADAC
Rallye Junior Cup 2003. Zusammen mit Co-Pilotin Katrin Becker dominierte der 26jährige
aus Schongau im Citroën Saxo VTS auch den Cup-Lauf bei der ADAC-Rallye Inn-Chiemgau.
Der vorzeitige Titelgewinn wurde möglich, nachdem Steudtens härtester
Verfolger Markus Fahrner (23, Kleinheppach) seinen VW Polo nach einem Getriebeschaden
vorzeitig abstellen musste. Mit dem zweiten Platz im Chiemgau baute Basti Vollak
(20, Solingen) im VW Polo seine Führung in der Herbstmeisterschaft für
den punktbesten Piloten der letzten drei Saisonläufe weiter aus.
Das ist
der Lohn für 2 Jahre harte Arbeit, freute sich Maik Steudten auf der
Zielrampe in Trostberg. Schon im vergangenen Jahr wurde er dritter in der Cup-Wertung
und damit auch Gewinner der Rookie-Wertung. Ihm gelang 2002 zudem das Kunststück,
gleich beim ersten Lauf auch als Sieger über die Rampe zu fahren. Heuer zeigte
er mit seinen fünf Saisonsiegen eine bislang in der Cup-Geschichte noch nicht
gekannte Dominanz. Auch im Chiemgau markierte er auf sieben der zehn Wertungsprüfungen
(WP) jeweils die schnellste Zeit.
Als der bis dahin zweitplatzierte Markus Fahrner mit einem Getriebeschaden ausrollte,
schaltete ich einen Gang zurück. Steudten begnügte sich
auf den letzten drei Prüfungen damit, den Laufsieg und damit den vorzeitigen
Cup-Gewinn ins Ziel zu fahren. Für die Teilnahme an der Deutschen Rallye-Meisterschaft
2004 erhält der Bayer nun vom ADAC ein Preisgeld von 25.000 Euro.
Das ist
halt Rallye, Markus Fahrner stand nach dem Ausfall die Enttäuschung
ins Gesicht geschrieben. Der Schwabe lag auf Platz zwei, und ich hätte
mit diesem Resultat die Entscheidung um den Cup-Sieg bis zum Finallauf vertagen
können. Chris Senz (21, Meerbusch) hatte sich nach einem Ausritt schon
aus der Spitzengruppe verabschiedet. Sein KDS-Teamkollege Florian Auer (20, Freilassing)
fiel nach einem Getriebeschaden in der letzten WP von Platz drei auf Rang elf
zurück.
Kurze, aber teilweise
sintflutartige Regenschauer würfelten ab der siebten Prüfung das Klassement
in Deutschlands härtester Rallye-Schule kräftig durcheinander. In den
Regenfluten katapultierte sich Aaron Burkart (20, Konstanz) nach einem verhaltenen
Start von Platz 10 auch mit einer Bestzeit in der letzten WP auf
Gesamtrang drei nach vorne. Konstantin Keil (21, Niestetal), das macht
richtig Spaß bei dem Wetter, profitierte vom Regen und verbesserte
sich von Platz 12 auf Rang 7.
Thomas Hölzlhammer (22, Mainz) sicherte sich von Rang 8 kommend mit Platz
vier sein bestes Cup-Resultat. Damit wurde er im Chiemgau auch der Bestplatzierte
Neueinsteiger. In der Rookie-Wertung 2003 konnte Mathias Kuhnert (23, Lahstedt)
seine Führung verteidigen. Er liegt mit 55 Punkten knapp vor Thomas Hölzlhammer
(50), den punktgleichen Daniel Steudel und Florian Auer mit jeweils 49 Zählern
und Alexander Knauer mit 46 Punkten. Hier steht den Rookies noch ein spannendes
Finale bevor.
In der Herbstwertung
hat Basti Vollak seine Führung ausgebaut. Mit nun 45 Zählern liegt er
deutlich vor Maik Steudten (25) sowie Mathias Prillwitz und Thomas Hölzlhammer
mit jeweils 24 Zählern. Viel Pech, aber auch viel Glück hatte der Berliner
Matthias Prillwitz. Zuerst tankte die Service-Crew versehentlich Diesel statt
Benzin in den Tank des VW Polo was dieser mit einer reduzierten Leistungsabgabe
quittierte. Bei der Aufholjagd flog er im Ziel der letzten WP von der Strecke
in ein Maisfeld, aber wir sind gerade noch durch die Lichtschranke gehuscht
und die Zeit war somit schon festgehalten.
Resultate: ADAC-Rallye
Inn-Chiemgau (12.-13.09.2003)
1. Maik Steudten/Katrin
Becker (Schongau/Schlitz),
Citroën Saxo VTS 49:23,1 Min.
2. Sebastian Vollak/Peter Kroll (Solingen/Eggstedt),
VW Polo GTI 50:58,6
3. Aaron Burkart/André Kachel (Berlin/Bad Salzungen),
VW Polo GTI 51:00,8
4. Thomas Hölzlhammer/Insa Hölzlhammer (Mainz),
Citroën Saxo VTS 51:06,7
5. Matthias Prillwitz/Jean Ihlefeldt (Berlin/Michendorf),
VW Polo GTI 51:37,1
6. Alexander Knauer/Veronika Britzger (Peiting/Hohenpeißenberg),
VW Polo GTI 51:42,8
7. Konstantin Keil/Bernd Hosse (Niestetal/Witzenhausen),
VW Polo GTI 51:52,1
8. Niels Kunze/Michael Schwendy (Berlin/Zossen),
Citroën Saxo VTS 51:56,3
9. Florestan Schindler/Sebastian Schindler (Reichertsheim),
VW Polo GTI 52:23,5
10. Mathias Kuhnert/Jens Söbke (Lahstedt/Warstein),
Citroën Saxo VTS 52:26,6
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