12.
April 2006:
144
Fahrer driften beim Motorsportclub Heilbronn im
Wolfszipfellabyrint um Pylonen
Kadettpilot Schäfer Gesamtsieger
Lokalmatador Osswald verpasst Podestplatz
Das Automobil Slalomwochenende des Motorsportclub Heilbronn
wurde seinem Ruf als Highlight in der Unterländer Slalomszene
einmal mehr gerecht: Ein qualitativ und quantitativ starkes
Starterfeld, spannende Rennen und starke Piloten aus der
Region ließen das Gesamtpaket stimmig erscheinen. Außerdem
sorgten viele Zuschauer bei idealem Wetter für die idealen
Rahmenbedingungen. Rennleiter Uwe Tiedemann und sein Helferteam
waren extrem stark gefordert.
Beim DMSB-Rennslalom am Samstag - Auftakt ADAC Slalompokal
Süd-west, Württembergische ADAC Meisterschaft und Rhein-Neckar-Slalom-pokal
- starteten 62 Slalomcracks. Gesamtsieger nach zwei beeindrucken-den
Rennläufen am Limit mit nur zwei Hundertstel Sekunden Differenz
auf dem 3000-Meter Berg- und Tal-Parcour des Wolfszipfellabyrints
war Martin Schäfer vom MSC Stammheim. In seiner getunten
210 PS starken Opel Kadett C Limousine demonstrierte Schäfer
Fahrzeugbeherrschung und Schnelligkeit vom Feinsten, der
Gesamtzweite Alfred Hein (Stuttgart) im Ford Escort RS hatte
bereits deutlichen Rückstand. Der MCH-Lokal-matador Dieter
Osswald verpasste den dritten Podestplatz mit seinem Kadett
Coupe durch einen Pylonenfehler.
Bei den „kleinen" getunten 1300ern steuerte Sven Hoßfeld
(MSC Bad Rappenau) seinen VW Polo zum Klassensieg, und zwar
mit gewaltigem Vorsprung. In der moderat verbesserten Gruppe
F fuhr der Neckarwest-heimer Thomas Claus beim diesjährigen
Rollout - nach Leistungskur für Motor und Getriebe - im
VW Polo G40 auf Platz zwei. Ein Pylonenfehler verhinderte
trotz zweimaliger Bestzeit den Sieg, den sich der fehlerfrei
agierende Herbert Schmilz (MSC Bietigheim) im Opel Astra
sicherte.
Bei den seriennahen Fahrzeugen der Gruppe G fuhr Thomas
Thiele (MCH) in der Klasse G2 im VW Polo Platz zwei heraus.
Eine überzeugende Leistung gelang dem Brackenheimer Johann
Dech (MSC Stammheim). Ihm gelang wie im letzten Jahr in
der G4 ebenfalls Platz zwei. Seinen WÜBA-BMW compact lenkte
Dech zusätzlich auf den imposanten fünften Rang der Gruppenwertung.
In der offenen Freestylegruppe gelang Herbert Schürg (MCH)
im Opel Speedster Turbo der dritte Platz, als Vierter lief
direkt dahinter der Heilbronner Chris Vogler (MCH) ebenfalls
auf Opel Speedster ein.
Bei der NSU-Challenge boten hauptsächlich die legendären
Oldies NSU TT und TTS schnelle Zeiten. Eine Augenweide war
außerdem ein offene NSU Spider. Den Sieg sicherte sich Wolfgang
Schwalbe im NSU TTS, Dritter wurde der Fürfelder Günther
Durchdewald im NSU TT.
Beim kürzeren Clubslalom an Sonntag zu regionalen Meisterschaffen
kam der Gesamtsieger erneut aus dem Zwei-Liter-Opel Kadett
C-Lager. Uwe Nevermam (MSC Renningen) gewann mit dünnem
Vorsprung vor MCH-Lokalmatador Frank Sperrfechter im 1600
ccm starken, getunten VW Golf. In der Gruppe F steuerte
Jürgen Sauter (MSC Leintal) seinen heißen NSU TT auf den
obersten Podestplatz.
Die seriennahe Gruppe G gewann Gotthilf Sailer (Bretzfeld)
im leistungs-stärksten Auto, einen BMW M3 neuester Bauart.
Zweiter wurde im älteren BMW M3 der E 30 Reihe Marc Menning
vom MSC Weinsberg. Als Klas-sensieger der G2 überzeugte
Gerhard Barth (MSC Weinsberg) im Seat Ibiza Cupra. Eine
starke Leistung bot in der G2 der junge Pascal Schenek (MC
Lauffen), der im BMW 318 is Rang zwei erkämpfte.
Bei der Clubsporttrophy der Lotus-, Caterham- und Opel Speedster
Flitzer gelang unter 29 Akteuren aus ganz Deutschland Chris
Vogler im ersten Rennen über zwei Läufe Platz drei. Im zweiten
Heat rückte die Spitze noch enger zusammen, Vogler wurde
Sechster, Herbert Schürg aus Obereisesheim Achter, (Wilfried
Ruoff)
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