| 15.
März 2005: |
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ADAC Wikinger Rallye
Meyer/Rohde mit 2 Sekunden Vorsprung
64 Teams gestartet, 52 im Ziel
– Ausfälle mit Blechschäden
– Tolle Auswertung
– Gute Organisation
SCHLESWIG/GAMMELLUND. Die 64 gestarteten Fahrzeugbesatzungen aus
Dänemark und Deutschland hatten höllischen Respekt vor den fahrerisch
anspruchsvollen und - durch das Tauwetter bedingt – glatten und
rutschigen Wertungsprüfungen der 13. Auflage der ADAC Wikinger
Rallye. So ist es auch zu erklären, dass es bei den fünf, sechs
„Ausrutschern“ bei Blech-schäden blieb. Obwohl sie nicht über
das leistungsstärkste Fahrzeug im Feld verfügten, drückten Michel
Meyer (Wolfsburg) und Daniel Rohde (Lübeck) auf einem VW Golf
16V der Rallye ihren Stempel auf. Mit einer sehr sauberen Fahrweise
setzten sich die Vorjahresdritten mit zwei Bestzeiten an die Spitze
des Teilnehmerfeldes und gaben sie bis ins Ziel nicht mehr ab.
Während nach der ersten Wertungsprüfung „Helligbek“ die top ten
nur um vier Sekunden auseinander lagen, machten sich auf der neuen
Strecke „Popp-holz“ schon größere Unterschiede deutlich. Hier
behaupteten sich die späteren sieger mit sechs Sekunden Vorsprung
vor Allan Hansen und Arly Larsen aus Dänemark auf einem Ford Sierra
Cosworth. Lediglich das Mixed-Team Lars Tietjen/Christiane Hagen
(Muslsum/Celle, VW Golf 16V) konnte das Tempo der beiden führenden
Besatzungen mitgehen. Diese drei Mann-schaften teilten sich die
Bestzeiten auf den sechs gefahrenen Wertungs-prüfungen und waren
zu keinem Zeitpunkt des Wettbewerbes um mehr als neun Sekunden
getrennt. Zu den Viertplatzierten Dänen Kristian Theibel Knudsen/Christian
Ganthorn-Ibsen (Opel Kadett) klaffte bereits ein Abstand von 42
Sekunden.
Vorjahressieger Ralf
Bonde lag mit seinem neuen Copiloten Volkmar Knop 57 Sekunden
zurück und erreichte den für ihn enttäuschenden neunten Platz.
„Wir haben bis zuletzt an dem Auto geschraubt, es ging von Beginn
an nicht besonders gut. Und zu allem Überfluß hatten wir nach
zwei Prüfungen auch keine vernünftige Hinterradbremse mehr. So
war an ein schnelleres Tempo einfach nicht zu denken“ ärgerte
sich der Steinberger und das technische Malheur. Noch ärger erging
es den Teams Grube/Voss (Eggstedt) und Friis/Nielsen (Dänemark),
die ihre Fahrzeuge mit Getriebeschäden abstellen mussten. Nach
einem Überschlag auf der ersten Prüfung war für Heitmann/Jürgens
(Hamburg) die Rallye zu Ende.
Erneut erwies sich der Rundkurs in Arup (Gemeinde Struxdorf) als
das Highlight der ADAC Wikinger Rallye. Trotz unfreundlicher Witterung
– die Palette reichte von Regen bis Schnee – erfreuten sich Hunderte
von Zuschauern an den spektakulären Drifts der Teilnehmer und
dem fach-kundigen Kommentar des Streckensprechers Heinz Cremer.
Der Eckern-förder hatte bei zahlreichen humorvollen Bemerkungen
die Lacher auf seiner Seite und sorgte mit für einen Erfolg der
von Aruper Bürgern initiierten und getragenen Spendenaktion zugunsten
der Erneuerung des Zaunes um den Dorfteich.
Mit Lob überschüttet wurden das dänische Auswertungsteam von Jens
Gotthardsen (Varde). Zum ersten Mal wurde ein von den Dänen entwickeltes
System für die Datenübermittlung und Auswertung eingesetzt. Es
klappte perfekt und brachte den Organisatoren der Wikinger Rallye
großes Lob ein. „Der Einsatz von Laptops und GPRS-Handys hat Zukunft;
hier müssen auch andere Veranstalter dran arbeiten. Der zweite
und sehr wichtige Effekt ist, dass die Rallyeleitung so stets
auf dem laufenden Stand ist und zeitnah zusätzliche Informationen
erhält."
Auch die Homepage der Veranstaltung (www.wikinger-rallye.de) fand
großen Beifall und mit 500 täglichen Besuchen eine hervorragende
Resonanz. Be-reits wenige Stunden nach Beendigung des Wettbewerbes
waren erste Foto und Video-Sequenzen online. Dafür dankte Jürgen
Krabbenhöft bei den Siegerehrung den beteiligten Fotografen ebenso
für ihre Unterstützung wie den zahlreichen Teams und dem Auswertungs-Team
aus Dänemark.
Riesen-Applaus von den Teilnehmern erhielt der Klappholzer Bürgermeister
Eielt Janssen stellvertretend für die Oberhäupter aller fünf von
der Rallye betroffenen Gemeinden. Die vom Rallye-Sponsor SINUSLIVE
ausgelobten 300 € für die Platzierungen 13, 26 und 39 in der Gesamtwertung
gingen an die Teams Kölle/Wulf (Porsche 911), die ihre allererste
Rallye bestritten; Bartelsen/Schmechel (Audi A 4 Quattro), die
so den fehlenden Hunderter für den Einsatz zusammentrugen und
Wölpern/Wölpern (Opel Kadett), die einen weiteren Erfolg für den
SMC Stade erzielten.
Text und Foto: Veranstalter
Ergebnisse - siehe bei "National / Rallye / Eregbnisse