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März 2006 - Ergebnis
(pdf):
ADAC Wikinger Rallye 2006:
Poulsen/Frederiksen klare Sieger
Tausende von Zuschauern sahen spannenden Motorsport
– Großes Medieninteresse
- Anspruchsvolle Wertungsprüfungen
– Bonde/Knop beste Deutsche auf Platz 6
– Pünktliche Abwicklung
Kristian Poulsen/Ole Frederiksen aus Padborg wurden ihrer
Favoritenstellung bei der ADAC Wikinger Rallye gerecht. Mit
acht von neun Bestzeiten dominierte die Besatzung eines Toyota
Corolla WRC (World Rally Car) den Wettbewerb souverän. Lediglich
auf der letzten Wertungsprüfung fuhren die Dänen bei einsetzendem
Regen etwas verhaltener ihren ungefährdeten Sieg nach Hause.
Auf dem Schleswiger Stadtfeld wurde der obligatorische Sekt
verspritzt, im Hotel Hohenzollern wurde die gewonnenen Pokale
strahlend dem Publikum präsentiert.
Beste Deutsche wurden auf dem sechsten Platz Ralf Bonde (Steinberg)
– Sieger des Jahres 2004 – und sein Beifahrer Volkmar Knop
(Reinbek) auf BMW M 3. Bonde strahlte: „Es war eine absolut
tolle Veranstaltung. Die Prüfungen waren super und unheimlich
anspruchsvoll, was mir auch die dänischen Rallyefahrer bestätigt
haben. Die Organisation war Spitze, der Zeitplan super, es
gab keine Verzögerungen. Eine Top-Veranstaltung, von der sich
andere Veranstalter eine ganz große Scheibe von abschneiden
sollten!“
Mit der Auszeichnung der Sieger und Platzierten in der Gesamtwertung
und in den einzelnen Klassen wurde eine Veranstaltung abgeschlossen,
die fast perfekt ablief. Das Gewerbegebiet „Wikingerland“
in Busdorf glich am Sonnabend-Vormittag mehr dem Fahrerlager
einer Rennstrecke, hier hatten die Service-Crews der teilnehmenden
55 Fahrzeugbesatzungen ihre Zelte aufgeschlagen. Die Rallyeautos
wurden hier nach den Wertungsprüfungen durchgecheckt und auf
die kommende Strecke vorbereitet. Um 10 Uhr fand hier auch
der Start statt.
Auf dem unmittelbar angrenzenden Flugplatz des Aufklärungsgeschwaders
51 „Immelmann“ gab es dann eine ganz besondere Premiere. Zum
ersten Mal überhaupt wurde hier eine Wertungsprüfung der zur
Dänischen Meisterschaft zählenden „Wikinger“ gefahren und
ebenfalls zum ersten Mal richtete ein dänischer Club eine
WP bei dieser Veranstaltung aus.
„Auf dem abgeschlossenen Militärgelände sind keine deutschen
Sprach-kenntnisse erforderlich. Die interne Kommunikation
kann auf dänisch erfolgen. Für den Kontakt zur Rallyeleitung
war ein zweisprachiger Kon-taktmann vorhanden“ freute sich
Organisationsleiter Jürgen Krabbenhöft über die grenzüberschreitende
Zusammenarbeit.
Finn Mogensen (Slagelse), 1988 und 1990 selbst Gesamtsieger
der Rallye, war über den Rundkurs auf dem Jageler Flugplatz
begeistert. Allerdings lag der Däne mit seiner Schätzung („Der
Schnellste fährt 160 km/h Durchschnitt“!) deutlich zu hoch.
Poulsen/Frederiksen steuerten ihren in den Niederlanden gewarteten
Toyota mit einem Durchschnitt von 113 km/h über den 21,4 km
langen Rundkurs. Dass die Wikinger Rallye anspruchsvolle Strecken
beinhaltet, wurde auch in den weiteren Geschwindigkeiten deutlich.
Die Geschwindgkeiten des Ge-samtsiegers lagen zwischen 91,5
km/h und 106,9 km/. Der Letztplatzierte des Gesamtklassements
fuhr Geschwindigkeiten zwischen 66,0 km/h und 85,9 km/h.
Prominente Ausfälle gab es gleich zu Beginn. In Jagel erwischte
es das Subaru-Team Jensen/Marx mit einem nicht feststellbaren
technischen Defekt. Nach Zeugenaussagen schoss eine etwa einen
Meter lange Flamme aus dem Auspuff des Fahrzeuges, anschließend
starb der Motor ab. Alle „Wiederbelebungsversuche“ waren vergebens.
Allerdings gelang es Christian Jensen nach einer „Pause“ von
etwa 15 Minuten, das Fahrzeug wieder zu starten und die Rallye
dann auf Platz 36 zu beenden. Rückstand auf den Sieger: 18
Min. 31 Sek. Ohne das Missgeschick wäre für Jensen mit Copilot
Hans Marx der fünfte Platz realistisch gewesen.
Jørgen Vej/Dorthe Ravn (Ringkøbing) verschenkten eine top-ten-Platzierung
durch eine zu wenig gefahrene Runden auf der Strecke in Schuby-Neukrug.
Noch ärger erwischte es 17 der gestarteten 55 Teams, die nach
technischen Defekten oder leichten Ausrutschern aufgeben mussten.
In der „Rallye in der Rallye“ – einer im Anschluss an die
„große“ Veran-staltung durchgeführten Rallye setzten sich
Uwe Broda/Rolf Suhrcke aus Hamburg auf einem VW Golf durch.
Mit einem Rückstand von 45 Sekunden erreichten Friedhelm und
Sina von Wieding (Visselhövede) auf einem BMW M 3 den zweiten
Platz gefolgt von Stefan Pingel/Arne Carstens (Kalten-kirchen).
Die Schleswig-Holsteiner steuerten einen BMW 320iS und lagen
weitere 16 Sekunden zurück.
Einen Platz auf dem Treppchen verlor das dänische Mixed Lars
und Lene Augustinus auf der letzten Prüfung. Das Golf-Team
fuhr über 20 Sekunden langsamer als beim ersten Durchgang
der Arup-Prüfung und rutschte dadurch auf den fünften Platz
ab. Von den 32 gestarteten Besatzungen der „kleinen“ Rallye
erreichten 25 in Wertung das Ziel. |