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Nationaler Motorsport - Rallye - Infos

26. März 2006 - Ergebnis (pdf):

ADAC Wikinger Rallye 2006:
Poulsen/Frederiksen klare Sieger
Tausende von Zuschauern sahen spannenden Motorsport
– Großes Medieninteresse
- Anspruchsvolle Wertungsprüfungen
– Bonde/Knop beste Deutsche auf Platz 6
– Pünktliche Abwicklung

Kristian Poulsen/Ole Frederiksen aus Padborg wurden ihrer Favoritenstellung bei der ADAC Wikinger Rallye gerecht. Mit acht von neun Bestzeiten dominierte die Besatzung eines Toyota Corolla WRC (World Rally Car) den Wettbewerb souverän. Lediglich auf der letzten Wertungsprüfung fuhren die Dänen bei einsetzendem Regen etwas verhaltener ihren ungefährdeten Sieg nach Hause. Auf dem Schleswiger Stadtfeld wurde der obligatorische Sekt verspritzt, im Hotel Hohenzollern wurde die gewonnenen Pokale strahlend dem Publikum präsentiert.

Beste Deutsche wurden auf dem sechsten Platz Ralf Bonde (Steinberg) – Sieger des Jahres 2004 – und sein Beifahrer Volkmar Knop (Reinbek) auf BMW M 3. Bonde strahlte: „Es war eine absolut tolle Veranstaltung. Die Prüfungen waren super und unheimlich anspruchsvoll, was mir auch die dänischen Rallyefahrer bestätigt haben. Die Organisation war Spitze, der Zeitplan super, es gab keine Verzögerungen. Eine Top-Veranstaltung, von der sich andere Veranstalter eine ganz große Scheibe von abschneiden sollten!“

Mit der Auszeichnung der Sieger und Platzierten in der Gesamtwertung und in den einzelnen Klassen wurde eine Veranstaltung abgeschlossen, die fast perfekt ablief. Das Gewerbegebiet „Wikingerland“ in Busdorf glich am Sonnabend-Vormittag mehr dem Fahrerlager einer Rennstrecke, hier hatten die Service-Crews der teilnehmenden 55 Fahrzeugbesatzungen ihre Zelte aufgeschlagen. Die Rallyeautos wurden hier nach den Wertungsprüfungen durchgecheckt und auf die kommende Strecke vorbereitet. Um 10 Uhr fand hier auch der Start statt.

Auf dem unmittelbar angrenzenden Flugplatz des Aufklärungsgeschwaders 51 „Immelmann“ gab es dann eine ganz besondere Premiere. Zum ersten Mal überhaupt wurde hier eine Wertungsprüfung der zur Dänischen Meisterschaft zählenden „Wikinger“ gefahren und ebenfalls zum ersten Mal richtete ein dänischer Club eine WP bei dieser Veranstaltung aus.

„Auf dem abgeschlossenen Militärgelände sind keine deutschen Sprach-kenntnisse erforderlich. Die interne Kommunikation kann auf dänisch erfolgen. Für den Kontakt zur Rallyeleitung war ein zweisprachiger Kon-taktmann vorhanden“ freute sich Organisationsleiter Jürgen Krabbenhöft über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Finn Mogensen (Slagelse), 1988 und 1990 selbst Gesamtsieger der Rallye, war über den Rundkurs auf dem Jageler Flugplatz begeistert. Allerdings lag der Däne mit seiner Schätzung („Der Schnellste fährt 160 km/h Durchschnitt“!) deutlich zu hoch.

Poulsen/Frederiksen steuerten ihren in den Niederlanden gewarteten Toyota mit einem Durchschnitt von 113 km/h über den 21,4 km langen Rundkurs. Dass die Wikinger Rallye anspruchsvolle Strecken beinhaltet, wurde auch in den weiteren Geschwindigkeiten deutlich. Die Geschwindgkeiten des Ge-samtsiegers lagen zwischen 91,5 km/h und 106,9 km/. Der Letztplatzierte des Gesamtklassements fuhr Geschwindigkeiten zwischen 66,0 km/h und 85,9 km/h.

Prominente Ausfälle gab es gleich zu Beginn. In Jagel erwischte es das Subaru-Team Jensen/Marx mit einem nicht feststellbaren technischen Defekt. Nach Zeugenaussagen schoss eine etwa einen Meter lange Flamme aus dem Auspuff des Fahrzeuges, anschließend starb der Motor ab. Alle „Wiederbelebungsversuche“ waren vergebens. Allerdings gelang es Christian Jensen nach einer „Pause“ von etwa 15 Minuten, das Fahrzeug wieder zu starten und die Rallye dann auf Platz 36 zu beenden. Rückstand auf den Sieger: 18 Min. 31 Sek. Ohne das Missgeschick wäre für Jensen mit Copilot Hans Marx der fünfte Platz realistisch gewesen.

Jørgen Vej/Dorthe Ravn (Ringkøbing) verschenkten eine top-ten-Platzierung durch eine zu wenig gefahrene Runden auf der Strecke in Schuby-Neukrug. Noch ärger erwischte es 17 der gestarteten 55 Teams, die nach technischen Defekten oder leichten Ausrutschern aufgeben mussten.

In der „Rallye in der Rallye“ – einer im Anschluss an die „große“ Veran-staltung durchgeführten Rallye setzten sich Uwe Broda/Rolf Suhrcke aus Hamburg auf einem VW Golf durch. Mit einem Rückstand von 45 Sekunden erreichten Friedhelm und Sina von Wieding (Visselhövede) auf einem BMW M 3 den zweiten Platz gefolgt von Stefan Pingel/Arne Carstens (Kalten-kirchen). Die Schleswig-Holsteiner steuerten einen BMW 320iS und lagen weitere 16 Sekunden zurück.

Einen Platz auf dem Treppchen verlor das dänische Mixed Lars und Lene Augustinus auf der letzten Prüfung. Das Golf-Team fuhr über 20 Sekunden langsamer als beim ersten Durchgang der Arup-Prüfung und rutschte dadurch auf den fünften Platz ab. Von den 32 gestarteten Besatzungen der „kleinen“ Rallye erreichten 25 in Wertung das Ziel.

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