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18. August 2007:
Favoriten
straucheln beim Saisonhighlight
Die ADAC Rallye Deutschland ist der Saisonhöhepunkt der DRM
(Deutsche Rallye-Meisterschaft): Die besten deutschen Rallyepiloten
können sich mit der WM-Elite messen, Zehntausende von Zuschauern
jubeln am Strecken-rand und nicht zuletzt gibt es doppelte Punkte.
Da wundert es nicht, dass selbst die erfahrensten Asse der deutschen
Meisterschaft vor großer Kulisse Nerven zeigen: Die drei Führenden
des Championats sind schon auf den ersten drei Wertungsprüfungen
aus- bzw. weit zurückgefallen.
Großer Profiteur der ersten Tageswertung war Lokalmatador Lars
Mysliwietz (Piesbach), der nicht nur seine Division klar gewann,
sondern mit seinem Honda Civic Type R auch wichtige Punkte im
Meisterschaftskampf sammeln konnte. Der Saarländer freute sich
im Ziel: „Ein tolles Gefühl, bei einer so wichtigen Rallye volle
Punkte zu holen. Aber wir müssen realistisch bleiben: Andere
hatten viel Pech heute, das kann uns am Samstag auch passieren.
Als ich die Ausfälle der Konkurrenten mitbekam, habe ich beschlossen,
ganz vorsichtig zu Werke zu gehen. Das hat sich ausgezahlt.“
Und tatsächlich: Mysliwietz holte in den Mosel-Weinbergen 20
Punkte für den Divisionssieg und liegt nun mit 73 Zählern in
unmittelbarer Schlagdistanz zu den Tabellen-führern Sandro Wallenwein
/ Pauli Zeitlhofer (Subaru Impreza STi, 83 Zähler) und Hermann
Gaßner und Karin Thannhäuser im Mitsubishi Lancer Evo 9 (76).
Beide hatten sich die ersten Prüfungen des Saisonhöhepunkts
sicher anders vorgestellt. Während Wallenwein in WP1 und WP3
jeweils einen Reifen-schaden und entsprechenden Zeitverlust
hinnehmen musste, traf es den Vorjahressieger der Gruppe N bei
der ADAC Rallye Deutschland besonders hart. In einer Kehre fuhr
der „Herminator“ geradeaus und traf vorne rechts einen Betonsockel.
Beifahrerin Karin Thannhäuser: „Ich fürchte, dass wir am Samstag
nicht wieder antreten können, aber wir werden über Nacht alles
versuchen.“ Ebenfalls out: Peter Zehetmaier und Jürgen Breuer,
die in der Tabelle auf Rang drei lagen und am Freitag ihren
Honda Civic und die Hoff-nung auf reichich Punkte in den Weinbergen
versenkten.
Heiße Action in den Divisionen
Während an der Spitze der WM-Rallye Francois Duval (Belgien)
und Sebastien Loeb (Frankreich) die Fans in ihren Bann zogen,
konnten sich neben Mysliwietz noch weitere DRM-Fahrer in ihren
Divisionen gut in Szene setzen. So etwa Tim Stebani, der bestplatzierte
Pilot, der für die DRM punkt-berechtigt ist, der zusammen mit
seinem Co Ferdinand Heindlmeier bester Fahrer der Division 2
und sogar 19. im Gesamtklassement des ersten Rallye-tages wurde.
„Das war ein perfekter Tag, einfach genial. Ich fahre mit meinen
WP-Zeiten mitten zwischen den Top-Stars der Junior-WM“, resümierte
der Opel-Corsa-Fahrer.
Ebenfalls schnell unterwegs: Rudi Hachenberg / Tanja Neidhöfer
im Mitsu-bishi Lancer Evo 8, das zweitplatzierte Team der DRM-Wertung.
„Sechs Wertungsprüfungen ohne Reifenschaden, das ist doch was“,
so Hachenberg. „Mit dem Ergebnis heute kann ich wirklich sehr
zufrieden sein.“
Das konnten auch Horst Rotter / Volker Schmidt behaupten. Als
bestes Dieselteam holten die beiden mit ihrem Opel Astra GTC
die maximale Punktzahl in der Division 6, während Hermann Gassner
jr. zusammen mit Kathi Wüstenhagen im Suzuki Swift das beste
punktberechtigte Team der Division 4 war. Gassner: „Es wäre
vielleicht noch ein bisschen schneller gegangen, wenn sich nicht
der zweite Gang verabschiedet hätte. Auf der letzten WP des
Tages bin ich dann auch noch auf Split ausgerutscht. Ich konnte
nicht mehr reagieren und habe ein wenig Blech verformt.“ Dennoch
kann der Bayer das Fahrzeug wieder in Topform bringen und morgen
wieder an den Start gehen. Denn der zweite Tag der ADAC Rallye
Deutschland bedeutet für die DRM-Piloten wieder neues Glück:
Für den Tagessieg kann man erneut volle Punkte ernten. |