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Titelentscheidung
beim DRM-Finale im Rahmen der ADMV-Lausitz-Rallye:
Hermann Gaßner ist Deutscher Rallye-Meister
2007
Eine spannende Saison der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft)
fand beim Finale im Rahmen der ADMV-Lausitz-Rallye ein ebenso
spannendes Ende. Nach 136,13 km über beinharte Schotter-Prüfungen
im Braunkohletagebau-gebiet der Oberlausitz konnte sich Hermann
Gaßner (Mitsubishi Lancer) als neuer Deutscher Rallye-Meister
feiern lassen. Dem Surheimer genügte ein fünfter Platz in
der DRM-Division 1, um sich nach 1995 und 2003 seinen dritten
Titel zu sichern.
Neben dem 48-jährigen Kfz-Meister hatten vor dem Finale auch
Sandro Wal-lenwein (Stuttgart / Subaru Impreza STI) und Lars
Mysliwietz (Piesbach / Honda Civic Type R) Titelchancen, die
beide jedoch nicht nutzen konnten. Wallenwein musste bereits
auf den ersten Kilometern der Rallye nach einem Motorschaden
seine Titelambitionen begraben. Mysliwietz konnte sich mit
dem vierten Platz in seiner Division 3 den Vize-Titel sichern.
„Dieser Titel ist mir besonders wertvoll,“ strahlte Gaßner
im Ziel. „Natürlich war es 1995 und 2003 ebenfalls super Meister
zu sein. Aber in diesem Jahr gab es extrem spannende Kämpfe
auf einem hohen Niveau. Während der einzelnen Läufe ging es
teilweise nur um Sekunden. Wer einmal zuckte, war schon Zweiter.“
In der Lausitz konnte es Gaßner mit seinem bayerischen Landsmann
Siggi Schrankl (Obing) auf dem Beifahrersitz am Schluss fast
schon gemächlich angehen lassen: Nach dem Ausscheiden seines
Hauptrivalen Wallenwein hatte er seine Taktik auf der zweiten
Etappe auf Ankommen ausgerichtet und war entsprechend vorsichtig
unterwegs.
Denn eine Vorentscheidung in der DRM war bereits am Freitagabend
gefal-len, als der Stuttgarter im Subaru mit einem Motorschaden
ausrollte. „Kurz nach dem Start der ersten Prüfung merkte
ich, dass der Motor keine Leistung brachte, dann ging er einfach
aus“, schildert der sichtlich enttäuschte Wallen-wein.
So blieben als Verfolger des „Herminators“ Gaßner am zweiten
Tag nur noch Lars Mysliwietz und Co-Pilot Oliver Schumacher
(Fluterschen), die allerdings auf eine Nullrunde Gaßners hoffen
mussten und zudem mindestens Zweite in der Division werden
mussten. Eine schwierige Aufgabe gegen ausgemachte Schotter-Asse
in ihrer Division.
„Die geben da vorne richtig Gas,“ kommentierte der Rallyepilot
aus dem Saar-land das Tempo, welches sein finnischer Markenkollege
und beken-nender Schotterliebhaber Kalle Keskinen vorlegte.
Auch der Norweger Peder Ökseter im Ford Fiesta ST spielte
seine Erfahrung auf dem losen Geläuf voll aus. „Um deren Tempo
mitzugehen, hätte ich zuviel riskieren müssen. Dabei musste
ich unbedingt ins Ziel kommen, um noch mir noch den Vize-Titel
zu sichern.“ Eine Schrecksekunde gab es kurz vor dem Finale:
Eine abgerissene Brems-leitung warf Mysliwietz zurück, der
vierte Platz in der Division reichte jedoch für den zweiten
Platz in der DRM-Schlusswertung.
DRM-Piloten chancenlos auf Gesamtsieg
An der Spitze des Feldes dominierten bei der ADMV-Lausitz-Rallye
die Pilo-ten, die keinen Einfluss auf die DRM-Wertung hatten.
Der Norweger Mads Östberg siegte mit knapp über zweieinhalb
Minuten Vorsprung auf den DRM-Rekordchampion Matthias Kahle.
Wie die folgenden Piloten Kristian Poulsen und Erik Wevers
vertrauten sie auf WRC-Fahrzeuge, die auf dem selektiven Terrain
in der Lausitz für eine Riesenshow sorgten, jedoch gegenüber
den weiteren Konkurrenten naturgemäß deutlich im Vorteil waren.
Für die Vergabe der DRMPunkte spielten diese Teams keine Rolle,
da ihre aus der Rallye-WM stammenden Fahrzeuge in der DRM
nicht zugelassen sind. So bestimmte das Geschehen in der Division
1 der dreifache Deutsche Rallye-Meister Armin Kremer (Severin),
der nach zweieinhalb Jahren ein glänzendes Comeback feierte.
Gemeinsam mit Beifahrer Manfred Hiemer (München) lief er im
Subaru Impreza STI auf dem fünften Gesamtrang vor dem Ehepaar
Rubens und Petra Zeltner (Österreich, Mitsubishi Lancer Evo
7) sowie den Tschechen Jiri Tosovsky / Michael Slama (Mitsubishi
Lancer Evo 9) im Ziel der Rallye ein. Bester DRM-Pilot im
Feld der 56 Starter war Florian Auer (Freilassing), der gemeinsam
mit Co-Pilot Markus Peter (Bad Abbach) im Mitsubishi Lancer
Evo 9 auf den achten Gesamtrang fuhr.
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